WM 2026: Die Top-Elf der deutschen Spieler, die nicht dabei sind
Julian Nagelsmann hat den deutschen WM-Kader für 2026 bekannt gegeben. Einige namhafte DFB-Stars überraschend gestrichen oder fehlen verletzt im Turnier.
Julian Nagelsmann hat seinen Kader für die WM 2026 nominiert, und die Streichliste ist diesmal ziemlich heftig. Einige deutsche Spieler fliegen nicht mit, weil sie pünktlich zum Turnier leider verletzt sind, andere wurden trotz starker Saison vom Bundestrainer aussortiert.
#1 Tor: Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)
Es ist das bitterste Drama im deutschen Tor seit Jahren. Nach dem langen Warten hinter Manuel Neuer sollte die WM in Nordamerika endlich sein großes Turnier als Nummer eins werden. Eine schwere Knieverletzung im Herbst 2025 hat dem Keeper des FC Barcelona aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er hat zwar bis zuletzt alles versucht, um rechtzeitig fit zu werden, aber am Ende reichte die Zeit einfach nicht aus, um auf Top-Niveau zu kommen.
Lesetipp: WM 2026: Die Autos & Gehälter der deutschen Nationalspieler
#2 Abwehr: Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart)
Bei der Europameisterschaft stand Mittelstädt auf der linken Abwehrseite noch unumstritten in der Startelf. Seitdem hat sich die Situation für ihn aber deutlich verändert, sodass er von Julian Nagelsmann dieses Mal überhaupt nicht berücksichtigt wurde. Auf seiner Position stehen jetzt David Raum und der Frankfurter Nathaniel Brown. Mittelstädt konnte die Konstanz aus dem Vorjahr in der Rückrunde nicht mehr ganz halten, weshalb der Bundestrainer letztlich andere Pläne hatte.
Lesetipp: WM 2026: Kaderplanung, Termine, Debatten – Alles zum deutschen Start in den USA
#3 Yann Bisseck (Inter Mailand)
Bisseck spielt bei Inter Mailand in der italienischen Liga und in der Champions League eine richtig gute Rolle und bringt eigentlich genau das mit, was man in der Innenverteidigung braucht. Trotzdem hat er es nicht in den WM-Kader geschafft. Die Konkurrenz in der deutschen Zentrale ist mit Spielern wie Antonio Rüdiger oder Jonathan Tah aktuell einfach extrem groß.
#4 Robin Koch (Eintracht Frankfurt)
Als absoluter Leistungsträger bei Eintracht Frankfurt hat Koch eine sehr gute Bundesliga-Saison hinter sich. Er gilt als absolut verlässlicher Defensivallrounder. Lange Zeit sah es so aus, als wäre er genau wegen seiner unkomplizierten Art ein sicherer Kandidat für den erweiterten Kader.
In den letzten Gesprächen des Trainerteams kurz vor der Nominierung ist er dann aber leider doch noch durchs Raster gefallen, weil Nagelsmann taktisch andere Prioritäten gesetzt hat.
#5 Josha Vagnoman (VfB Stuttgart)
Auf der rechten Abwehrseite hinter Joshua Kimmich war das Rennen um den Backup-Platz eigentlich bis zum Schluss offen. Vagnoman war bei den Länderspielen im März noch fest im Team integriert und hatte gute Chancen auf das WM-Ticket. In den entscheidenden Wochen vor dem Turnier machten ihm jedoch wieder kleinere Verletzungen zu schaffen, wodurch er im Verein nicht mehr regelmäßig spielen konnte.
#6 Mittelfeld: Robert Andrich (Bayer Leverkusen)
Dass Robert Andrich nicht im Kader steht, kommt für die meisten ziemlich überraschend. Bei der Europameisterschaft war er im defensiven Mittelfeld noch absolut gesetzt und hat der Mannschaft viel Stabilität gegeben. Julian Nagelsmann hat sich dieses Mal jedoch für eine etwas andere Ausrichtung entschieden und setzt auf seiner Position eher auf Akteure wie Angelo Stiller oder Aleksandar Pavlović.
#7 Serge Gnabry (FC Bayern München)
Bei Gnabry ist es wieder einmal die eigene Gesundheit, die ihm einen Strich durch die Rechnung macht. Nach einer ohnehin komplizierten Saison mit mehreren Rückschlägen verpasst der Offensivspieler des FC Bayern das Turnier wegen einer Verletzung, die er sich im Saisonendspurt zugezogen hat. In Topform wäre er mit Sicherheit eine wichtige Option für die Nationalmannschaft gewesen.
#8 Chris Führich (VfB Stuttgart)
In den vergangenen Jahren war er als Einwechselspieler wegen seiner Dribbelstärke im Eins-gegen-Eins noch regelmäßig fest eingeplant, doch Anfang 2026 hat er im Verein leider etwas an Konstanz verloren. Da der Bundestrainer auf den Außenbahnen letztlich andere Spielertypen bevorzugt und die Plätze im WM-Aufgebot stark begrenzt sind, hat es für den Stuttgarter am Ende ganz knapp nicht gereicht, sodass er das Turnier nur aus der Ferne verfolgen kann.
#9 Sturm: Saïd El Mala (1. FC Köln)
Nach einer herausragenden Bundesliga-Saison für den FC Köln galt das junge Offensivtalent in den Medien bereits als der große Überraschungskandidat für das Turnier. Viele Expert*innen hatten damit gerechnet, dass Nagelsmann den Offensivspieler mitnimmt.
Am Ende entschied sich der Bundestrainer kurz vor der Bekanntgabe aber doch gegen ihn. Ausschlaggebend war anscheinend die Befürchtung, dass es ihm defensiv noch etwas an der nötigen taktischen Reife fehlen würde.
#10 Karim Adeyemi (Borussia Dortmund)
Trotz einiger starker Phasen in der Champions League für Borussia Dortmund reichte es für Karim Adeyemi am Ende leider nicht. Nagelsmann fordert von seinen Flügelspielern eine sehr hohe Defensivdisziplin und vor allem Konstanz über die gesamte Spielzeit hinweg. Da Adeyemi diese Kriterien in der abgelaufenen Saison nicht immer fehlerfrei nachweisen konnte, blieb er bei der Nominierung außen vor.
#11 Niclas Füllkrug (AC Mailand)
Er ist der wohl für viele besonders hart, diese Nachricht zu hören. Füllkrug hatte kurz nach seinem Wechsel zu AC Mailand mit einer Verletzung zu kämpfen und verlor dadurch im entscheidenden Saisonendspurt komplett seinen Rhythmus. Da er körperlich einfach nicht bei einhundert Prozent ist, verzichtete der Bundestrainer dann auf ihn.
