WM 2026: Kaderplanung, Termine, Debatten – Alles zum deutschen Start in den USA
WM 2026: Wer schafft es in Nagelsmanns DFB-Kader? Alle Termine, News zur USA-Reise und Hintergründe zu den Debatten um Undav & Co.
Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ist in vollem Gange Das musst du über die Geschehnisse auf und neben dem Platz für die WM 2026 wissen. Wie schlägt sich die DFB-Elf?
Paukenschlag beim DFB: Julian Nagelsmann tritt als Bundestrainer zurück
Julian Nagelsmann zieht die Reißleine: Nach dem bitteren Sechzehntelfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft gegen Paraguay wird er als Bundestrainer zurücktreten. Direkt nach dem Spiel hatte Nagelsmann einen Rücktritt noch vehement ausgeschlossen und betont, er sei keiner, der wegläufe. Nach einem geheimen Krisengipfel in der Frankfurter DFB-Zentrale folgte nun jedoch die Kehrtwende.
Bei dem dreistündigen Treffen am Donnerstag hörten sich die DFB-Bosse um Präsident Bernd Neuendorf, Hans-Joachim Watzke, Rudi Völler und Andreas Rettig Nagelsmanns Analyse zum WM-Scheitern an. Seine Argumente konnten die Chef-Etage jedoch nicht überzeugen. Das Gremium legte dem Coach daraufhin unmissverständlich einen freiwilligen Rückzug nahe.
Nagelsmann nimmt diese „goldene Brücke“ nun an und macht den Weg für einen Neuanfang frei. Ganz leer geht er dabei nicht aus: Als Trostpflaster für das vorzeitige Vertragsende erhält er laut Berichten eine Abfindung von rund sieben Millionen Euro.
Toni Kroos spricht nach WM-Aus Klartext: „Haben aktuell keinen einzigen Weltklasse-Spieler“
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der WM 2026 bereits im Sechzehntelfinale gescheitert – darauf meldeten sich einige prominente Kicker zu Wort, allen voran Weltmeister Toni Kroos und Michael Ballack. In der Sendung „Kroos & Kroos: die WM unter der Lupe“ stellen die Ex-Nationalspieler die vernichtende Diagnose: „Wir haben aktuell keinen einzigen Weltklasse-Spieler.“ Außerdem ergänzt Kroos „Wir haben Spieler mit Weltklasse-Potential, das heißt aber noch lange nicht, dass sie Weltklasse sind. Die Weltklasse-Spieler entscheiden gerade die ganzen WM-Spiele. Und die stehen da in der Torschützenliste, wo die Weltklasse-Spieler eben stehen. Da haben wir keinen einzigen, da müssen wir auch ehrlich sein.“
Ballack hingegen vermisst Grundsätzliches. „Unsere Tugenden, die Deutschland immer ausgezeichnet haben, sind ein bisschen verloren gegangen“, klagte der einstige DFB-Kapitän. Zu seiner Zeit habe er bei den erfolgreichen Turnieren „immer das Gefühl“ gehabt, „du kannst einen Gang hochschalten“. Dazu sei die Mannschaft aktuell „nicht mehr in der Lage“. Warum das so sei? Aus Unsicherheit oder Selbstüberschätzung, glaubt Kroos. „Wir glauben, dass wir besser sind als Paraguay – wir werden schon irgendwie gewinnen.“
Abrechnung nach WM-Aus: Warum Mats Hummels noch ein Hühnchen mit Nagelsmann zu rupfen hat
Nach dem bitteren WM-Aus der Nationalmannschaft fordert Mats Hummels Anfang Juli 2026 einen neuen Bundestrainer. Dass da auch eine gehörige Portion persönlicher Frust mitspielt, gab der 37-Jährige jetzt ganz offen im TV-Talk mit Laura Wontorra zu. Er knabbert immer noch an seiner Ausbootung vor der Heim-EM: „Ich bin natürlich von der Geschichte um die Heim-EM 2024 beeinflusst. Da ist nicht alles sehr fair und ehrlich mit mir gelaufen“, schoss Hummels gegen Julian Nagelsmann.
Der Bundestrainer hatte das damals mit Hummels' Rolle als potenzieller Bankdrücker begründet: „Am Ende muss ich als Cheftrainer aber eine Entscheidung treffen im Sinne der Mannschaft. Dass jeder Spieler seinen Charakter, seine Wesenszüge hat.“
Ausgesprochen haben sich die beiden bis heute nicht. Hummels stellte klar: „Das müssen wir irgendwann nochmal in einem privaten Gespräch aufräumen. Das ist bisher nicht passiert.“ Zwar weiß er, dass er nach dem Aus gegen Paraguay nicht ganz unbefangen urteilt: „Deswegen bin ich logischerweise emotional in eine Richtung gedrängt.“ Trotzdem bleibt sein Urteil knallhart: „Jetzt gerade, wenn man die Faktenlage so sieht, würde ich sagen: Es muss sich auf der Trainerposition etwas ändern.“
Nächstes WM-Debakel im Elfer-Drama: Paraguay kickt Deutschland aus dem Turnier
Nach den Vorrunden-Pleiten 2018 und 2022 erlebte die deutsche Nationalmannschaft 2026 das nächste bittere WM-Fiasko. Im Sechzehntelfinale – dem ersten K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft seit dem Finalsieg 2014 – schied das DFB-Team mit 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay aus. Nach 90 und 120 Minuten hatte es in Boston 1:1 gestanden. Zwar rettete Kai Havertz die Mannschaft in der 54. Minute mit dem Ausgleichstreffer in die Verlängerung und ein VAR-Fehler bei einem nicht gegebenen Tor von Jonathan Tah schwächte Deutschland zusätzlich, doch im entscheidenden Ausschießen versagten den deutschen Schützen die Nerven. Insgesamt drei Elfmeter wurden vergeben. Bitterer Nebeneffekt der Partie: Torwart-Ikone Manuel Neuer erklärte nach dem Aus offiziell seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft.
Bundestrainer Julian Nagelsmann: Wie geht es für ihn weiter?
Nach dem frühen WM-Aus steht Bundestrainer Julian Nagelsmann unmittelbar in der Kritik. Er gab sich nach dem Spiel in den Interviews ruhig und leicht gereizt, schloss einen persönlichen Rücktritt jedoch vehement aus: „Ich bin auf jeden Fall keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen.“ Obwohl sein Vertrag beim DFB noch bis zur Europameisterschaft 2028 läuft, weiß Nagelsmann um die Mechanismen des Geschäfts: „Ich habe Vertrag und ich stehe auch zur Verfügung. Wenn der DFB das möchte, mache ich die EM 2028. Wenn nicht, müssen sie es mir sagen.“ Die Entscheidung liege nun bei den Verantwortlichen. Die Debatte um seine Nachfolge wurde bereits während des Turniers befeuert; TV-Experte Jürgen Klopp wich den Gerüchten um seine Person bei MagentaTV jedoch aus.
DFB-Elf patzt gegen Ecuador: Erste WM-Pleite bleibt ohne Folgen
Die deutsche Nationalmannschaft hat im letzten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft einen Dämpfer kassiert. Gegen ein mutiges Ecuador verlor das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit 1:2. Da der Gruppensieg und der Einzug in die K.-o.-Runde bereits vor dem Anpfiff feststanden, bleibt die Niederlage sportlich zwar ohne Folgen, der fahrige und unkonzentrierte Auftritt der Stammelf wirft jedoch Fragen auf.
Den frühen Führungstreffer durch den zuletzt kritisierten Leroy Sané (2.) glich Ecuador nach einem Patzer im Mittelfeld nur sieben Minuten später durch Nilson Angulo aus. Für DFB-Keeper Manuel Neuer setzte sich eine bittere Serie fort: Auch im dritten Turnierspiel schlug der allererste Torschuss auf sein Tor direkt ein. Am Ende besiegelte ein Patzer des Kapitäns die Pleite, als Neuer in der 78. Minute an einer Ecke vorbeigriff und Gonzalo Plata zum 1:2-Endstand vollstreckte. Ein Aufreger blieb die Entstehung des deutschen Tores, das wegen eines klaren Kopf-Treffers durch Pavlovic an Ecuadors Vite laut Schiri-Experte Manuel Gräfe „ein Witz“ war und nicht hätte zählen dürfen.
Am Rande der Partie kam es zu einer netten Geste: CDU-Außenpolitiker Peter Beyer gratulierte Ecuadors Präsident Daniel Noboa zum Sieg. Dieser reagierte mit Blick auf seine eigene Schulzeit charmant: „Deutschland wird immer in meinem Herzen sein.“
Ersatz steht fest: Didier Deschamps wird zurück nach Frankreich reisen
Der Trainer der französischen Nationalmannschaft hat die Weltmeisterschaft vorübergehend verlassen, Grund dafür ist ein Trauerfall in der eigenen Familie, wie der französische Fußballverband mitteilt: „Der Nationaltrainer musste heute Morgen den schmerzlichen Tod seiner Mutter verkraften. Er wird nach Frankreich zurückkehren, um an der Beerdigung teilzunehmen.“
Sein Assistent Guy Stéphan wird ihn vertreten. Am Freitag den 26. Juni steht Frankreich sein letzten Gruppenspiel gegen Norwegen bevor, dort wird Co-Trainer Guy Stéphan die Leitung des Teams übernehmen. Wann genau Deschamps zurückkehrt, ist bisher nicht bekannt.
Kurzfristige Regeländerung: FIFA plant WM-Revolution beim Elfmeterschießen
Mitten in der laufenden Weltmeisterschaft plant die FIFA offenbar eine überraschende und kurzfristige Regeländerung für das Elfmeterschießen. Wie verschiedene Medien berichten, soll das Prozedere vor dem Showdown vom Punkt drastisch verkürzt werden, indem der Schiedsrichter vorab nur noch einen statt der bisher üblichen zwei Münzwürfe durchführt. Der Weltverband erhofft sich die Verabschiedung der neuen Regel durch das zuständige International Football Association Board (IFAB) noch vor dem Start der K.-o.-Runde am kommenden Sonntag.
Nach dem aktuellen System bestimmt der Referee per Münze erst, auf welches Tor geschossen wird, und entscheidet mit einem zweiten Wurf, wer den ersten Elfmeter ausführen darf. Sollten die Regelhüter dem FIFA-Vorstoß zustimmen, gibt es künftig nur noch einen einzigen Münzwurf. Das Team, zu dessen Gunsten dieser ausfällt, darf sich dann aussuchen, ob es lieber den ersten Schuss abgeben oder das Tor wählen möchte.
Hintergrund der geplanten Reform ist die Kritik an einer potenziellen Wettbewerbsverzerrung durch zu viel Münzglück. Erst im Champions-League-Finale hatte Paris Saint-Germain beide Münzwürfe gewonnen und sich so einen doppelten psychologischen Vorteil gegenüber dem FC Arsenal gesichert. Das soll bei der WM nun der Vergangenheit angehören.
Lionel Messi bricht den WM-Rekord von Miroslav Klose
Fußball-Geschichte in Dallas: Superstar Lionel Messi hat sich beim 2:0-Sieg von Weltmeister Argentinien gegen Österreich zum alleinigen WM-Rekordtorschützen gekrönt. Mit einem spektakulären Doppelpack schraubte der achtmalige Weltfußballer sein persönliches Konto auf insgesamt 18 WM-Treffer und stürzte damit den bisherigen Rekordhalter Miroslav Klose vom Thron.
Bereits im Auftaktspiel gegen Algerien (3:0) hatte Messi mit einem Dreierpack die deutsche Stürmer-Legende (16 Tore) ausgeglichen. In der 38. Minute des Österreich-Spiels war es dann so weit: Nach einem zunächst verschossenen Elfmeter in der Anfangsphase erlöste Messi sein Team mit dem Führungstreffer zum 1:0 und zog endgültig an Klose vorbei. In der Nachspielzeit (90.+5) legte er mit Tor Nummer 18 nach.
Der entthronte Rekordhalter Miroslav Klose zeigte sich als fairer Sportsmann und gratulierte umgehend via Süddeutsche Zeitung:
„Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!“
Messi selbst, der nun turnierübergreifend im sechsten WM-Spiel in Folge traf, zeigte sich nach dem Abpfiff überwältigt: „Ich bin sehr froh, dass ich das alles erreicht habe. Es ist wunderbar gelaufen, ich genieße einfach den Moment.“
WM-Aus für Nico Schlotterbeck
Der jüngste 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste wird für die deutsche Nationalmannschaft von einer ganz bitteren Nachricht überschattet. Seit Vormittag (22.06.2026) steht fest: Für Nico Schlotterbeck ist die Weltmeisterschaft in den USA vorbei. Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung im zweiten Gruppenspiel herrscht nun traurige Gewissheit. Wie der DFB bestätigte, hat sich der 26-Jährige einen schweren Bänderriss im linken Sprunggelenk zugezogen und wird „mehrere Monate ausfallen“. Ein kleiner Trost: Er soll „vorerst bei der Mannschaft in den USA bleiben“.
Bundestrainer Julian Nagelsmann ahnte schon direkt nach dem Abpfiff in Toronto Böses. Im ARD-Interview sagte er sichtlich geknickt: Der Innenverteidiger habe „irgendwas am Innenband, er muss morgen ins MRT. Es sieht auf jeden Fall nicht ganz so gut aus – leider.“ Diese Befürchtung hat sich bewahrheitet.
Schlotterbeck hatte nach einem harten Zweikampf mit Amad Diallo über Schmerzen geklagt und musste zur Pause in der Kabine bleiben. Seinen Platz in der Startelf übernimmt nun wohl Antonio Rüdiger. Der Real-Madrid-Profi hatte sich eigentlich auf die Joker-Rolle eingestellt, muss nun aber sofort liefern. Thomas Müller erklärte bei Magenta TV:„Diese Qualität können wir nicht eins zu eins ersetzen.“
„Ich trage es mit Stolz“: Julian Nagelsmann trägt besonderes T-Shirt
Vielen Fans der deutschen Nationalmannschaft dürfte das modische Statement von Julian Nagelsmann in den ersten Spielen der Vorrunde nicht entgangen sein. Der Bundestrainer stand streckenweise mit einem schlichten, schwarzen T-Shirt an der Seitenlinie. Doch das Oberteil ist alles andere als gewöhnlich, denn auf dem Rücken sind die Namen ausgewählter Fans verewigt – eine Aktion, die dem Coach sichtlich am Herzen liegt. „Ich finde es eine schöne Sache“, sagte Nagelsmann bei MagentaTV, den Fans gebe es „ein bisschen das Feeling, nah am Spiel mit dran zu sein – auch wenn es nur verschriftlicht auf meinem Rücken ist. Ich trage es mit Stolz und hoffe, dass die Menschen, die da drauf stehen, sich darüber freuen.“
Dieses Konzept ist beim DFB nicht völlig neu; bereits bei der Gestaltung des Mannschaftsbusses griff man auf eine ähnliche Idee zurück. „Da hatten Fans die Möglichkeit, sich zu bewerben, dass ihr Name da erscheint, dass sie uns sinnbildlich den Rücken stärken“, erklärte Nagelsmann: „Bei mir ist es dann wirklich der Rücken, beim Bus ist es die Seitenverkleidung.“
„Mangelndes Fairplay“: Trainer der Elfenbeinküste schießt gegen Deutschland
Die deutsche Nationalmannschaft reitet bei der WM weiter auf der Erfolgswelle: Nach dem gelungenen Auftakt gegen Curaçao legte die deutsche Mannschaft nach und erzwang gegen die Elfenbeinküste in einer packenden Schlussphase ein spätes 2:1. Damit steht das Team bereits vor dem letzten Spieltag als Spitzenreiter der Gruppe E fest. Der anfängliche deutsche Jubel verflog schnell, als Nagelsmann an der Seitenlinie mit Faé aneinandergeriet. Der ivorische Coach ärgerte sich über mangelndes Fairplay in der 80. Minute: Nach einer echten Verletzung von Wilfried Singo, der den Ball extra ins Aus geschlagen hatte, gab Deutschland das Leder nach dem Einwurf nicht wieder her.
Auf der Pressekonferenz reagierte Faé enttäuscht: „Wir hätten uns mehr Fairplay von Deutschland gewünscht. Wir hätten uns gewünscht, dass sie uns den Ball zurückgegeben hätten, als Singo sich verletzt hat“, sagte Faé nach dem Spiel. „Deutschland ist eine tolle Fußballnation, und wir nehmen uns in mehrerer Hinsicht ein Beispiel an ihnen, aber von ihrem mangelnden Fairplay war ich enttäuscht.“ Zu allem Überfluss geriet auch noch Nathaniel Brown in den Fokus des ivorischen Trainers. Der Youngster hatte sich wohl einige provokante Worte in Richtung der gegnerischen Auswechselbank erlaubt. „Ich habe ihm gesagt, dass er bescheiden bleiben soll“, erklärte der ivorische Trainer. „Er hat ein großartiges Spiel gemacht, und er muss uns nicht schlecht reden, nur weil er zurückliegt oder es 1:1 steht, weil er gewinnen will.“
Die verschiedenen Patches bei der WM 2026: Was steckt hinter den neuen Ärmel-Aufnähern?
Wer bei der WM 2026 genau hinsieht, bemerkt auf den rechten Ärmeln der Spieler eine Flut neuer Aufnäher (Patches). Was wie reine Deko wirkt, ist eine Design-Revolution der FIFA, die besondere Meilensteine direkt auf dem Platz sichtbar machen soll.
Während alle Teams den normalen WM-Aufnäher tragen, dürfen sieben Ex-Weltmeister (darunter Deutschland) diesen in Gold präsentieren. Richtig exklusiv sind jedoch die kleineren Zusatz-Patches darunter, aufgeteilt in fünf Kategorien:
- WM-Debütanten: Für Spieler beim ersten WM-Einsatz (wie Deniz Undav).
- Goldener Schuh: Nur für Ex-Torschützenkönige (Mbappé, Kane, James).
- Goldener Handschuh: Für einstige Top-Keeper (Neuer, Martínez, Courtois).
- Goldener Ball: Für den besten Spieler eines Turniers (nur Messi und Modrić).
- „Legacy“: Für Legenden mit fünf oder mehr WM-Teilnahmen (u. a. Cristiano Ronaldo).
Hinter der Aktion steckt ein Geschäftsmodell mit dem Sammelkartenriesen Topps: Nach dem Abpfiff werden die Patches von den Trikots getrennt, von den Stars signiert und in extrem seltene Sammlerkarten eingearbeitet. Im Handel gibt es die Patch-Trikots nicht zu kaufen. Sammler*innen müssen sich zudem gedulden: Da die FIFA-Kooperation wegen alter Verträge erst 2031 startet, erhalten Finder in den Topps-Päckchen vorerst nur Platzhalterkarten.
„Bin mir gar nicht sicher...“: Bastian Schweinsteiger frotzelt live gegen Esther Sedlaczek
Dass sich Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger vor der Kamera gerne mal die Bälle zuspielen, ist längst kein Geheimnis mehr. Auch vor dem deutschen WM-Auftaktspiel gegen Curaçao kam es erneut zu einem amüsanten Schlagabtausch zwischen der Moderatorin und dem Experten. Der Auslöser: Als Manuel Neuer zum Aufwärmen den Rasen betrat, war Schweinsteiger kurz abgelenkt. „Er hat den Blickkontakt zu Neuer gesucht“, stichelte Sedlaczek prompt in Richtung der Zuschauer*innen. Der Ex-Nationalspieler reagierte mit gespieltem Entsetzen: „Ja, Entschuldigung! Wenn ein Kumpel rauskommt, den man nicht jeden Tag sieht, sagt man doch Hallo.“ Sedlaczek daraufhin: „Ich wollte es doch nur den Zuschauern mitteilen.“
Das ließ der TV-Experte nicht unkommentiert und legte mit einem Augenzwinkern nach: „Wenn wir uns mal irgendwann ein halbes Jahr nicht sehen, würde ich vielleicht auch Hallo sagen.“ Doch er setzte direkt noch einen drauf, bevor die Moderatorin kontern konnte: „Aber jetzt bin ich mir gar nicht so sicher…“ Sedlaczek gab sich daraufhin herrlich pikiert: „Entschuldigung?“
„Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können“: Jürgen Klopp entschuldigt sich bei Nagelsmann
Die DFB-Elf feierte am 14. Juni mit einem 7:1 gegen Curaçao in Houston einen gelungenen Start in die Weltmeisterschaft. Nach dem Spiel nutzte TV-Experte Jürgen Klopp die Analyse mit Bundestrainer Julian Nagelsmann jedoch für eine überraschende, öffentliche Entschuldigung. Grund für die Reue war eine Aussage Klopps aus dem Vorbericht des Eröffnungsspiels, die im Netz für heftige Diskussionen gesorgt hatte. Er hatte scherzhaft gestichelt: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch.“ Weil dann auch Thomas Müller gefordert hatte, mit Undav statt Musiala zu starten, konterte zunächst DFB-Sportdirektor Rudi Völler noch vor dem Anpfiff des Deutschlandspiels dünnhäutig: „Ihr seid ja mehr für die Komik zuständig. Thomas, du könntest einen kleinen Trainerschein machen, um ein wenig mehr zu verstehen.“ Zudem schlug Völler vor: „Vielleicht haben wir ja auch die Gelegenheit, dass wir uns noch mal zusammensetzen und mal etwas Grundsätzliches besprechen. Tut ganz gut, glaube ich.“
Nach dem Spiel suchte Klopp von sich aus die spürbare Schadensbegrenzung und entschuldigte sich bei Julian Nagelsmann: „Ich muss noch eine Sache ... Die Zeit müssen wir noch haben. Wir sind auch informell Teil des Teams, wir sind absolut auf eurer Seite.“ Der Ex-BVB-Trainer ging danach gewohnt humorvoll mit sich selbst ins Gericht: „Das Unwort meines Jahres habe ich bereits gefunden: ‚Noch‘. Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber da war es schon zu spät und ich war im Fernsehen. Ist so flapsig rausgerutscht und hat gar keine Relevanz. Was ich festgestellt habe, ist: Ich werde übermorgen 59 und bin immer noch dämlich.“ Abschließend stellte er die bedingungslose Unterstützung für das DFB-Team klar: „Wir sind komplett auf eurer Seite, was auch immer ihr damit macht. Nichts davon kommt, was den Ablauf hier stören soll.“
Liste von Gericht veröffentlicht: Englands Fußball-Stars wurden skurrile Gegenstände geklaut
Vor der WM gab es bei der englischen Nationalmannschaft beim Transport von Ausrüstung zum Teamquartier in Kansas City einen kuriosen Diebstahl. Die von der BBC veröffentlichten Gerichtsakten zeigen, dass sich darunter weit mehr als nur Fußballmaterial befand. Neben Schuhen, Torwarthandschuhen, Trainingskleidung und einem WM-Ball wurden den Three Lions auch zwei Stofflöwen gestohlen. Ebenfalls auf der Liste stehen ein JBL-Lautsprecher sowie mehrere Steckdosenleisten. Für die größte Überraschung sorgt jedoch der letzte Eintrag: Die Diebe nahmen sogar ein Lego-Set eines Nike-Air-Schuhs mit. Den Großteil des Schadens machen allerdings drei signierte Trikots aus. Ein rotes sowie zwei weiße Shirts werden in den Gerichtsakten mit einem Gesamtwert von 13.000 Euro aufgeführt. Inzwischen soll ein Großteil des Diebesguts wieder sichergestellt worden sein. Zwei Männer wurden im Zusammenhang mit dem Vorfall angeklagt. Für die Vorbereitung auf die WM spielte dieser Diebstahl laut Verband kaum eine Rolle.
Deshalb tragen fast alle WM-Stars pinke Schuhe
Bei der WM fällt deutlich auf: Viele Spieler tragen pinke Schuhe, das ist jedoch nicht einfach ein Trend. Hinter der auffälligen Farbwahl stehen die großen Ausrüster. Die Hersteller haben im Vorfeld des Turniers neue Kollektionen veröffentlicht und ihre Modelle bereits in Trainings und Testspielen präsentiert. Dabei setzen sie gezielt auf kräftige Farben – besonders auf Pink. Der Wiedererkennungswert spielt hier eine wichtige Rolle, denn auf dem grünen Rasen fallen grelle Farbtöne besonderes auf. Rund um die WM bringen die Hersteller regelmäßig neue Schuhversionen auf den Markt. An der Technik der Schuhe ändert sich dabei nichts, angepasst wird lediglich das Design. Zu den derzeit besonders auffälligen Modellen gehören das überwiegend pinke „Showtime Pack“ von Puma, das „Road to Glory“-Design von Adidas sowie neue Nike-Versionen der Mercurial- und Tiempo-Reihe.
Fifa verbietet kurzfristig WM-Trikot von Haiti
Kurz vor dem WM-Auftakt in Nordamerika sorgt die FIFA für Wirbel: Der Weltverband hat eine Illustration auf dem Trikot von Außenseiter Haiti verboten. Die Grafik zeigt eine Szene der historischen Schlacht von Vertières (1803), die Haitis Unabhängigkeit sicherte. Da die FIFA-Statuten politische oder persönliche Botschaften auf der Kleidung untersagen, ist das Design beim Turnier tabu. Ausrüster Saeta betonte zwar, die Grafik sei kein Polit-Statement, sondern eine Hommage an die Menschen Haitis, muss das Trikot aber hastig anpassen. Für den Inselstaat ist es die erste WM-Teilnahme seit 1974.
WM-Aus für DFB-Shootingstar: Lennart Karl erleidet Muskelbündelriss, Ouédraogo kommt nach
Schock für die deutsche Nationalmannschaft kurz vor dem Turnierstart in den USA: Offensiv-Juwel Lennart Karl fällt für die Weltmeisterschaft aus. Der Kicker vom FC Bayern München hat sich am 06.06. im Training in Chicago bei einer unglücklichen Bewegung einen Muskelbündelriss in den Adduktoren zugezogen. Der Traum vom großen Turnier ist damit für den Youngster vorzeitig geplatzt.
Noch auf dem Platz flossen bei Karl die Tränen, als er die Schwere der Verletzung erahnte. Vizekapitän Antonio Rüdiger nahm sich des sichtlich geknickten Offensivspielers an und begleitete ihn in die Kabine. Nach einer umgehenden Untersuchung im Krankenhaus trat Karl bereits die Heimreise an und landete schon ein paar Tage später in München. Innerhalb des DFB-Teams löste das bittere Aus große Bestürzung aus. Bundestrainer Julian Nagelsmann betonte, dass man den torgefährlichen Youngster extrem gerne im Kader gehabt hätte. Auch auf Instagram meldete der Kicker sich mit seiner Enttäuschung zu Wort. Er schrieb: „Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll, aber es tut einfach unbeschreiblich weh, das größte Turnier verpassen zu müssen. Habe alles dafür getan um fit für die WM zu sein.“
Für den verletzten Karl rückt Assan Ouédraogo nach. Der Profi von RB Leipzig feierte im vergangenen November ein starkes Debüt gegen die Slowakei (6:0), wurde danach jedoch von Knieverletzungen ausgebremst und gab erst im April sein Comeback. Nagelsmann zeigt sich dennoch optimistisch über den Neuzugang: Ouédraogo sei ebenfalls hoch talentiert und solle im Turnier nun mutig und unbeschwert aufspielen.
Kritik an Sané-Nominierung: Lothar Matthäus fordert Kölner Youngster für die WM
Die Nominierung von Leroy Sané für den deutschen WM-Kader sorgt weiterhin für Zündstoff. Nun hat sich auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus kritisch zu der Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann geäußert und im Gespräch mit RTL/ntv deutliche Worte gefunden.
Aus Sicht des Weltmeisters von 1990 könne Sané seine Berufung durch die sportlichen Leistungen bei Galatasaray Istanbul (7 Tore und 5 Vorlagen in 28 Einsätzen) aktuell nicht rechtfertigen: „Sané performt nicht so, dass er diese Einladung verdient hat.“ Matthäus betonte zwar, grundsätzlich ein Fan des Kickers zu sein, sehe hier jedoch einen Widerspruch in Nagelsmanns eigener Argumentation, laut der aktuelle Form und regelmäßige Einsätze die Hauptkriterien für das Turnier seien.
Stattdessen hätte Matthäus lieber den Youngster Said El Mala vom 1. FC Köln im Aufgebot gesehen, der eine starke Bundesliga-Saison spielte. „Er hat viele Tore und Assists gemacht. Genau so etwas brauchen wir bei einer WM“, so die DFB-Legende über den Kölner Youngster, dessen Tempo und Dynamik er lobte.
Trotz der Kritik blickt er optimistisch auf das Turnier in Nordamerika und traut dem DFB-Team den Sieg zu: „Wir können Weltmeister werden.“ Entscheidend sei dafür allerdings, dass Nagelsmann eine geschlossene Mannschaft finde, die mit Leidenschaft alles für ihr Land gebe.
WM-Kader 2026: Nagelsmann holt Neuer als Nummer 1 zurück – und gibt Kader mit einigen Überraschungen bekannt
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat in der DFB-Zentrale in Frankfurt das offizielle 26-köpfige Aufgebot für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko bekannt gegeben. Die größte Nachricht: Torwart-Ikone Manuel Neuer feiert nach seinem Rücktritt 2024 ein sensationelles Comeback und fährt als gesetzte Nummer eins mit zum Turnier.
Für Oliver Baumann, der lange Zeit als Stammkeeper eingeplant war, ist diese Entscheidung laut Nagelsmann ein „Schlag“. Neben Neuer und Baumann komplettiert Alexander Nübel das Torwart-Trio. Jonas Urbig reist lediglich als Trainingspartner ohne Spielberechtigung mit.
Während der Kölner Said El Mala entgegen jüngster Spekulationen fehlt, steht mit dem Münchner Lennart Karl ein anderer Jungstar im Aufgebot. Ebenfalls etwas überraschend im Kader stehen Leroy Sané (Galatasaray), Nadiem Amiri und Malick Thiaw. Nicht berücksichtigt wurden hingegen Karim Adeyemi, Matthias Ginter und der Dortmunder Emre Can.
Der FC Bayern stellt mit sieben Profis das größte Vereinskontingent, gefolgt von Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart mit jeweils vier Spielern.
Das ist der offizielle Kader für die WM 2026
Tor:
- Manuel Neuer (FC Bayern)
- Oliver Baumann (TSG Hoffenheim)
- Alexander Nübel (VfB Stuttgart)
Abwehr:
- Joshua Kimmich (FC Bayern)
- David Raum (RB Leipzig)
- Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund)
- Antonio Rüdiger (Real Madrid)
- Waldemar Anton (Borussia Dortmund)
- Jonathan Tah (FC Bayern)
- Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt)
- Malik Thiaw (Newcastle United)
Mittelfeld/Angriff:
- Aleksandar Pavlović (FC Bayern)
- Lennart Karl (FC Bayern)
- Florian Wirtz (FC Liverpool)
- Leon Goretzka (FC Bayern)
- Angelo Stiller (VfB Stuttgart)
- Maximilian Beier (Borussia Dortmund)
- Leroy Sané (Galatasaray Istanbul)
- Jamie Leweling (VfB Stuttgart)
- Jamal Musiala (FC Bayern)
- Nadiem Amiri (Mainz)
- Pascal Groß (Dortmund)
- Felix Nmecha (Dortmund)
- Deniz Undav (VfB Stuttgart)
- Kai Havertz (FC Arsenal)
- Nick Woltemade (Newcastle United)
„Die Truppe sieht ganz gut aus“: Thomas Müller bewertet den deutschen WM-Kader
Nach der offiziellen Bekanntgabe des deutschen Kaders hat sich Thomas Müller via Instagram zu Wort gemeldet. In einem Video zog der erfahrene Profi ein durchweg positives Fazit: „Die Truppe sieht ganz gut aus“, erklärte Müller gewohnt gut gelaunt und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Es gab ja auch keine Überraschungen. Weil, wie es bei Nominierungen so ist, sickert eh alles vorher durch.“
Sehr gefreut habe er sich über die Nominierung von Maximilian Beier, der seiner Ansicht nach ein wichtiger Faktor für das Turnier sein wird: „Weil ich das Gefühl hatte, der hat in den letzten Wochen richtig performt. Da geht es nicht immer drum, ob ich ein Tor schieße oder keins, sondern mit welcher Intensität und ob ich immer am Anschlag spiele.“
Auch hob er Nadiem Amiri hervor, den „vielleicht auch nicht jeder auf dem Zettel gehabt“ habe. Die vieldiskutierte Rückkehr von Manuel Neuer hakte Müller schnell ab, da diese ohnehin schon seit einigen Tagen feststand.
Für den Weltmeister von 2014 steht aber der Teamgeist im Vordergrund: „Man kann immer einzelne Personalien diskutieren. Am Ende gewinnen nicht die einzelnen Spieler Spiele, sondern die Truppe, die auf dem Platz steht. Die Jungs müssen zusammenpassen, da sehe ich gute Voraussetzungen.“
DFB-Begeisterung im Netz: Nationalspieler werden mit emotionalen Videos für die WM nominiert
Bei der Verkündung des WM-Kaders bricht der DFB mit alten Traditionen und sorgt auf Instagram für großen Hype. Noch vor der offiziellen Pressekonferenz am 21. März um 13 Uhr werden nach und nach persönliche Nominierungsvideos für die Spieler hochgeladen. Die Clips zeigen Kinderbilder, verraten private Spitznamen und gewähren intime Einblicke durch Interviews mit den Familien und engen Weggefährten.
Sämtliche Videos sind extrem emotional und nahbar gestaltet. So erhält beispielsweise Kai Havertz liebevolle Botschaften von Ehefrau Sophia, seinem Bruder und Bundestrainer Julian Nagelsmann. Auch bei den anderen Spielern kommen die Liebsten mit persönlichen Worten zu Wort. Auch die Fans sind absolut begeistert von dieser kreativen Social-Media-Kampagne: „Gänsehaut bei den Videos! So schön gemacht!“, „Diese Ankündigungen sind einfach weltklasse“ oder „Das ist das Schönste, was ich je gesehen habe“ lauten die Kommentare unter den Videos.
Aus für die Fanmeile: Berlin verzichtet zur WM 2026 auf Public Viewing am Brandenburger Tor
Wer sich auf das gewohnte Public Viewing im Herzen der Hauptstadt gefreut hat, wird enttäuscht: Zur anstehenden WM wird es in Berlin keine Fanmeile am Brandenburger Tor geben. Das stellte das offizielle Portal berlin.de klar und korrigierte damit eine vorherige Fehlinformation. In der aktualisierten Mitteilung heißt es im Mai 2026: „Auf der Straße des 17. Juni wird regelmäßig zur Fußball-EM und Fußball-WM eine Fanmeile zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor eingerichtet. Zur WM 2026 ist jedoch keine Fanmeile geplant.“
Zuvor hatte das Portal fälschlicherweise eine Großveranstaltung mit Leinwänden angekündigt. Laut der Senatsverkehrsverwaltung lag jedoch zu keinem Zeitpunkt ein entsprechender Antrag vor. Behördensprecherin Petra Nelken vermutet hinter dem Verzicht wirtschaftliche Gründe, da die Anstoßzeiten in diesem Sommer sehr spät liegen, wie sie gegenüber dpa erklärt. Auch dem zuständigen Bezirksamt Mitte lagen keine Pläne vor.
Laut Joachim Löw: Das ist die Schwachstelle der deutschen Nationalmannschaft
Im Mai 2026, knapp einen Monat vor dem Start der Weltmeisterschaft zieht der ehemalige Bundestrainer Joachim Löw eine gemischte Bilanz zum aktuellen Zustand der deutschen Nationalmannschaft. Bei Reiner Calmunds Talk-Format „Ein runder Abend“ lobte er zunächst den personellen Umbruch der letzten Jahre. Durch junge Talente wie Florian Wirtz und Jamal Musiala habe das Team nach den Enttäuschungen von 2018 und 2022 entscheidende neue Impulse erhalten. „Das hat uns in den Jahren davor vielleicht ein bisschen gefehlt. Aber wir sind spielerisch wieder ganz klar besser geworden als noch vor drei oder vier Jahren.“
Dennoch sieht er auch Schwachstellen. Es fehle vor allem „Konstanz und Stabilität“, so der Ex-Bundestrainer. Kritischer blickt er vor allem auf Leroy Sané, der zwar über „außergewöhnliche Fähigkeiten“ verfüge, diese aber zu selten konstant abrufe. „Wenn wir das erreichen, sind wir auf jeden Fall konkurrenzfähig“, prophezeit er. Trotz der strukturellen Kritik ist sein sportlicher Optimismus ungebrochen. Auf die Frage nach seinem Endspiel-Tipp legte er sich ohne Zögern fest: Deutschland trifft im Finale auf Brasilien und sichert sich den Titel.
WM-Überraschung: Tipico streamt alle Spiele live
Fußballfans bekommen eine unerwartete zusätzliche Option, die Weltmeisterschaft in Nordamerika live zu verfolgen: Der Wettanbieter Tipico zeigt alle Turnierspiele kostenlos im Livestream und macht damit dem offiziellen Rechteinhaber MagentaTV Konkurrenz.
Ermöglicht wird das Angebot durch eine Partnerschaft der FIFA mit dem Unternehmen Stats Perform, das die Rechte für solche KI-gestützten Streams an Wettanbieter vertreibt. Ganz ohne Bedingungen geht es jedoch nicht, da der Zugriff an eine aktive Nutzung des Wettkontos geknüpft ist. Wie der Anbieter mitteilt, müssen Fans entweder ein Guthaben auf ihrem Konto haben oder innerhalb der letzten 24 Stunden eine Wette platziert haben, um die Spiele sehen zu können.
Neue WM-Regeln: Rote Karte für verdeckte Münder
Die IFAB hat zur kommenden WM drastische neue Regeln beschlossen, um gegen beleidigende Aussagen auf dem Platz vorzugehen. Wer sich künftig bei einer Auseinandersetzung die Hand vor den Mund hält, um zu verschleiern, was er sagt, riskiert einen Platzverweis.
Gleiches gilt für Spieler, die aus Protest gegen Schiedsrichterentscheidungen den Platz verlassen – eine Regel, die auch für Offizielle gilt, die ihre Spieler dazu anstiften. FIFA-Präsident Gianni Infantino begründete das harte Vorgehen deutlich, wie die t-online zitiert: „Wenn man nichts zu verbergen hat, hält man sich beim Sprechen nicht den Mund zu. So einfach ist das.“
Der Anstoß für diese Regeländerung kam durch einen Vorfall in der Champions League, bei dem sich ein Spieler während eines Streits mit Vinícius Júnior das Trikot vor den Mund gezogen hatte und anschließend wegen einer homophoben Äußerung gesperrt wurde. Zunächst gelten die Regeln nur für die Weltmeisterschaft, könnten aber langfristig in andere Wettbewerbe wie die Bundesliga oder Champions League übernommen werden.
WM-Übertragung: Das ist der Spielplan der deutschen Nationalmannschaft
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko sprengt alle Rekorde: Erstmals kämpfen 48 Mannschaften in insgesamt 104 Spielen um die begehrteste Trophäe der Welt. Aber wer überträgt eigentlich was?
- MagentaTV: Wenn du wirklich jedes einzelne Tor sehen willst, bist du hier richtig. Die Telekom zeigt als einziger Anbieter alle 104 Spiele live. Davon laufen 44 Begegnungen exklusiv nur bei MagentaTV.
- ARD & ZDF: Die Klassiker im Free-TV sind natürlich auch wieder am Start. Die öffentlich-rechtlichen Sender zeigen insgesamt 60 Spiele völlig kostenlos. Verlassen kannst du dich darauf, dass alle Spiele der deutschen Elf, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale definitiv hier laufen.
Wie sieht es mit der deutschen Beteiligung aus? Das sind die wichtigsten Spiele:
- 11. Juni, 21 Uhr: Eröffnungsspiel: Mexiko vs. Südafrika (ZDF)
- 14. Juni, 19 Uhr: Deutschland vs. Curaçao (ARD)
- 20. Juni, 22 Uhr: Deutschland vs. Elfenbeinküste (ZDF)
- 25. Juni, 22 Uhr: Deutschland vs. Ecuador (ARD)
Die Kaderplanung für die WM 2026
Die Defensive:
Im Tor ist die Entscheidung gefallen. Oliver Baumann fährt als Nummer eins zur WM. Nagelsmann betonte gegenüber dem DFB am 29.03.2026: „Es ist kein Casting auf der Torwartposition, sondern eine Belohnung für die gute Leistung über einen langen Zeitraum.“ Alexander Nübel ist die Nummer zwei, während die Chancen für den verletzten Marc-André ter Stegen laut Bundestrainer „sehr, sehr, sehr gering“ stehen. In der Viererkette sind Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und David Raum gesetzt. Als Gewinner der März-Tests gilt Nathaniel Brown, während für Josha Vagnoman das WM-Aus droht.
Mittelfeld & Offensive:
Im Zentrum überzeugt Angelo Stiller aufgrund der Verletzungssorgen um Felix Nmecha. Nagelsmann warnte bei Letzterem: „Es besteht zweifelsfrei die Gefahr, dass er die WM nicht spielen kann.“ Während Florian Wirtz weiterhin als Fixpunkt gilt, muss Jamal Musiala erst fit werden, da er laut Coach „bei 100 Prozent sein“ müsse. Überraschen könnte Youngster Lennart Karl, während Routiniers wie Niclas Füllkrug oder Robert Andrich derzeit kaum eine Rolle spielen sollen.
Deniz Undav nur als Joker? Warum Nagelsmann trotz Tor an seinem Plan festhält
Die Joker-Falle: Warum Nagelsmann und Undav aneinander vorbeireden
Eigentlich müsste die Stimmung beim DFB nach den Siegen gegen die Schweiz und Ghana bestens sein. Doch stattdessen dominiert ein Thema alles: Der Konflikt zwischen Julian Nagelsmann und Deniz Undav. Undav hat gegen Ghana kurz vor Schluss das entscheidende Tor gemacht und damit sportlich eigentlich alles geliefert, was man von einem Stürmer erwartet. Doch statt Lob gab es vom Bundestrainer eine deutliche Ansage.
Das Problem ist, dass beide Seiten eine völlig andere Logik verfolgen. Für Undav ist die Sache klar: Wer die Tore schießt, gehört in die Startelf. Er hoffte nach dem Spiel offen darauf, dass seine Treffer seine Rolle im Team verändern könnten. Aber Nagelsmann bügelte das sofort ab. Er legte sich im Fernsehinterview nach dem Spiel fest, dass eine Startelf-Chance für die WM „eher unwahrscheinlich“ sei, weil er die Rollen im Kader bereits vor Monaten fest definiert hat.
Nagelsmanns Begründung nach dem Ghana-Tor war dabei besonders brisant: „Das Tor macht er gut. Ich weiß aber nicht, ob er diesen Schritt macht, wenn er vorher 70 Minuten marschiert“, erklärt er. Im Kern sagt der Bundestrainer seinem treffsichersten Stürmer damit ins Gesicht, dass er nicht die nötige Intensität für ein ganzes Spiel mitbringt.
Genau hier schnappt die Falle für Undav zu: Je besser er als Einwechselspieler funktioniert, desto mehr sieht sich Nagelsmann in seinem Plan bestätigt, ihn auf der Bank zu lassen. „Siehst du, als Joker ist er perfekt“, lautet die Kalkulation des Trainers. Doch für Undav ist das extrem frustrierend. Trotz der besten Quote aller deutschen Stürmer steckt er in einer Schublade fest, aus der er kaum noch herauskommt.
„Was denkt er sich dabei?“ – Harte Kritik von Stefan Effenberg, Lothar Matthäus und Social Media
Diese Haltung von Julian Nagelsmann sorgt bei den Experten für massives Unverständnis. Stefan Effenberg ließ in einer Kolumne bei der t-online kein gutes Haar an der Entscheidung des Bundestrainers. Er bezeichnete Nagelsmanns Aussagen als „Fehler“ und fragte provokant: „Was denkt er sich dabei?“ Für Effenberg ist es schlicht unbegreiflich, den nach Harry Kane treffsichersten Stürmer der Bundesliga öffentlich so klein zu halten.
Auch Lothar Matthäus schlug in seiner Kolumne bei Sky am 31.03.2026 eine ähnliche Kerbe und warnte den Coach eindringlich. Er sieht in Nagelsmanns Kommunikation ein „gefährliches Spiel“, das zum „Bumerang“ werden könnte, falls der Bundestrainer bei der WM wegen Verletzungen plötzlich doch auf einen frustrierten Undav angewiesen ist: „Wenn Spieler schon im Vorfeld wissen, dass sie kaum Startelfchancen haben, außer wenn sich jemand verletzt – dann ist das schwierig.“ Besonders kritisch sehen beide Experten, dass Nagelsmann sein eigenes Leistungsprinzip untergräbt: Während ein formstarker Kicker wie Undav auf der Bank schmort, hält der Trainer an Wackelkandidaten wie Leroy Sané oder Leon Goretzka fest, die im Verein seit Wochen ihrer Form hinterherlaufen: „Wie bei Undav auch nämlich ignoriert Nagelsmann bei Sané das von ihm doch so eindringlich betonte Leistungsprinzip und hält in einer nicht nachvollziehbaren Treue am Angreifer von Galatasaray fest. Obwohl dessen Leistungen für den Istanbuler Club in der laufenden Saison übersichtlich sind.“
Diese Diskrepanz kommt auch bei den Fans überhaupt nicht gut an. In den sozialen Netzwerken braut sich quasi ein echter Sturm zusammen. Unter Nagelsmanns eigenen Posts finden sich tausende Kommentare und Undav-Gifs, die ein Umdenken fordern. Aussagen wie „Undav rein, Julian raus!“ zeigen deutlich, dass die Stimmung zu kippen droht. Für Nagelsmann wird die Personalie Undav damit zur echten Zerreißprobe.
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