Transfers 2026: Infos und News zu Spielern und Trainern der Bundesliga, DFB & Co.
Welche Spieler und Trainer wechseln zur Saison 2026/27 den Verein oder verlängern ihren Vertrag? Das sind die Transfers in der Bundesliga, beim DFB und Co.
Die Transferperiode ist in vollem Gange und wie in jedem Jahr spekulierten Fans, Medien und Expert*innen, welche Spieler aus der Bundesliga, im Ausland oder beim DFB ihre Koffer packen und den Verein wechseln werden. Fußballfieber hat sich die spannendsten Transfers der neuen Saison angeschaut und gibt einen Überblick, welche Stars in der Saison 2026/27 für einen neuen Klub auflaufen werden.
Los geht's:
Transfer-Zoff um Lindstrøm: Neapel droht Schalke nach geplatztem Deal
Der geplante Wechsel von Jesper Lindstrøm zum FC Schalke 04 ist gescheitert – obwohl der frühere Frankfurter bereits in Gelsenkirchen war. Nach dpa-Informationen konnten sich die Königsblauen nicht mit der SSC Neapel einigen. Die Bild berichtete, Schalke sei verärgert, weil sich die Italiener nicht an Absprachen gehalten hätten.
Neapel widersprach am 3. August 2026, deutlich: „Die SSC Napoli möchte die Umstände klären, die zum Scheitern des Transfers des Fußballers Jesper Lindstrøm zu Schalke 04 geführt haben, da in der Presse unrichtige Informationen veröffentlicht wurden.“ Laut Klub gab es am 2. August Gespräche über Bedingungen und Zahlungsmodalitäten. Schalke habe dann eine Tag später bestimmte Klauseln als „inakzeptabel“ bezeichnet. Um 13.22 Uhr habe Neapel dennoch die Schalke-Version akzeptiert. Um 17.32 Uhr sei dann die Absage gekommen – wegen neuer Prioritäten in der Kaderplanung. Brisant: Am 1. August verletzte sich Robin Gosens im Testspiel in Kassel am Oberschenkel, Dejan Ljubičić fehlt mit einer „kleinen Wadenverletzung“.
Am Schluss der Mitteilung legt der italienische Vizemeister noch einmal nach und bringt rechtliche Schritte ins Spiel: „In der Hoffnung, dass diese Erklärung Aufschluss darüber gibt, wer die eigentliche Verantwortung für den gescheiterten Transfer des Spielers trägt, behält sich SSC Napoli alle rechtlichen Schritte und Optionen vor den zuständigen Instanzen zur Wahrung seiner Interessen vor“, schreibt Neapel. Lindström kehrt damit vorerst nach Neapel zurück. Sportlich scheint seine Perspektive dort jedoch begrenzt: In den vergangenen beiden Spielzeiten war er bereits verliehen – erst an Everton, anschließend an den VfL Wolfsburg. Bei beiden Klubs kam er über eine Nebenrolle nicht hinaus.
BVB holt Karetsas: Zweitteuerster Transfer der Klubgeschichte
Borussia Dortmund hat den nächsten großen Sommer-Transfer eingetütet: Konstantinos Karetsas wechselt zum BVB. Am Montag, 27. Juli 2026, gelang Sportdirektor Ole Book in Belgien der Durchbruch in den Verhandlungen mit den Verantwortlichen von Genk.
Das Paket für den 18-jährigen griechischen Nationalspieler liegt bei 33 Millionen Euro plus Weiterverkaufsbeteiligung. Damit wird Karetsas zum zweitteuersten Zugang der Dortmunder Vereinsgeschichte. Nur Ousmane Dembélé kostete 2016 mit 35 Millionen Euro noch mehr, als er von Rennes kam.
Sportlich ist die Rolle klar: Karetsas soll im offensiven Mittelfeld den Platz von Julian Brandt übernehmen. Mit Kreativität und Tempo soll das Talent mehr Torgefahr ins BVB-Spiel bringen. Die Eingewöhnung in die Bundesliga dürfte laut Ausgangsbericht aber einige Wochen dauern.
Karetsas hatte Dortmund seine Wechselbereitschaft bereits signalisiert. Weitere interessierte Klubs konnten den Deal deshalb nicht mehr ernsthaft gefährden. Nach Joane Gadau plant der BVB außerdem weiter mit Said El Mala vom 1. FC Köln.
Trainer-Hammer: Zinédine Zidane übernimmt die französische Nationalmannschaft
Zinédine Zidane ist offiziell neuer Trainer der französischen Nationalmannschaft. Der Ex-Kicker wurde Ende Juli 2026 in Paris als Nachfolger von Didier Deschamps vorgestellt und erhielt einen Vertrag bis zur WM 2030. Für die Fußball-Legende geht damit sein erklärtes Ziel in Erfüllung, nachdem er seit seinem Abschied von Real Madrid im Jahr 2021 kein Team mehr trainiert hatte.
Verbandspräsident Philippe Diallo sprach von einem außergewöhnlichen Moment für den Verband. Deschamps hatte „Les Bleus“ fast 14 Jahre lang betreut und seinen Rücktritt nach der WM 2026 beschlossen. Zidane würdigte die Arbeit seines Vorgängers und blickte bereits voller Ehrgeiz auf die kommenden Aufgaben.
Jürgen Klopp: Wunschkandidat der Deutschen wird DFB-Trainer
Kurz nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann bei dem frühen WM-Aus der DFB-Jungs wurde bereits getuschelt, wer sein Nachfolger werden sollte. Am 24.07.2026 machte der Verband es dann offiziell: Jürgen Klopp ist der neue Bundestrainer. Als Co-Trainer bringt er Peter Krawietz und Pepijn Ljinders mit, mit denen er bereits mehrere Jahre zusammenarbeitete. Außerdem wird Ex-Nationalspieler Sven Bender Assistenztrainer im Klopp-Team. Der Ex-Fußballstar spielte zwischen 2009 und 2015 beim BVB unter dem neuen Bundestrainer.
Klopp machte während der Pressekonferenz gleich eine deutlich Ansage an die Medien: „Wenn ihr euch daneben benehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg, um es klar zu sagen.“ Er stellte klar: „Ich mache das nicht gegen euch, sondern für euch.“ Am Ende wurde er besonders deutlich: „Wenn ihr morgen sagt, der ist scheiße, bin ich weg! Wenn der DFB sagt, so machen wir nicht weiter, bin ich weg!“
Klopp spielte als aktiver Fußballer für den FSV Mainz 05 in der zweiten Liga. Im Anschluss begann er seine erfolgreiche Trainerkarriere bei Mainz, wechselte danach zu Borussia Dortmund und dem FC Liverpool. Er holte hier acht Titel, darunter 2019 die Champions League und 2020 die erste englische Meisterschaft seit 1990.
Harry Kane: Rückkehr in die Premier League oder langfristige Zukunft beim FC Bayern?
Harry Kane, Stürmer des FC Bayern München, wird derzeit mit einer möglichen Rückkehr in die Premier League in Verbindung gebracht. Sein ehemaliger Trainer bei Tottenham Hotspur, Tim Sherwood, äußerte gegenüber dem britischen Sender GB News: „Harry Kane möchte in die Premier League zurückkehren.“ Sherwood ist überzeugt, dass Kane „zu einem Verein wechseln möchte, der den Titel in der Premier League gewinnen kann.“. Dabei schloss er eine Rückkehr zu Kanes Ex-Klub Tottenham nicht aus: „Ich würde Tottenham Hotspur nicht ausschließen. Das würde ich ganz sicher nicht.“
Für Sherwood sei eine Rückkehr denkbar, wenn die Rahmenbedingungen stimmen: „Wenn es wieder aufwärts geht und sie in der nächsten Saison auf die Champions League zusteuern, dann wird Harry, wenn er bereit ist, zurückzukehren, zurückkommen und in der Champions League spielen wollen.“
Diese Aussagen stehen jedoch im Kontrast zu den aktuellen Berichten aus München. Laut übereinstimmenden Medienberichten hat eine Verlängerung des Vertrags von Kane über das Jahr 2027 hinaus für den Stürmer selbst „klare Priorität.“ Wie der kicker berichtet, sei das Unterzeichnen eines neuen Kontrakts im Grunde nur noch eine Frage der Detailabstimmung. Auch das private Umfeld des Spielers spricht für einen Verbleib in Deutschland.
Die unterschiedlichen Aussagen werfen die Frage auf, ob Kane tatsächlich eine Rückkehr nach England in Betracht zieht oder ob seine Zukunft weiterhin beim FC Bayern liegt.
Schalke verpflichtet Ex-Nationalspieler
Der FC Schalke 04 hat den Transfer von Maximilian Wöber am Mittwoch, 22. Juli, bestätigt. Der 28-jährige Innenverteidiger kommt ablösefrei von Leeds United, nachdem sein Vertrag dort aufgelöst wurde. Auf Schalke unterschrieb der Österreicher einen stark leistungsbezogenen Vertrag bis 2027.
Schon am 21. Juli, wurde Wöber im Trainingslager in Neustift gesichtet. Dann absolvierte er den Medizincheck in Innsbruck. Sportlich passt der Linksfuß genau ins gesuchte Profil der Königsblauen. Youri Mulder, Direktor Profifußball beim S04, sagt: „Wir trauen ihm zu, bei uns wieder sein volles Potenzial abzurufen. Dafür wird das Trainer-Team mit Miron Muslic intensiv mit ihm arbeiten. Sein Profil gibt uns die Möglichkeit, ihn defensiv in unterschiedlichen Grundordnungen einzusetzen“ Wöber selbst erklärt: „Schalke 04 war vom ersten Moment an sehr spannend für mich. Nach überzeugenden Gesprächen freue ich mich auf die neue Herausforderung in einem wirklich besonderen Club, der verdient aufgestiegen ist.“ In der vergangenen Saison kam Wöber bei Werder Bremen verletzungsbedingt nur auf vier Pflichtspiele.
Poker um Goretzka wird teuer: Er fordert Handgeld von zehn Millionen Euro
Bei Leon Goretzka kommt im Juli 2026 Bewegung in die Zukunftsfrage. Wie die Bild unter Berufung auf einen Bericht von Calciomercato meldet, hat Juventus Turin den Kontakt zur Berateragentur Roof des vereinslosen Mittelfeldspielers intensiviert. Schon im März war über Interesse aus Italien berichtet worden.
Der frühere Bayern-Profi soll bei Juve als möglicher Führungsspieler gelten – sportlich und charakterlich. Konkrete Fortschritte gibt es dem Bericht zufolge aber nicht. Der Knackpunkt: Goretzka soll für seine Unterschrift rund zehn Millionen Euro Handgeld sowie sieben Millionen Euro Netto-Gehalt pro Saison fordern. Bei Bayern lag sein Gehalt bei rund 17 Millionen Euro brutto jährlich.
Juventus hat die vergangene Saison ohne Champions-League-Qualifikation beendet, das Gesamtpaket wäre also eine große Hürde. Als günstigere Alternative wird Franck Kessié gehandelt: Der vereinslose Ivorer soll mit fünf Millionen Euro netto pro Jahr und einem Dreijahresvertrag zufrieden sein. Nach Bild-Informationen gibt es für Goretzka mehrere Optionen. Auch Chicago Fire aus der MLS soll Interesse haben. Goretzka verließ Bayern im Sommer 2026 nach acht Jahren, sein Vertrag wurde nicht verlängert.
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Klopps DFB-Team nimmt Form an: Sven Bender soll Co-Trainer werden
Sven Bender soll Teil des Trainerstabs von Jürgen Klopp beim DFB werden. Das berichten Bild und Kicker übereinstimmend am 22. Juli 2026. Der 37-Jährige ist demnach als einer von drei Assistenten des designierten Bundestrainers eingeplant. Eine offizielle Bestätigung des DFB steht noch aus.
Bender war zuletzt Cheftrainer der SpVgg Unterhaching in der Regionalliga Bayern. Nach zwei Jahren in verschiedenen Rollen verließ er den Klub und ist ohne Job. An Klopps Seite sollen außerdem Peter Krawietz und Pep Lijnders arbeiten. Krawietz kennt der 59-Jährige aus Mainz, Dortmund und Liverpool, Lijnders aus Liverpool. Krawietz arbeitet für die Fußball-Abteilung des Red-Bull-Konzerns, Lijnders ist ohne Job.
Für Klopp wäre Bender ein vertrauter Mann: Zwischen 2009 und 2015 spielte er bei Borussia Dortmund unter ihm, gewann zwei Meisterschaften und den DFB-Pokal. Nach seiner Profikarriere arbeitete Bender unter anderem bei deutschen U-Nationalteams und assistierte Edin Terzić Anfang 2024 beim BVB.
