Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Diese Spieler waren schlichtweg überfordert

Torwart: Heinz Rohloff (Tasmania Berlin)

Er wurde "Jumbo" aufgrund seiner pummeligen Art genannt. In der Saison 1965/1966 stand er im Tor von Tasmania Berlin, der schlechtesten Bundesliga-Mannschaft aller Zeiten. 108 Gegentore kassierte Rohloff in 34 Bundesliga-Spielen. Natürlich hatten daran seine Nebenleute oft eine große Mitschuld, doch trotzdem ging er als der schlechteste Bundesliga-Torhüter aller Zeiten in die Geschichte ein - wie er sich in dem Video oben sehr belustigend selber an die Zeit zurückerinnert.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Innenverteidigung: Breno (FC Bayern)

Zwölf Millionen Euro ließ sich Bayern eines der größten Abwehrtalente der Welt 2008 kosten. Der Brasilianer Breno fand sich aber nie zurecht in Deutschland, brachte kaum Leistung und musste nach Brandstiftung in den eigenen vier Wänden sogar ins Gefängnis.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Rechte Verteidigung: Marcos Antonio (1.FC Nürnberg)

Mi Antonio hätte man einen ganz großen Coup gelandet, war sich der 1. FC Nürnberg sicher. Doch mit seinem Debüt für die Franken ging seine Bundesliga-Karriere schon ganz schnell abwärts.

Beim Spiel gegen den VfB Stuttgart verschuldete er mit einem Katastrophen-Rückpass nach 24 Sekunden das 0:1, wurde nach weiteren Unsicherheiten in Minute 16 unter Pfiffen der Club-Fans ausgewechselt. Es sollten die einzigen Bundesliga-Minuten von Marcos Antonio bleiben, 2014 löste der Verein den Vertrag auf.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Linke Abwehr: Edson Braafheid (FC Bayern)

Der niederländische Trainer Louis van Gaal lockte seinen Landsmann für zwei Millionen Euro an die Isar. Letztlich trug Braafheid das FCB-Trikot nur zwölf mal. Von Beginn an waren seine fußballerischen Qualitäten für die Ansprüche des Rekordmeisters nicht ausreichend. Nach einem Streit mit van Gaal flog er aus der Mannschaft.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Defensives Mittelfeld: Carlos Grossmüller (FC Schalke)

2007 wechselte er für 3,5 Millionen Euro aus seinem Heimatland Uruguay nach Gelsenkirchen. Doch Grossmüller fiel weniger durch schöne Tore oder Pässe auf, sondern viel mehr durch undiszipliniertes Verhalten auf dem Platz, unter anderem eine Würge-Attacke, die ihm eine rote Karte bescherte.

Nach zwei Jahren lieh ihn Schalke wieder nach Uruguay aus, ein Jahr später ließ man Grossmüller ablösefrei nach Italien zum US Lecce ziehen.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Defensives Mittelfeld: Orlando Engelaar (FC Schalke 04)

2008 war Schalke auf der Suche nach einem zentralen Mittelfeldspieler, der Torgefahr mitbringt. Orlando Engelaar hieß die Antwort. Für 5,5 Millionen Euro wechselte der Niederländer von Twente Enschede nach Gelsenkirchen.

25 Spiele machte Engelaar in der Saison für Schalke. Kein einziges Tor erzielte er, flog dafür gleich zwei Mal vom Platz. Nach nur einem Jahr verkauften ihn die Königsblauen für vier Millionen Euro zum PSV Eindhoven.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Linkes Mittelfeld: Jan Simak (Bayer Leverkusen)

Für 6,5 Millionen Euro holte die Werkself 2002 den Tschechen aus Hannover. Er sollte der Nachfolger von Michael Ballack werden. Was folgte, war ein Desaster. Der Mittelfeldspieler fiel vor allem durch seine Undiszipliniertheiten außerhalb des Platzes auf.

Alkohol, Schlägereien und depressive Phasen blieben in Erinnerung. In seiner ersten Saison in Leverkusen stieg Bayer fast ab, 2004 flüchtete Simak zurück in seine Heimat zu Sparta Prag.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Offensives Mittelfeld: Carlos Alberto (Werder Bremen)

Werder zahlte 2007 die klubinterne Rekordablöse von 7,8 Millionen Euro für den Spielmacher, der weniger auf dem Rasen und mehr mit Undiszipliniertheiten neben dem Platz auffiel. Nur in einer Trainingsprügelei mit Teamkollege Boubacar Sanogo zeigte sich der Brasilianer treffsicher. Er machte nur zwei Ligaspiele und ging 2010 ablösefrei zu Vasco da Gama.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Rechtes Mittelfeld: Albert Streit (Schalke 04)

Für 2,5 Millionen Euro holten die Schalker im Januar 2008 den technisch versierten Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt. Ganze 15 Spiele sollte er für die 1. Mannschaft von S04 bestreiten, dabei kein einziges Tor erzielen.

Streit weigerte sich später den Verein zu verlassen, wollte seinen Millionen-Vertrag aussitzen und landete so in der 2. Mannschaft. Fußballerisch fand er nie wieder in die Spur, kickte teilweise in der Regionalliga, ehe er 2014 seine Karriere beendete.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Angriff: Ciro Immobile (Borussia Dortmund)

Einen würdigen Nachfolger für den zu den Bayern abgewanderten Robert Lewandowski zu präsentieren, war nahezu unmöglich. Doch Immobile war in seiner Zeit in der Bundesliga soweit vom polnischen Top-Stürmer entfernt, wie die Erde vom Mars. 

Drei Tore in 24 Spielen schoss der Italiener, den Dortmund für 18,5 Millionen Euro vom FC Turin verpflichtet hatte. Im Januar 2016 gab der BVB Immobile für elf Millionen Euro an den FC Sevilla ab.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Angriff: Luuk de Jong (Borussia Mönchengladbach)

25 Tore in 31 Spielen schoss de Jong für Twente Enschede in den Niederlanden. Deshalb verpflichtete die Borussia den Angreifer für zwölf Millionen Euro, hoffte auf eine ähnliche Torquote auch in der Bundesliga.

Nach nur sechs Toren in 36 Spielen wurde der Holländer 2014 nach einem Zwischenstopp in Newcastle an den PSV Eindhoven weitergegeben.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Außenverteidigung: Christian Lell (FC Bayern München)

​Christian Lell ist vielen Fans im deutschen Fußball leider nicht wegen seiner 65 Einsätze als Verteidiger für den FC Bayern München ein Begriff, sondern vor allem wegen seiner zahlreichen Skandale, zu denen unter anderem Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Nötigung gehören.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Mittelfeld: José Sosa (FC Bayern München)

Auch dieser Bayern-Spieler war ein totaler Flop. 2007 sollte der Argentinier laut Uli Hoeneß Sebastian Deisler ersetzen, der in der vorherigen Winterpause der Saison seine Karriere beendet hatte. Sosa galt als größtes Talent der Welt, konnte die in ihn gesetzten Erwartungen allerdings schließlich wegen mangelnder Einsatzzeiten nicht erfüllen. Allein ein Moment in der Bundesliga brachte ihm dann doch ein wenig Ehre: seine Vorlage, die Luca Toni zum 3:3-Endstand in der 120. Minute gegen den FC Getafe verwertete. Mit diesem Tor hatte sich die Mannschaft den Einzug ins Halbfinale des UEFA-Pokal-Wettbewerbs ermöglicht.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Mittelfeld: Thomas Kahlenberg (VfL Wolfsburg)

Zur Saison 2009/10 wurde der Däne beim VfL Wolfsburg verpflichtet, um dem damaligen Mittelfeldstar Zvejdan Misimovic eine Alternative zur Seite zu stellen. Zu seinem Pech startete Kahlenberg aber schon mit Hüftproblemen in die Saison, sodass der Mittelfeldspieler erst am 11. Spieltag eingesetzt werden konnte. Wegen seiner unterirdischen Leistungen agierte er auch danach hauptsächlich als Einwechselspieler​, bis er in der Saison 2011/12 fürs erste an den französischen Erstligisten FC Évian Thonon Gaillard verliehen wurde. Nach der darauffolgenden Saison verließ Kahlenberg dann schließlich endgültig den VfL Wolfsburg, nachdem sein Vierjahresvertrag ausgelaufen war.

Die schlechteste Bundesliga-Elf aller Zeiten

Sturm: Francis Kioyo (Energie Cottbus)

Schon allein, dass Francis Kioyo in seinen 65 Einsätzen für den FC Energie Cottbus nur ganze vier Mal traf, ist ein Grund dafür, dass er auf dieser Liste landet. Und auch beim 1860 München war es zuvor nicht besser gelaufen: Hier vergab er damals einen Elfmeter und war so mitverantwortlich für den Abstieg der eigenen Mannschaft.