Esther Sedlaczek: Geschwister, Partner und Größe – das musst du über sie wissen
„Ich dachte, ich muss sterben“: Esther Sedlaczek spricht über Zusammenbruch
Die ARD-Moderatorin, die seit Jahren aus der Sportberichterstattung nicht wegzudenken ist, blickt auf eine dunkle Zeit zurück, die ihr Leben nachhaltig veränderte. Als ihre erste Tochter etwa ein Jahr alt war, erlitt Sedlaczek nach einem Arbeitstag einen folgenschweren körperlichen Zusammenbruch. Mitten in der Nacht erwachte sie plötzlich mit akuter Atemnot und Taubheitsgefühlen. „Ich dachte, ich falle gleich um und muss sterben“, erinnert sie sich gegenüber dem Spiegel an den Moment der Todesangst. In Panik flüchtete sie damals barfuß in den verregneten Garten, ehe sie mit dem Rettungswagen in die Notaufnahme gebracht wurde. Heute ist sie überzeugt, dass hinter der Panikattacke eine postpartale Depression steckte – ausgelöst durch einen immensen, selbst auferlegten Erwartungsdruck. „Ich wollte auf allen Ebenen alles perfekt machen“, gesteht sie rückblickend über die Zerreißprobe zwischen Familie und Karriere. Trotz ihrer großen Erfolge war sie innerlich nie zufrieden und suchte obsessiv nach Fehlern: „Ich bin aus fast jeder Sendung mit dem Gefühl rausgegangen: Das ist nicht gut genug“, offenbart sie die damaligen Selbstzweifel. „Ich habe mir einen Riesendruck gemacht und hatte keine Freude am Job.“
Dieser dramatische Zusammenbruch war das unüberhörbare Warnsignal ihres Körpers, das sie schließlich in eine Therapie führte. Die Sportjournalistin musste ihr gesamtes Denken umkrempeln und radikale Prioritäten setzen: „Ich musste lernen, dass es okay ist, einfach mal etwas für mich selbst zu tun.“
