Fan-Boykott: Fußball muss bezahlbar bleiben!!

Am vergangenem Dienstagabend sorgte eine Protest Aktion der BVB-Anhänger in Stuttgart für Aufsehen. Der Grund: Die konsequent steigenden Ticketpreise.

Fan-Boykott: Fußball muss bezahlbar bleiben!!
Quelle: pixabay.com

Noch bevor die Dortmunder Offensive den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals perfekt machten, sorgte eine Ballwurfaktion der BVB-Fans für Aufregung. Sie schmissen in der ersten Halbzeit Tennisbälle auf das Spielfeld. Diese ungewöhnliche Art, gegen steigende Ticketpreise zu protestieren, reiht sich ein in eine ganze Welle von Aktionen. Mit Erfolg: Anhänger des englischen Altmeisters FC Liverpool, haben eine vom Club geplante Erhöhung der Preise vorerst stoppen können. "Wir wollen Fans, die bis zum Ende des Spiels im Stadion bleiben", so der Liverpool-Trainer Jürgen Klopp nach dem Spiel. Hintergrund: In der zweiten Halbzeit verließ aus Protest ein Großteil der Zuschauer das Stadion.

Mehr über die Hintergründe zur Fan-Aktion in Dortmund auf Seite 2. 

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"Großes Tennis": Das war der Schriftzug, den die Dortmunder Fans auf einem Banner ins Stadion trugen und der sich als Hashtag im Netz in Sekunden verbreitete. Der stille Protest war eine Anspielung auf das gemeinhin als zahlungskräftig geltende Tennis-Publikum. Binnen Sekunden überfluteten unzählige Tennisbälle den Rasen in der VfB Arena. Noch bevor die Wurfaktion der Fans begann, mussten die Dortmunder in den ersten 20 Minuten der Partie auf ihre mitgereisten Fans verzichten - Ein Bykott, ausgerufen von der Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar bleiben". Fans erhielten für das Top-Spiel keine Sitzplatzkarte unter 38 Euro. Stehplatzkarten lagen bei über 20 Euro. Auf die Ballwurfaktion angesprochen, hüllten sich sowohl Trainer Thomas Tuchel, als auch Mannschaftskapitän Mats Hummels in Schweigen. Neu Stuttgarter und "Urborusse" Kevin Großkreutz, erhielt während eines Interviews von Seiten des Pressesprechers ein Redeverbot. Welche Folgen der Fan-Protest für den Dortmunder Erstligisten hat, bleibt abzuwarten.