Wenn der Fußball in den Hintergrund tritt

Ilkay Gündogan zu den Anschlägen in der Türkei

Wenn der Fußball in den Hintergrund tritt

Manchmal gibt es Wichtigeres, als wenn 22 Mann einem Ball hinter rennen. So sieht es zumindest Ilkay Gündogan: Der Mittelfeldspieler im Diensten des BVB und jüngst der deutschen Nationalmannschaft, drückte Bestürzung und Trauer für die Opfer der Anschläge in der Türkei aus. Sollte er doch eigentlich bester Stimmung sein, nach den zwei Erfolgen in der EM Qualifikation so trüben die Meldungen aus der Türkei seine Stimmung. Auf Facebook schreibt er an seine Fans:

Schon jahrelang ist die Situation in der Türkei sehr angespannt. Kurden-Türken bilden eine ethnische Minderheit und streben schon lange nach einem autonomen Staat, zu dessen Erreichung sie auch Gewalt einsetzen. Die Anschläge von Sonntag und Montag stellen jedoch die schwersten Angriffe seit 1993 dar, das Maß der Gewalt gegen Polizeikräfte erreichte ein neues Höchstmaß.

Durch seinen Post wollte er auf diese Gewaltverbrechen aufmerksam machen und sein Beileid für die Opfer ausdrücken. Es spricht für Ilkay, dass er mit seinen Gedanken in der Türkei ist und ihm nicht nur Fußball wichtig ist.

Er bekommt dafür viel positive Renonanz - aber wird auch heftig beleidigt. Hier die heftigsten Kommentare:

"...sagt der stolze Türke, der für Deutschland spielt. Du elender Hund solltest den vermeintlichen Terror erstmal hinterfragen!"

"Warum spielst du nicht für dein Land? Erfolg und Geld Geil? Schwach sowas"

"Du bist einfach ein Köter der bellt Ilkay"

Eine schwierige Situation, in der Gündogan sein Mitleid ausdrücken wollte. Leider wurde das von manchen Menschen missverstanden.

Andreas-1

Autor dieses Artikels

Andreas-1