14 Fußball-Legenden, die leider schon gestorben sind

Im Fußball gibt es immer wieder Spieler, die zu Ikonen ihrer Sportart werden. Das sind 14 Fußball-Legenden, die leider schon gestorben sind.

Der Fußball hat viele Legenden hervorgebracht. Leider sind einige von ihnen bereits gestorben
Quelle: imago images / PanoramiC

Jede Sportart bringt in unregelmäßigen Zyklen immer wieder Athleten hervor, die ihre Disziplin dominieren und im Laufe ihrer Karriere zur absoluten Ikone werden. Sie werden zum Idol für ganze Generationen und ihre Namen sind weltbekannt. Das sind 14 Fußball-Legenden, die leider schon gestorben sind.

Nicht nur in Brasilien ist der Name Garrincha legendär, schließlich war der Dribbelkünstler einer der besten Fußballer aller Zeiten
Quelle: imago images / Kicker/Metelmann

# 1 Garrincha

Geboren wurde er am 28. Oktober 1933 unter dem Namen Manuel Francisco dos Santos. Doch weltweite Bekanntheit erlangte er unter dem Namen Garrincha. Seit seiner Geburt war sein linkes Bein sechs Zentimeter kürzer als sein rechtes und er besaß zudem ein deformiertes Rückgrat. Erst durch Operationen konnte es überhaupt erst ermöglicht werden, dass er laufen konnte. So gesehen ist es unglaublich, was er später mit dem Ball auf dem Fußballplatz anzustellen vermochte. In Brasilien war Garrincha so populär und beliebt, dass die Brasilianer ihm den Spitznamen "Alegria do Povo" (zu deutsch: Freude des Volkes) gaben. Mit der brasilianischen Nationalmannschaft wurde der quirlige Flügelspieler 1958 und 1962 Weltmeister. In seinem Privatleben ging es bei Garrincha recht turbulent zu. Angeblich soll er von fünf verschiedene Frauen 13 oder gar 15 Kinder gehabt haben. Mit gerade einmal 49 Jahren starb der Edeltechniker, der inzwischen beinahe pleite war, an einer Leberzirrhose.

Ferenc Puskás war ein brillanter Spieler und wird heute nicht umsonst als Legende verehrt
Quelle: imago images / United Archives International

# 2 Ferenc Puskás

85 Länderspiele bestritt der Ungar für sein Heimtland und erzielte dabei 84 Tore. Diese beachtliche Quote gibt bereits einen kurzen Einblick in die Qualität, die Puskás besaß. Es hätten noch einige mehr werden können, aber nachdem 1956 in Ungarn ein Volksaufstand ausgebrochen war, entschied sich der Kapitän der ungarischen Nationalmannschaft ins Ausland zu emigrieren. Die "goldene Elf", wie die ungarische Nationalmannschaft damals genannt wurde, zerfiel. Puskás machte einen Neuanfang bei Real Madrid und wurde dort zur Vereinslegende. Drei Mal konnte er mit den Königlichen den Europapokal der Landesmeister gewinnen und sechs Mal die spanische Meisterschaft. Am 17. November 2006 verstarb die ungarische Fußballlegende an den Folgen einer schweren Lungenentzündung im Alter von 79 Jahren.

Johan Cruyff gilt nicht nur in seinem Heimatland als Ikone des Fußballs
Quelle: imago images / Pressefoto Baumann

# 3 Johan Cruyff

Einzig ein Titelgewinn mit seiner Nationalmannschaft fehlte Johan Cruyff in seiner Karriere. Ansonsten hat er so gut wie alles gewonnen. Drei Mal in Folge gewann er mit Ajax Amsterdam den Europapokal der Landesmeister. Insgesamt konnte er mit seinem Jugendklub Ajax neun Mal die holländische Meisterschaft gewinnen, mit dem FC Barcelona einmal die spanische. Doch lange sah es schwierig mit einer Profi-Karriere Cruyffs aus, denn sein Talent wurde zwar früh erkannt, doch der schmächtige Junge aus Amsterdam war erst mit 15 Jahren dazu imstande, einen Eckball vors Tor schlagen zu können. Doch er packte es und wurde einer der besten Fußballer seiner Generation und womöglich der beste Spieler seines Landes. Auch nach der Spielerkarriere blieb Johan Cruyff dem Fußball weiter verbunden und entwickelte mit dem "Fußball Total" die Grundlage für die moderne Fußballtaktik.

Fritz Walter hat es in Deutschland zur Legende des Fußballs gebracht
Quelle: imago images / Horstmüller

# 4 Fritz Walter

Der Kapitän der deutschen Nationalelf beim Wunder von Bern ist eine der größten Legenden des deutschen Fußballs. Auf und neben dem Platz war er eine absolute Ikone. Als Spielmacher riss er das Spiel an sich und ackerte auf dem ganzen Platz für seine Mannschaft. Sein Klub, der 1. FC Kaiserslautern, benannte 1985 sein Stadion (vormals: Betzenberg) in Fritz-Walter-Stadion um. Ebenfalls trägt seinen Namen das berühmte Fritz-Walter-Wetter, von dem Mann spricht, wenn es wie aus Eimern schüttet. Dieser Begriff kam daher, dass Fritz Walter sich im zweiten Weltkrieg mit Malaria infiziert hatte und es ihm danach Probleme bereitete, bei großer Hitze zu spielen. Daher konnten ihm regnerische Tage und Ekel-Wetter nur recht sein. Am 17. Juni 2002 verstarb Fritz Walter.

Lev Yashin gilt als der beste Torhüter des letzten Jahrhunderts
Quelle: imago images / Horstmüller

# 5 Lev Yashin

Lev Yashin kann man als Pionier des modernen Torhüters bezeichnen. Er dirigierte seine Abwehr, verließ des Öfteren den eigenen Strafraum und blieb bei Angriffen seiner Mannschaft nicht auf der Torlinie kleben, sondern wurde zu dem letzten Verteidiger. Doch auch seine Reflexe und Paraden waren überragend, sodass weitgehend Einigkeit besteht, dass Lev Yashin der beste Torhüter des vergangenen Jahrhunderts war. Am 20. März 1990 verschied Lev Yashin, der nebenbei auch als Eishockeytorwart spielte, im Alter von 70 Jahren.

George Best ist verhältnismäßig jung gestorben, dennoch ist er noch heute weltbekannt und eine absolute Legende
Quelle: imago images / Colorsport

# 6 George Best

George Best ist wohl eines der besten Beispiele für eine Fußballlegende, die ebenfalls ein absoluter Kultspieler war. Seine lockeren Sprüche, sein extravaganter Lebensstil machten George Best bereits als Spieler überaus populär. Seine größten Erfolge feierte er mit Manchester United, bei denen er noch heute eine absolute Vereinslegende ist. Am 25. November 2005 verstarb der nordirische Flügelspieler 59-jährig.

Alfredo di Stefano hat es vor allem mit seinen Leistungen bei Real Madrid zur absoluten Ikone gebracht
Quelle: imago images / United Archives International

# 7 Alfredo di Stefano

Er gehörte zur glorreichen Elf der Königlichen, denen es gelang, fünf Mal in Folge den Europapokal der Landesmeister zu gewinnen. Außerdem holte er mit Real Madrid gleich acht Mal die spanische Meisterschaft. In der Nationalmannschaft reichte es hingegen nur für einen einzigen Titel: Den Gewinn der Copa America 1947. Dabei hatte es di Stefano immerhin fertig gebracht, für drei verschiedene Nationalmannschaften zu spielen. Sowohl für sein Heimatland Argentinien, seine spätere Wahlheimat Spanien, als auch für Kolumbien. Im Alter von 88 Jahren verstarb di Stefano am 7. Juli 2014 in Madrid.

Helmut Rahn, auch bekannt als "der Boss" ist eine der größten deutschen Sportlegenden
Quelle: imago images / Otto Krschak

# 8 Helmut Rahn

Die berühmten Worte vor Helmut Rahns wichtigstem Tor in seiner Karriere kennt wohl jeder Deutsche Fußballfan. Was viele hingegen zu Helmut Rahn nicht wissen: Er war der erste Spieler, der in der 1963 neu gegründeten Bundesliga einen Platzverweis erhielt. Damals schürte er die Schuhe für den Meidericher SV (heute: MSV Duisburg). Am 14. August 2004 starb die deutsche Fußballlegende Helmut Rahn, der wegen seiner Führungsqualitäten auf dem Platz den Spitznamen "der Boss" erhalten hatte.

Diego Armando Maradona verstarb am 25. November 2020 und ist eine der größten Legenden des Fußballs,
Quelle: imago images / Kicker/Liedel

# 9 Diego Armando Maradona

Bei Diego Armando Maradona war Genie und Wahnsinn immer nah beieinander. Am Ball und auf dem Feld einer der begnadetsten Spieler der Geschichte, fiel er neben dem Platz häufiger durch Skandale und Eskapaden auf. Dennoch bleibt der Argentinier eine Ikone des Weltfußballs, der auf dem Platz dribbeln konnte wie kein Zweiter. Am 25. November 2020 verstarb Diego Armando Maradona in Tigre, einer kleinen Stadt am Rand der Metropole Buenos Aires, an einem Herzinfarkt.

Sir Stanley Matthews ist eine Ikone des Fußballs
Quelle: imago images / Colorsport

# 10 Stanley Matthews

Über die Karriere von Sir Stanley Matthews lässt sich einiges sagen. Verwundern tut das allerdings nicht wirklich, immerhin dauerte sie mehr als 35 Jahre an. Bei seinem letzten Profispiel war der Flügelspieler mehr als 50 Jahre alt und ist somit der zweitälteste Profi-Fußballer der Geschichte. Mit 41 Jahren konnte er den Goldenen Ball gewinnen. Außerdem galt Matthews als großer Sportsmann, der während seiner gesamten Karriere nie verwarnt oder vom Platz gestellt wurde, sodass ihm auch von seinen Gegnern immer großer Respekt entgegengebracht wurde.

Horst Eckel im Jahr 1956 und 2014.
Quelle: IMAGO / Apress, IMAGO / Horstmüller

#11 Horst Eckel

Horst Eckel (*1932) war der letzte noch lebende Fußballweltmeister von 1954. Er wechselte durch seine kluge Spielweise vom Angreifer hin zum rechten Außenläufer. Durch seine schnelle Spielweise bekam er den Spitznamen "der Windhund". Er war vor allem für den 1. FC Kaiserslautern tätig. Von 1966-1968 war er Trainer beim SV Röchling Völklingen. Allerdings wurde er ab 1971 Lehrer in Kusel an einer Realschule tätig, da er nach seiner Spielerlaufbahn noch Kunst und Sport studierte. 

Am 03.12.2021 ist Horst Eckel im Alter von 89 Jahren verstorben und mit ihm der letzte lebende Spieler des berühmten "Wunder von Bern".

Joachim Streich war in der DDR ein gefürchteter Torjäger.
Quelle: IMAGO / CHROMORANGE

# 12 Joachim Streich

Was für eine bittere Nachricht kurz vor dem Aufstieg des 1. FC Magdeburg in die 2. Bundesliga! Joachim Streich hat den Kampf gegen seine schwere Krankheit (Myelodysplastischen Syndrom) am Ostersamstag 2022 verloren – nur drei Tage nach seinem 71. Geburtstag. Als gefürchteter Torjäger für Hansa Rostock und den FCM lief Streich zwischen 1969 und 1984 auch für die Nationalmannschaft der DDR auf. Er verzeichnete 102 Spiele und erzielte 55 Tore. Doch das ist noch längst nicht alles. Zudem war der gebürtige Wismarer für die meisten Tore in der ehemaligen DDR-Oberliga verantwortlich (229 in 378 Einsätzen für Rostock und Magdeburg). „Achims" Torbilanz machte ihn zum Rekordtorjäger beim 1. FC Magdeburg und zu einer wahren Vereinslegende. „Die gesamte blau-weiße Familie ist vereint in tiefer Trauer und herzlicher Anteilnahme gegenüber seiner Familie, aber auch in Dankbarkeit, für alles was Joachim Streich für den 1. FC Magdeburg geleistet hat", heißt es in der Pressemitteilung des Klubs. Erst vor wenigen Wochen wurde er in die Hall of Fame des Deutschen Fußballs aufgenommen.

Bundesliga-Legende Walter Frosch verstarb 2013
Quelle: IMAGO / Baering

# 13 Walter Frosch

Berühmt wurde Walter Frosch nicht unbedingt wegen seiner fußballerischen Qualitäten, sondern eher wegen seiner direkten Art und seiner rauen Spielweise mit der er reihenweise Karten sammelte. Ihm verdankt die Bundesliga übrigens auch ihre Gelbsperre, nachdem Walter Frosch in der Zweitliga-Saison 1976/77 eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Verwarnungen erhalten hatte.

In den 1980ern musste Frosch Privatinsolvenz anmelden, nachdem er durch die Eröffnung einer Versicherungsagentur einen hohen Geldbetrag verloren hatte.

Seit 1996 musste sich der starke Kettenraucher Walter Frosch mehreren Krebsoperationen unterziehen. Am 23. November 2013 verstarb Walter Frosch mit 62 Jahren.

Rudi Assauer verstarb 2013 an den Folgen seiner Alzheimer Erkrankung
Quelle: IMAGO / Sven Simon

# 14 Rudi Assauer

Heute gilt Rudi Assauer als Schalker Ikone. Doch viele wissen gar nicht mehr, dass er seine Karriere in der 1. Bundesliga als Spieler des Lokalrivalen Borussia Dortmund startete. Danach spielte der Verteidiger noch sechs Jahre für den SV Werder Bremen.

Nach seiner aktiven Karriere als Spieler startete er dort auch seine Tätigkeit als Manager. Bis 1981 blieb er für die Bremer tätig. In dieser Phase wurde ihm 1979 sogar der Posten als Manager des FC Bayern München angeboten. Rudi Assauer lehnte letztlich ab und Uli Hoeneß wurde stattdessen Manager beim FCB. Ab 1981 war er das erste Mal Manager des FC Schalke 04. 1986 endete seine erste Amtszeit dort.

Von 1990 bis 1993 war er Manager des VFB Oldenburg, die in dieser Zeit haarscharf den Aufstieg in die 1. Bundesliga verpasst hatten. Danach wurde Assauer zum zweiten Mal Manager beim S04. Diesmal hatte er diese Tätigkeit bis 2006 inne. 

2012 wurde dann bekannt, dass Rudi Assauer an Alzheimer erkrankt ist. Im Februar 2013 verstarb er an den Folgen der Erkrankung.