Regeländerungen beim Fußball: Diese Änderungen gibt es in der Saison 2019/20

Das erwartet uns ab dem 1. Juni 2019

Dieses Bild zeigt den RB Leipzig zum Ende der Bundesliga-Saison 2018/19.

Ab dem 1. Juni 2019 treten weltweit die vom International Football Association Board (IFAB) beschlossenen Regeländerungen in Kraft, die die Fußballwelt in der kommenden Saison 2019/20 gehörig revolutionieren werden. Hier die wichtigsten Beschlüsse, die du als Fan kennen solltest:

#1: Münzwurf

Der Kapitän, der beim anfänglichen Münzwurf gewinnt, darf zwischen Seitenwahl und Anstoß entscheiden und somit gegebenenfalls festlegen, wer letzteren zuerst ausführt. 

Dieses Bild zeigt einen Spieler, der einen Freistoß nach den neuen Regeln vorbereitet.

#2: Abstöße und Freistöße

Ab sofort muss der Ball den eigenen Strafraum nicht verlassen, wenn ein Abstoß oder Freistoß ausgeführt wird. Solange der Ball sich bewegt und mit dem Fuß gespielt wird, ist der Spielzug gültig. Das bleibt unverändert: Die Gegner müssen weiterhin außerhalb des Strafraums und mindestens 9,15 Meter vom Ball entfernt stehen. 

Eine weitere Änderung in Bezug auf Freistöße: Der Unparteiische kann nach einem Foul die gelbe oder rote Karte erst bei der nächsten Unterbrechung zeigen, damit der fällige Freistoß schnell ausgeführt werden kann. 

Auf diesem Bild sieht man einen ausgeführten Elfmeter.

#3: Elfmeter

Der Torwart darf bei einem Elfmeter neuerdings die Torlinie übertreten. Er muss nur noch mit mindestens einem Teil seines Fußes auf oder über der Linie stehen und kann somit einen Schritt machen, wenn der gegnerische Spieler den Anlauf verzögert.

Auf diesem Bild sieht man einen Schiedsrichter, der nach den Regeln pfeift.

#4: Schiedsrichterball

Am Schiedsrichterball darf in der neuen Saison nur noch ein Spieler des Teams, das vor dem Pfiff am Ball war, teilnehmen. Alle anderen Spieler müssen mindestens vier Meter Abstand halten, damit der Vorteil vor der Unterbrechung wiederhergestellt wird. 

Dieses Bild zeigt einen Torwart, der versucht, den Ball zu halten.

#5: Missglückter Rückpass

Künftig darf der Torwart nach einem missglückten Rückpass den Ball in die Hand nehmen, wenn eindeutig wird, dass seine Absicht war, den Rückpass zu klären. 

Auf diesem Bild sieht man eine Auswechselung beim Fußball.

#6: Auswechselung

Damit es gar nicht erst zu einem ungerechten Spielen auf Zeit kommt, müssen Auswechselungen nicht mehr auf Höhe der Mittellinie stattfinden. Der Spieler, der ausgewechselt wird, soll das Feld an der nächstmöglichen Stelle verlassen, womit auch ein Abklatschen nicht mehr nötig ist. 

Dieses Bild zeigt einen Schiedsrichter beim Fußball.

#7: Schiedsrichter

"Schiri ist Luft" – einen Spruch, den wir ab der kommenden Saison nicht mehr hören werden. Ändert der Schiri den Spielverlauf, weil er den Ball berührt, gibt es Schiedsrichterball. Eine Änderung im Spielverlauf wäre in diesem Sinne zum Beispiel ein aus der Berührung resultierendes Tor, ein Ballbesitz-Wechsel oder die Einleitung eines Angriffs.

Dieses Bild zeigt einen Trainer beim Fußball an der Seitenlinie.

#8: Karten für die Bank

Ab sofort können auch Trainerstab und Teamoffizielle auf der Bank vom Unparteiischen mit einer Karte verwarnt werden, wenn unsportliches Betragen vorliegt. Auch eine Verbannung auf die Tribüne wird somit möglich. Kann der Schuldige nicht ermittelt werden, wird stellvertretend der Cheftrainer bestraft.

Dieses Bild zeigt eine Freistoßmauer beim Fußball.

#9: Freistoßmauer

Die Freistoßmauer darf ab der nächsten Saison nur noch aus Verteidigern bestehen. Damit ist es angreifenden Spielern nicht mehr erlaubt, in der gegnerischen Mauer zu stehen. Ihr Abstand zur Mauer muss mindestens einen Meter betragen. 

Dieses Bild zeigt eine Reaktion auf ein Handspiel beim Fußball.

#10: Handspiel

Die wohl gravierendste Regeländerung betrifft das Handspiel: Tore, die künftig mit Hand oder Arm erzielt oder möglich gemacht werden, sind ungültig. Ein Vergehen liegt nach der neuen Regel vor, wenn der Spieler (egal ob absichtlich oder unabsichtlich) seine Körperfläche unnatürlich vergrößert, sich der Arm über der Schulter befindet und der Ball berührt wird. 

Nicht geahndet werden muss, wenn ein fallender oder am Boden liegender Spieler sich mit seiner Hand abstützt und dabei von einem anderen Spieler angeschossen wird, solange oben genannte Regeln eingehalten werden.