Deutschlands Wunsch-Elf 2026: So wählte die Fußballfieber-Community
Fußballfans haben abgestimmt: Wer gehört 2026 in die deutsche Nationalmannschaft? Das Ergebnis liefert einige Überraschungen und klare Favoriten.
Oliver Baumann: Unspektakulär zur Nummer 1
675 Mitglieder*innen der Fußballfieber-Community in Deutschland haben ihre DFB-Wunsch-Elf 2026 festgelegt und auf der Torwartposition gibt es keine Überraschung. Oliver Baumann sichert sich mit 39 Prozent den ersten Platz und verweist Manuel Neuer (30 Prozent), den Bundestrainer Julian Nagelsmann kurz vor WM-Beginn zur Nummer eins ernannte, auf Rang zwei.
Das Ergebnis zeigt vor allem eines: Viele Fans wünschen sich frischen Wind zwischen den Pfosten. Baumann hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich entwickelt und gehört seit langer Zeit zu den konstantesten Torhütern der Bundesliga. Große Schlagzeilen macht er selten. Dafür liefert er Woche für Woche solide Leistungen ab.
Gerade diese Verlässlichkeit scheint bei vielen Fans gut anzukommen. Während Neuer nach wie vor als Legende gilt, sehen zahlreiche Teilnehmer*innen der Umfrage offenbar die Zeit gekommen, den Generationenwechsel einzuleiten.
Vor ihm soll eine Defensive stehen, die Gegnern möglichst wenig Raum lässt. Den Anfang macht der klare Gewinner unter den Innenverteidigern.
Jonathan Tah: Der Abwehrchef der Community
Mit beeindruckenden 83 Prozent erzielt Jonathan Tah den höchsten Wert der gesamten Umfrage. Deutlicher kann ein Vertrauensbeweis kaum ausfallen. Der Innenverteidiger hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der komplettesten Abwehrspieler Deutschlands entwickelt. Körperlich stark, zweikampfsicher und mittlerweile auch mit reichlich Erfahrung ausgestattet, verkörpert Tah genau das Profil, das Fans von einem modernen Innenverteidiger erwarten.
Die Fußballfieber-Community scheint sich einig zu sein: Wenn Deutschland aktuell einen Abwehrchef sucht, dann heißt dieser Jonathan Tah. Bemerkenswert ist vor allem die Klarheit des Ergebnisses. Während viele Positionen heiß diskutiert werden, gibt es hier kaum Zweifel. Tah gilt für viele als gesetzter Stammspieler. Seine Ruhe am Ball und seine Präsenz in der Luft machen ihn zu einer wichtigen Säule jeder Mannschaft. Genau deshalb sehen ihn die Teilnehmer*innen der Umfrage als unverzichtbaren Bestandteil ihrer Wunsch-Elf.
Neben einem starken Abwehrchef braucht es natürlich auch einen passenden Partner in der Innenverteidigung.
Nico Schlotterbeck: Leidenschaft in Person
73 Prozent der Stimmen sprechen eine deutliche Sprache: Nico Schlotterbeck gehört für die Community in die Startelf. Kaum ein deutscher Verteidiger polarisiert so stark wie der Dortmunder. Seine Spielweise ist emotional, leidenschaftlich und manchmal auch etwas riskant. Genau das macht ihn für viele Fans aber besonders interessant. Schlotterbeck bringt Energie auf den Platz. Er geht keinem Zweikampf aus dem Weg und scheut sich nicht davor, Verantwortung zu übernehmen. Wenn es hektisch wird, wirkt er oft wie der Erste, der sich dagegenstemmt.
Gemeinsam mit Jonathan Tah würde er nach Meinung der Community ein starkes Innenverteidiger-Duo bilden. Dahinter folgt als Backup der nicht nominierte Matthias Ginter auf Rang drei (21 Prozent), noch vor dem stark polarisierenden Abwehrstar von Real Madrid, Antonio Rüdiger (17 Prozent).
Auf der rechten Abwehrseite wartet ein Spieler, der inzwischen längst mehr als nur ein Mittelfeldstar ist.
Joshua Kimmich: Der Kapitän auf rechts
Mit 78 Prozent der Stimmen ist Joshua Kimmich die klare Nummer eins auf der Rechtsverteidiger-Position mit großem Vorsprung auf den Zweitplatzierten Ridle Baku (7 Prozent).
Die Diskussion um Kimmichs ideale Position begleitet ihn seit Jahren. Für die Fußballfieber-Community scheint die Sache allerdings relativ eindeutig zu sein. Die Mehrheit sieht ihn hinten rechts. Dort kann Kimmich seine größten Stärken perfekt einbringen. Seine Flanken, seine Spielintelligenz und seine Führungsqualitäten machen ihn zu einem wichtigen Baustein im deutschen Spiel. Darüber hinaus bringt er enorme Erfahrung mit: Kaum ein anderer deutscher Spieler hat auf höchstem Niveau so viele wichtige Spiele bestritten.
Auf der gegenüberliegenden Seite setzt die Mehrheit auf einen Spieler, der in den letzten Jahren enorm aufgeholt hat.
David Raum: Die linke Seite gehört ihm
64 Prozent der Stimmen reichen David Raum für einen souveränen Sieg auf der linken Abwehrseite gegenüber Maximilian Mittelstädt (18 Prozent), der es jedoch nicht einmal in den WM Kader von Julian Nagelsmann geschafft hat. Der Leipziger hat sich zu einem der offensivstärksten Außenverteidiger Deutschlands entwickelt. Besonders seine Flanken und seine Dynamik machen ihn für viele Fans unverzichtbar. Moderne Außenverteidiger müssen heute deutlich mehr können als nur verteidigen. Raum erfüllt dieses Profil nahezu perfekt. Er schaltet sich regelmäßig in die Offensive ein und sorgt für Gefahr auf dem Flügel.
Kommen wir ins Mittelfeld. Dorthin, wo die Fans einen der spannendsten jungen Spieler Deutschlands sehen.
Aleksandar Pavlović: Die Zukunft im Zentrum
76 Prozent der Teilnehmer*innen wählen Aleksandar Pavlović in ihre Wunsch-Elf. Das ist bemerkenswert. Schließlich gehört er noch nicht lange zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft. Dennoch hat er sich innerhalb kürzester Zeit in die Herzen vieler Fans gespielt.
Pavlović steht für Ruhe am Ball, Spielverständnis und moderne Mittelfeldarbeit. Er wirkt oft deutlich erfahrener, als sein Alter vermuten lässt. Die Community sieht in ihm offenbar einen Spieler, der die deutsche Mannschaft langfristig prägen kann. Seine Übersicht und seine saubere Technik machen ihn zum idealen Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Offensive.
Neben ihm wünschen sich die Fans einen weiteren Strategen, der derzeit in Topform spielt.
Angelo Stiller: Der stille Gewinner
Mit 36 Prozent landet Angelo Stiller knapp vor beziehungsweise gleichauf mit prominenten Konkurrenten (Leon Goretzka: 36 Prozent). Das mag zunächst unspektakulär wirken, ist aber ein starkes Signal. Schließlich konkurriert er mit deutlich bekannteren Namen. Stiller überzeugt viele Fans durch seine intelligente Spielweise. Er sucht selten die spektakuläre Lösung, sondern meistens die richtige. Genau diese Qualität wird im modernen Fußball immer wichtiger. Die Fußballfieber-Community honoriert offenbar seine Entwicklung und sieht in ihm eine wertvolle Ergänzung zu Pavlović.
Vor diesem Mittelfeld wartet nun der vielleicht kreativste Spieler Deutschlands.
Jamal Musiala: Der Zauberer auf der Zehn
65 Prozent der Stimmen machen Jamal Musiala zum klaren Favoriten auf der Zehnerposition. Für viele Fans ist er das Gesicht der Zukunft des deutschen Fußballs. Seine Dribblings, seine Kreativität und seine Unberechenbarkeit begeistern regelmäßig Zuschauer*innen. Musiala kann Spiele mit einer einzigen Aktion verändern. Genau deshalb wünschen ihn sich so viele Fans im Zentrum hinter der Spitze. Wenn Deutschland offensive Ideen braucht, fällt sein Name fast automatisch. Die Community sieht ihn als kreativen Motor der Mannschaft.
Sein Vorsprung vor Florian Wirtz (27 Prozent) auf dieser Position zeigt, wie groß das Vertrauen in seine Fähigkeiten ist.
Einer seiner wichtigsten Mitspieler taucht gleich auf der nächsten Position auf.
Florian Wirtz: Der König der linken Seite
64 Prozent der Stimmen sprechen für Florian Wirtz auf dem linken Flügel. Der gebürtige Pulheimer begeistert Fans seit Jahren mit seiner Spielintelligenz und seiner Technik. Viele sehen ihn inzwischen als einen der besten deutschen Offensivspieler überhaupt. Interessant ist, dass Wirtz sowohl auf der Zehn als auch auf dem linken Flügel hohe Werte erzielt. Das zeigt seine enorme Vielseitigkeit. Die Community hat sich letztlich für eine Lösung entschieden, bei der Musiala zentral und Wirtz links agiert. Auf dem Papier klingt das nach einer äußerst kreativen Kombination.
Auf der anderen Seite des Angriffs wartet eine der größten Überraschungen der Umfrage.
Jamie Leweling: Der Überraschungssieger
39 Prozent reichen Jamie Leweling zum Sieg auf der rechten Außenbahn. Für viele Beobachter*innen dürfte dies das überraschendste Ergebnis der gesamten Abstimmung sein. Leweling setzt sich gegen zahlreiche bekanntere Namen durch. Die Fans honorieren offenbar seine Dynamik, seinen Mut im Eins-gegen-eins und seine direkte Spielweise. Gerade solche Spieler sorgen oft für die besonderen Momente. Leweling steht sinnbildlich für die Bereitschaft der Community, jungen und formstarken Spielern eine Chance zu geben.
Doch wer soll die zahlreichen Vorlagen seiner Mitspieler verwerten?
Deniz Undav: Der Torjäger der Fans
Mit 56 Prozent gewinnt Deniz Undav die Abstimmung auf der Mittelstürmer-Position. Der Angreifer hat sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Seine Torgefahr, seine Laufwege und seine Mentalität kommen bei den Fans hervorragend an. Besonders bemerkenswert ist sein Vorsprung auf Kai Havertz (28 Prozent). Während Havertz vielseitiger einsetzbar ist, sehen viele Teilnehmer*innen Undav aktuell als den gefährlicheren Torjäger. Stürmer werden oft an Toren gemessen und genau hier hat sich Undav einen hervorragenden Ruf erarbeitet.
Bleibt nur noch die wichtigste Frage: Wer soll diese Wunsch-Elf trainieren?
Jürgen Klopp: Der Traumtrainer der Community
57 Prozent der Stimmen gehen an Jürgen Klopp. Damit gewinnt er die Trainer-Abstimmung deutlich vor Julian Nagelsmann. Das Ergebnis überrascht nur bedingt. Klopp gehört seit Jahren zu den beliebtesten Trainern der Welt, während sich die kritischen Stimmen gegenüber Bundestrainer Julian Nagelsmann zuletzt mehren. Klopps emotionale Art, sein mitreißender Fußball und seine Nähe zu den Fans machen ihn zu einer besonderen Persönlichkeit. Viele Mitglieder*innen der Fußballfieber-Community träumen offenbar davon, ihn eines Tages an der Seitenlinie der Nationalmannschaft zu sehen.
Wer komplettiert den Kader der Nationalmannschaft?
Eine starke Bank
Eine gute Bank ist oftmals viel mehr wert, als man zunächst annimmt, um bei taktischen Anpassungen oder Verletzungen reagieren zu können. Diese Spieler würden nach der Fußballfieber-Community den Kader vervollständigen:
Torwart: Manuel Neuer (30 Prozent der Stimmen)
Rechtsverteidiger: Ridle Baku (7 Prozent)
Linksverteidiger: Maximilian Mittelstädt (18 Prozent)
Innenverteidiger: Matthias Ginter (21 Prozent), Antonio Rüdiger (17 Prozent)
Defensives Mittelfeld: Leon Goretzka (36 Prozent), Tom Bischof (16 Prozent)
Offensives Mittelfeld: Lennart Karl (5 Prozent)
Rechtsaußen: Karim Adeyemi (25 Prozent)
Linksaußen: Chris Führich (7 Prozent)
Mittelstürmer: Kai Havertz (27 Prozent)
