Die Droge der Top-Athleten

Snus im Fußball – Wie gefährlich ist es wirklich?

Die Droge der Top-Athleten

Dass in der Welt der Top-Athleten Doping eine Rolle spielt, ist kein Geheimnis. Die Welt-Dopingagentur WADA legt konstant neue Berichte vor und hat mit ihren Entscheidungen, Spieler oder ganze Länder für Wettbewerbe zu sperren, regelmäßig für Schlagzeilen gesorgt.

Jetzt warnt die WADA vor einer neuen Droge, die auch unter deutschen Top-Ligisten immer beliebter wird: Snus, das besonders in Skandinavien verbreitet ist, und in seiner Wirkung stärker als Zigaretten wirkt.

Was es mit Snus auf sich hat, weshalb die Profis es benutzen und ob es als Doping gilt, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.

Die Droge der Top-Athleten

1. Was ist Snus?

Insbesondere in den Skandinavischen Ländern ist Snus weit verbreitet. Dort herrschen wesentlich stärker Nichtraucherschutzgesetze als in Deutschland, wodurch viele auf den Oraltabak zurückgreifen. Es handelt sich dabei um ein Gemisch aus Tabak, Salz, Wasser und Aroma, das in kleinen Papierbeutelchen hinter die Ober- oder Unterlippe geklemmt wird. Durch das Salz wird die Schleimhaut aufgeraut, wodurch der Tabak schneller in die Blutbahnen gelangt. 

Während man Snus nur in Schweden legal kaufen kann, ist der Konsum EU-weit legal.

Die Droge der Top-Athleten

2. Nutzen Profi-Athleten Snus?

Tatsächlich gibt es immer mehr Top-Athleten und Spitzenfußballer, die offen zu ihrem Snus-Konsum stehen. So hat der BVB-Spieler Marco Reus schon vor längerer Zeit ein Bild gepostet, auf dem eine Dose Snus im Hintergrund zu sehen ist. Auch andere Stars, wie Karim Benzema und Havard Nordtveit greifen gern und offen zum Oraltabak.

Ein Spieler, der anonym bleiben will, gab laut GMX.net an, dass rund ein Viertel der Bundesligisten Snus benutzen. Es scheint sich also um einen umfassenderen Trend zu handeln.

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3. Ist Snuse Doping?

Die Wirkung von Snus ist die von Nikotinkonsum allgemein – in geringeren Dosen wirkt es entspannend, in höheren konzentrationsfördernd. Kein Wunder also, dass die Profis es für sich entdecken. Allerdings ist und bleibt Nikotin ein hochschädliches Nervengift, das zudem krebserregend ist. So sind bei dem Konsum von Snus nicht nur die Mundhöhle, sondern auch weitere Organe bedroht. Hinzu kommt, dass die Nikotin-Konzentration in Snus wesentlich höher als in Zigaretten ist.

Die WADA plant derweil keine Einstufung des Tabaks als Doping. Nikotin erfülle nicht die genügend Kriterien, so die Aussage gegenüber GMX.net.