6 Fragen an Manfred Amerell
24. Februar 2010 | Autor: michael | Kategorie: AktuellWenn jemand weiss, wie man Schlagzeilen mit Konfliktpotenzial kreiert, dann ist es die BILD. Jüngstes Beispiel ist ein Fragebogen, der dem Dortmunder Kevin Großkreutz vorgelegt wurde. Damit die Antworten nicht zu langweilig werden konnten, gab es jeweil drei Vorgaben, die nur noch anzukreuzen waren. Dass diese schon die Vorlagen für die geplanten Schlagzeilen waren muss nicht erwähnt werden. Der Plan ging auf, Großkreutz tappte in die Falle: Jeder nur ein Großkreutz
Wenn man bedenkt, wie einfach es ist, wundert man sich, dass BILD diesen Trick nicht öfter nutzt. Zum Beispiel im Skandal um den Schiedsrichter Manfred Amerell. Liebe Boulevard-Journalisten, hier eine Vorlage, die Chancen, ehrliche Antworten zu bekommen, dürften bei euch um ein Vielfaches höher sein, als bei einem kleinen Fußball-Blog:
6 Fragen an Manfred Amerell
1. Als Kind wollte ich immer …
- mit den anderen Jungs Doktorspiele machen.
- in Ruhe mit meinen Barbies spielen.
- Messdiener werden.
2. Ich bin Schiedsrichter geworden, weil …
- die privaten Perspektiven besser sind als als Pater.
- ich dachte, dass es auch in den höheren Ligen Gemeinschaftsduschen gibt.
- Outing in diesem Beruf niemals ein Thema sein wird.
3. Nach einem Spiel im Hotel …
- … schaue ich Sportschau und Sportstudio, um zu sehen, welche knackigen Kerle mich nächste Woche erwarten.
- … spüle ich den Schlüssel im Klo herunter, um nicht auf dumme Gedanken zu kommen.
- Ich übernachte grundsätzlich in der Jugendherberge im Achtbettzimmer.
4. Michael Kempter ist für mich …
- der talentierteste Mann an der Pfeife.
- einer von vielen anderen, die bisher nach meiner Pfeife tanzten.
- ein schlechter Küsser.
5. Das Schlimmste, was mir passieren könnte, wäre …
- meine SMS jemandem zeigen zu müssen.
- nicht mehr inkognito im überfüllten Fanblock stehen zu können.
- meine Pfeife nicht mehr benutzen zu dürfen.
6. Als Rentner werde ich …
- mich um den Schiedsrichternachwuchs in meiner Heimat kümmern.
- meine Memoiren schreiben „Mit der Pfeife in der Gemeinschaftsdusche“.
- endlich das Vorurteil entkräften können, dass es keine schwulen Fußballer gibt.
