Zieht Ballack den Risiko-Joker?

15. November 2007 | Autor: michael | Kategorie: Jogis Jungs, Vereinskasse

Am Randes des EM-Qualifikationsspiels gegen Zypern am kommenden Samstag wird Michael Ballack mit den DFB-Verantwortlichen in den Prämien-Ring steigen. Was stecken sich die ohnehin hochbezahlten Kicker für mehr oder weniger große Erfolge bei der Europameisterschaft in die Tasche?

Glaubt man den üblichen Boulevardpresseverdächtigen, stehen zwei Modelle zur Diskussion:

Eine „normale“ Erhöhung um 15 bis 20 Prozent auf bis zu 120000 Euro für den EM-Sieg. Dazu gestaffelt die weiteren Prämien (zuletzt waren es 70000 Euro für das Erreichen des Endspiels, 60000 Euro fürs Halbfinale, 35000 Euro fürs Viertelfinale).

oder

Prämie mit Risiko-Joker. Für den Titel ganz dickes Geld (z.B. 250000 Euro), dafür aber fürs Viertelfinale nichts.

Oliver Bierhoff sieht die Sache als Manager der Nationalelf ganz entspannt:

„Ich rechne nicht mit langen Verhandlungen. Verglichen mit den Gehältern sind die Prämien für die Spieler nicht so bedeutend. Bei einer EM geht es viel mehr um den sportlichen Erfolg.“

Recht hat er! Keine Ahnung, was Herr Zwanziger dazu sagt. Den Titelgewinn vorausgesetzt, unterscheiden sich beide Modelle um schlappe zweieinhalb bis drei Millionen Euro. Und damit kann man verdammt wichtigere Dinge tun, als sie den verwöhnten Kickern in den Arsch zu schieben leichtfertig in den Prämientopf zu werfen.

Ich denke allerdings, dass sich die Mannschaft ohnehin für die sichere Variante entscheiden wird – das Jahreseinkommen eines Durchschnittsdeutschen für die Pleite im Viertelfinale. Ein schönes Urlaubsgeld, wenn das Gehalt vom Verein kommt – auch während der EM.

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Ein Kommentar
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  1. Genau richtig analysiert würde ich sagen – leider.

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