WM 2026: Kaderplanung, Termine, Debatten – Alles zum deutschen Start in den USA
WM 2026: Wer schafft es in Nagelsmanns DFB-Kader? Alle Termine, News zur USA-Reise und Hintergründe zu den Debatten um Undav & Co.
Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko rückt immer näher und die Vorbereitungen beim DFB biegen auf die Zielgerade ein. Das musst du über Kaderplanung, Termine und Co. für die WM 2026 wissen.
Die Kaderplanung für die WM 2026
Die Defensive:
Im Tor ist die Entscheidung gefallen. Oliver Baumann fährt als Nummer eins zur WM. Nagelsmann betonte gegenüber dem DFB am 29.03.2026: „Es ist kein Casting auf der Torwartposition, sondern eine Belohnung für die gute Leistung über einen langen Zeitraum.“ Alexander Nübel ist die Nummer zwei, während die Chancen für den verletzten Marc-André ter Stegen laut Bundestrainer „sehr, sehr, sehr gering“ stehen. In der Viererkette sind Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und David Raum gesetzt. Als Gewinner der März-Tests gilt Nathaniel Brown, während für Josha Vagnoman das WM-Aus droht.
Mittelfeld & Offensive:
Im Zentrum überzeugt Angelo Stiller aufgrund der Verletzungssorgen um Felix Nmecha. Nagelsmann warnte bei Letzterem: „Es besteht zweifelsfrei die Gefahr, dass er die WM nicht spielen kann.“ Während Florian Wirtz weiterhin als Fixpunkt gilt, muss Jamal Musiala erst fit werden, da er laut Coach „bei 100 Prozent sein“ müsse. Überraschen könnte Youngster Lennart Karl, während Routiniers wie Niclas Füllkrug oder Robert Andrich derzeit kaum eine Rolle spielen sollen.
Deniz Undav nur als Joker? Warum Nagelsmann trotz Tor an seinem Plan festhält
Die Joker-Falle: Warum Nagelsmann und Undav aneinander vorbeireden
Eigentlich müsste die Stimmung beim DFB nach den Siegen gegen die Schweiz und Ghana bestens sein. Doch stattdessen dominiert ein Thema alles: Der Konflikt zwischen Julian Nagelsmann und Deniz Undav. Undav hat gegen Ghana kurz vor Schluss das entscheidende Tor gemacht und damit sportlich eigentlich alles geliefert, was man von einem Stürmer erwartet. Doch statt Lob gab es vom Bundestrainer eine deutliche Ansage.
Das Problem ist, dass beide Seiten eine völlig andere Logik verfolgen. Für Undav ist die Sache klar: Wer die Tore schießt, gehört in die Startelf. Er hoffte nach dem Spiel offen darauf, dass seine Treffer seine Rolle im Team verändern könnten. Aber Nagelsmann bügelte das sofort ab. Er legte sich im Fernsehinterview nach dem Spiel fest, dass eine Startelf-Chance für die WM „eher unwahrscheinlich“ sei, weil er die Rollen im Kader bereits vor Monaten fest definiert hat.
Nagelsmanns Begründung nach dem Ghana-Tor war dabei besonders brisant: „Das Tor macht er gut. Ich weiß aber nicht, ob er diesen Schritt macht, wenn er vorher 70 Minuten marschiert“, erklärt er. Im Kern sagt der Bundestrainer seinem treffsichersten Stürmer damit ins Gesicht, dass er nicht die nötige Intensität für ein ganzes Spiel mitbringt.
Genau hier schnappt die Falle für Undav zu: Je besser er als Einwechselspieler funktioniert, desto mehr sieht sich Nagelsmann in seinem Plan bestätigt, ihn auf der Bank zu lassen. „Siehst du, als Joker ist er perfekt“, lautet die Kalkulation des Trainers. Doch für Undav ist das extrem frustrierend. Trotz der besten Quote aller deutschen Stürmer steckt er in einer Schublade fest, aus der er kaum noch herauskommt.
„Was denkt er sich dabei?“ – Harte Kritik von Stefan Effenberg, Lothar Matthäus und Social Media
Diese Haltung von Julian Nagelsmann sorgt bei den Experten für massives Unverständnis. Stefan Effenberg ließ in einer Kolumne bei der t-online kein gutes Haar an der Entscheidung des Bundestrainers. Er bezeichnete Nagelsmanns Aussagen als „Fehler“ und fragte provokant: „Was denkt er sich dabei?“ Für Effenberg ist es schlicht unbegreiflich, den nach Harry Kane treffsichersten Stürmer der Bundesliga öffentlich so klein zu halten.
Auch Lothar Matthäus schlug in seiner Kolumne bei Sky am 31.03.2026 eine ähnliche Kerbe und warnte den Coach eindringlich. Er sieht in Nagelsmanns Kommunikation ein „gefährliches Spiel“, das zum „Bumerang“ werden könnte, falls der Bundestrainer bei der WM wegen Verletzungen plötzlich doch auf einen frustrierten Undav angewiesen ist: „Wenn Spieler schon im Vorfeld wissen, dass sie kaum Startelfchancen haben, außer wenn sich jemand verletzt – dann ist das schwierig.“ Besonders kritisch sehen beide Experten, dass Nagelsmann sein eigenes Leistungsprinzip untergräbt: Während ein formstarker Kicker wie Undav auf der Bank schmort, hält der Trainer an Wackelkandidaten wie Leroy Sané oder Leon Goretzka fest, die im Verein seit Wochen ihrer Form hinterherlaufen: „Wie bei Undav auch nämlich ignoriert Nagelsmann bei Sané das von ihm doch so eindringlich betonte Leistungsprinzip und hält in einer nicht nachvollziehbaren Treue am Angreifer von Galatasaray fest. Obwohl dessen Leistungen für den Istanbuler Club in der laufenden Saison übersichtlich sind.“
Diese Diskrepanz kommt auch bei den Fans überhaupt nicht gut an. In den sozialen Netzwerken braut sich quasi ein echter Sturm zusammen. Unter Nagelsmanns eigenen Posts finden sich tausende Kommentare und Undav-Gifs, die ein Umdenken fordern. Aussagen wie „Undav rein, Julian raus!“ zeigen deutlich, dass die Stimmung zu kippen droht. Für Nagelsmann wird die Personalie Undav damit zur echten Zerreißprobe.
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