Eltern, Geschwister & Co.: Das sind die Familien der deutschen Nationalspieler
Für die deutschen Nationalspieler ist die Familie ein wichtiger Rückhalt. Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen: Wer sind ihre Eltern und Geschwister?
Im Profifußball dreht sich meistens alles um Tore, Titel und den enormen Druck auf dem Rasen. Doch abseits der Flutlichter sind es vor allem die Familien, die den deutschen Nationalspielern seit ihrer Kindheit den Rücken freihalten. Während die Profis bei großen Turnieren im Rampenlicht stehen, bleiben ihre engsten Angehörigen oft bewusst im Hintergrund. Manche davon sind allerdings auch ziemlich bekannt. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen: Wer sind die Eltern, Geschwister und Angehörigen der deutschen Nationalspieler?
#1 Die Familie von Manuel Neuer
Das sportliche Umfeld im Hause Neuer prägte den Torwart-Titan von klein auf. Seine Eltern Marita, eine Fremdsprachenkorrespondentin, und Vater Peter Neuer unterstützten ihn und seinen ein Jahr älteren Bruder Marcel von Beginn an. Vater Peter, ein gläubiger Polizeipensionär, der das Talent seines Sohnes als „Geschenk Gottes“ bezeichnet, war beruflich eng mit dem Fußball verbunden: Als Polizeibeamter sorgte er jahrelang bei den Heimspielen des FC Schalke 04 rund um die Arena für Sicherheit.
Während Manuel auf dem Platz Weltkarriere machte, zog es seinen Bruder Marcel Neuer auf die Seite der Unparteiischen. Er leitete jahrelang als Schiedsrichter Spiele bis hinauf zur Oberliga. Dem Sport ist er auch nach seiner aktiven Zeit treu geblieben: Marcel engagiert sich ehrenamtlich als Vorsitzender des Verband-Schiedsrichterausschusses in Westfalen (FLVW) und war zudem als Schiedsrichter-Betreuer bei Schalke 04 aktiv.
#2 Der Onkel von Nico Schlotterbeck
Profikicker Nico Schlotterbeck wuchs in Waiblingen in einer fußballbegeisterten Familie auf, zu der auch sein älterer Bruder Keven gehört. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, wie man so schön sagt, denn ihr Onkel Niels Schlotterbeck war selbst einmal Fußballprofi. Er stand für mehr als 200 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga für Vereine wie die Stuttgarter Kickers und Hansa Rostock auf dem Rasen. Sein Talent hat er wohl an seine Neffen weitergegeben!
Denn die Schlotterbeck-Brüder sind beide sehr erfolgreich:
Die Schlotterbeck-Brüder
Schon in ihrer Kindheit wurden die Schlotterbeck-Brüder in der Fußballschule ihres Onkels, dem Ex-Profi Niels Schlotterbeck, gefördert. Während Nico Schlotterbeck den Sprung bis in die A-Nationalmannschaft geschafft hat, feierte auch sein älterer Bruder Keven einen wichtigen Meilenstein, als er 2021 für die Olympischen Sommerspiele in Tokio nachnominiert wurde.
Beim SC Freiburg standen die beiden Brüder noch gemeinsam auf dem Platz und erreichten unter anderem das DFB-Pokalfinale 2022. Danach trennten sich ihre Wege: Nico wechselte zum BVB, während Keven nach zwei Leihstationen beim VfL Bochum den Sport-Club im Sommer 2024 endgültig verließ. Seitdem spielt er fest als Innenverteidiger beim FC Augsburg.
Der Fußball liegt dabei komplett in der Familie: Ihr Cousin Marvin Zimmermann spielt als offensiver Mittelfeldspieler beim TSG Backnang, dessen Bruder Marcel ist als Mittelstürmer beim FSV Waiblingen aktiv.
Apropos Cousins:
Nico Schlotterbecks Cousine Sandrine ist Influencerin
Die Familie Schlotterbeck ist nicht nur auf dem Fußballplatz bekannt. Sandrine Schlotterbeck, die Tochter des Ex-Profis Niels Schlotterbeck und Cousine von Nico und Keven, hat sich abseits des Sports eine eigene Reichweite aufgebaut. Als Influencerin auf Instagram folgen ihr mittlerweile mehrere zehntausend Menschen.
Größere Bekanntheit erlangte sie im Jahr 2022 durch ihre Teilnahme an der Reality-TV-Show „Love Island“ auf RTL Zwei. Während der Dreharbeiten hielt sie ihre familiären Verbindungen zu den Bundesliga-Profis bewusst aus der Öffentlichkeit heraus, um nicht vom Ruhm ihrer Cousins zu profitieren. Nach der Trennung von ihrem damaligen Show-Partner ist sie mittlerweile wieder liiert: Auf ihren Social-Media-Kanälen zeigt sie sich regelmäßig mit ihrem Partner Lukas, der als Rechtsanwalt arbeitet.
Auch er hat eine bekannte Familie:
#3 Die Familie von Nick Woltemade
Dass Nick Woltemade den Sprung zum Profifußballer schaffte, wurde ihm ein Stück weit in die Wiege gelegt. Sein Vater Tim war selbst ein bekannter Kicker in der Bremenliga und fungierte in den Anfangsjahren beim Heimatverein TSV Grolland sogar als Nicks erster Trainer. Doch während Nick seine fußballerische Ausbildung bei Werder Bremen absolvierte, schlug das Herz der Familie insgeheim für einen ganz anderen Klub: Vater Tim und Nicks Großvater sind seit Generationen glühende Fans des VfB Stuttgart und ein Teil der Familie mütterlicherseits lebt sogar im Schwabenland.
Als der 1,98 Meter große Stürmer im Sommer 2024 schließlich das Angebot vom VfB Stuttgart auf dem Tisch liegen hatte, hielt er den Wechsel vorerst geheim, um seine Eltern nicht unnötig nervös zu machen. Erst als der Deal fix war, weihte er die Familie ein und löste damit im Hause Woltemade einen emotionalen Ausnahmezustand aus. Bei den VfB-begeisterten Männern der Familie flossen sogar reihenweise Freudentränen.
#4 Die Familie von Antonio Rüdiger
Hinter Antonio Rüdiger steht eine Familie, die immer durch dick und dünn gegangen ist. Seine Mutter Lily floh Anfang der 1990er-Jahre vor dem grausamen Bürgerkrieg aus Sierra Leone nach Deutschland, wo Antonio 1993 in Berlin-Neukölln geboren wurde. Die Verbindung zu den afrikanischen Wurzeln seiner Mutter ist bis heute riesig: Mit seiner eigenen Stiftung unterstützt Rüdiger intensiv soziale Projekte in Sierra Leone und finanzierte dort unter anderem überlebenswichtige Operationen für Kinder.
Das absolute Erfolgsgespann im Hause Rüdiger bildet Antonio aber jedoch mit seinem älteren Halbbruder Sahr Senesie. Sahr war in den 2000er-Jahren selbst ein gefeiertes Offensivtalent, spielte in der Bundesliga für Borussia Dortmund und durchlief sämtliche deutsche U-Nationalmannschaften. Er war es auch, der den kleinen Antonio damals zum Fußball brachte. Nach seiner eigenen aktiven Karriere wechselte Senesie auf die Management-Seite: Er gründete eine Berateragentur und leitet bis heute die Karriere seines Bruders – unter anderem fädelte er auch dessen Mega-Transfer zu Real Madrid ein.
#5 Die Familie von Leroy Sané
Auch die Eltern von Bayern-Star Leroy Sané sind keine Unbekannten!
Sein Vater Souleymane Sané war senegalesischer Nationalspieler und Profifußballer, dessen Weg ihn 1985 unter anderem zum SC Freiburg führte. Seine Mutter Regina Weber gilt als erfolgreichste deutsche Gymnastin der Geschichte: Sie holte 32 deutsche Meistertitel und gewann als bislang einzige Deutsche eine olympische Medaille in der Rhythmischen Sportgymnastik.
Dieses sportliche Talent zeigt sich auch bei Leroy Sanés Geschwistern. Sein jüngerer Bruder Sidi Sané durchlief sämtliche Jugendmannschaften des FC Schalke 04 und schaffte dort den Sprung zu den Profis. Im Sommer 2023 wechselte er zu Eintracht Braunschweig. Nach einer längeren Verletzungspause verlängerte der Offensivspieler seinen Vertrag bei den Niedersachsen vorzeitig bis zum 30. Juni 2027. Der älteste Bruder, Kim Sané, beendete hingegen seine aktive Fußballkarriere. Er wechselte stattdessen die Sportart und feiert seitdem als Sprinter in der Leichtathletik beim TV Wattenscheid 01 sportliche Erfolge im Kurzstreckenlauf.
Die Familie ist ziemlich besonders:
#6 Die Familie von Nadiem Amiri
Hinter der Karriere von Nadiem Amiri steht eine Familie, die alles für die Zukunft ihrer Kinder opferte. Seine Eltern flüchteten in den 1980er-Jahren vor dem sowjetischen Krieg aus der afghanischen Hauptstadt Kabul nach Deutschland. Amiri wurde in Ludwigshafen am Rhein geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Seine Wurzeln hat er dabei nie vergessen: Er engagiert sich bis heute stark für Geflüchtete und reiste in der Vergangenheit sogar selbst nach Afghanistan, um die Heimat seiner Eltern kennenzulernen und vor Ort Hilfsprojekte zu unterstützen.
Der Fußball wurde im Hause Amiri schnell zur absoluten Familiensache. Nadiems älterer Bruder, Nauwid Amiri, war ebenfalls ein hochtalentierter Kicker im Amateurbereich und arbeitet heute erfolgreich als Fußballtrainer. Doch er ist nicht der einzige Fußballer in der Familie: Nadiems Cousin Zubayr Amiri wurde noch in Kabul geboren, wuchs in Hessen auf und schaffte parallel zu seiner Karriere im deutschen Amateurfußball den Sprung in die afghanische Nationalmannschaft, für die er bis 2024 spielte.
#7 Der Vater und Bruder von Assan Ouédraogo
Wenn Assan Ouédraogo auf dem Platz steht, wird schnell klar, dass ihm das Talent in die Wiege gelegt wurde. Sein Vater Alassane Ouédraogo ist im deutschen Profifußball ein bekannter Name: Er lief für die Nationalmannschaft von Burkina Faso auf, schnupperte beim 1. FC Köln Bundesliga-Luft und war in den 2000er-Jahren ein etablierter Profi in der 2. Bundesliga bei Vereinen wie Rot-Weiß Oberhausen. Vater Alassane ist bis heute Assans wichtigster Ratgeber und engster Vertrauter bei sportlichen Rückschlägen.
Das Kuriose dabei: Rein optisch und spielerisch haben die beiden kaum Gemeinsamkeiten. Während Papa Alassane mit seinen 1,73 Metern der klassische, wendige und flinke Mittelfeldspieler war, misst sein Sohn Assan stolze 1,91 Meter und dominiert das Spiel als wuchtiger, technisch eleganter Stratege durch das Zentrum. Und die Familientradition reißt nicht ab: Assans jüngerer Bruder Riyad eifert den beiden bereits fleißig nach und entwickelt sich aktuell in der Jugendakademie des FC Schalke 04 im Mittelfeld weiter.
#8 Der Vater von Pascal Groß
Bei Pascal Groß liegt das fußballerische Talent zweifellos in den Genen. Sein Vater Stephan „Steps“ Groß ist im deutschen Fußball ein bekanntes Gesicht: Er war in den 1980er-Jahren selbst als Defensivspieler in der Bundesliga für den Karlsruher SC aktiv und arbeitete nach seiner Spielerkarriere erfolgreich als Trainer und Nachwuchskoordinator.
Die Verbindung zwischen Vater und Sohn war von Beginn an auch sportlich extrem eng. Beim Mannheimer Heimatverein VfL Neckarau trainierte „Steps“ seinen Sohn Pascal jahrelang in der Jugend selbst – und formte ihn dort gemeinsam mit anderen Talenten für die spätere Profikarriere.
#9 Der Bruder von Felix Nmecha
Wenn es um bekannte Geschwisterpaare im deutschen Fußball geht, führt an den Nmecha-Brüdern kein Weg vorbei. Felix Nmecha teilt die Leidenschaft für das runde Leder mit seinem älteren Bruder Lukas Nmecha, der ebenfalls erfolgreicher Profi bei Leeds United und deutscher Nationalspieler ist. Geboren in Hamburg als Söhne eines nigerianischen Vaters und einer deutschen Mutter, zog die Familie im Jahr 2007 nach England. Dort wurden beide Brüder in der berühmten Jugendakademie von Manchester City ausgebildet, ehe es sie zurück in die Bundesliga zog.
Geprägt wurde der fußballerische Weg der Brüder maßgeblich durch ihre Eltern und einen tiefen, gemeinsamen Glauben. Die Familie ist streng christlich, was Felix auch ganz offen auf dem Platz und in den sozialen Medien zeigt. Seine Eltern begleiteten die Karrieren der beiden Söhne von Anfang an intensiv und saßen bei den Länderspielen oft gemeinsam auf der Tribüne.
#10 Die Familie von Kai Havertz
Die Karriere von Kai Havertz begann mit einer kleinen Schummelei seines Großvaters Richard Weidenhaupt-Pelzer, der ebenfalls mal Fußballer war. Der Opa war Vorsitzender des Heimatvereins Alemannia Mariadorf. Da man dort eigentlich erst ab sechs Jahren kicken durfte, der vierjährige Kai im heimischen Garten aber schon alle Gartenzwerge zertrümmert hatte, schleuste der Opa seinen talentierten Enkel einfach zwei Jahre zu früh in den Verein. Von ihm erbte Kai nicht nur die Liebe zum Spiel, sondern auch den feinen linken Fuß.
Heute ist Kais Erfolg ein echtes Familienunternehmen: Seine älteren Geschwister leiten die „Kai Havertz-Stiftung“ für Tierwohl und soziale Projekte. Während Schwester Lea als geschäftsführende Vorständin die Fäden in der Hand hält, betreut sein Bruder Jan die Projektentwicklung – und ist ganz nebenbei auch noch fester Teil von Kais sportlicher Berater-Agentur.
#11 Die Familie von Florian Wirtz
Das Top-Talent Florian Wirtz ist in einer echten Großfamilie in Pulheim in der Nähe von Köln aufgewachsen.
Er ist das jüngste von insgesamt zehn Kindern und hat neun Geschwister. Die Familie gilt als extrem sportaffin: Während fast alle der zehn Geschwister in ihrer Jugend im Fußball aktiv waren, schlug auch seine ältere Schwester Juliane eine professionelle Laufbahn ein und spielt als Profifußballerin in der Bundesliga. Seine Schwester Sophia ist ebenfalls im Fußballbereich tätig und arbeitet im Nachwuchsleistungszentrum von Bayer Leverkusen, zudem unterstützt sie ihren Bruder bei der Betreuung seiner Social-Media-Profile.
Auch die Eltern prägten den sportlichen Weg früh. Mutter Karin war als Handballtrainerin beim TuS SW Brauweiler aktiv, wo sie unter anderem den späteren Nationalspieler Julian Köster ausbildete. Vater Hans-Joachim Wirtz, ein ehemaliger Beamter des Bundesgrenzschutzes, fungierte jahrelang als Erster Vorsitzender beim Heimatverein SV Grün-Weiß Brauweiler, war Florians erster Trainer und kümmert sich bis heute um die vertraglichen Angelegenheiten seines Sohnes.
Am Spielfeldrand supporten sie ihren Sohn immer:
#12 Die Familie von Jamal Musiala
Dass Jamal Musiala heute trotz seines Status als Weltstar als einer der bescheidensten Profis gilt, verdankt er seinen Eltern. Das fußballerische Talent erbte er von seinem Vater Daniel Richard, der in seiner Heimat Nigeria selbst höherklassig Fußball spielte. Als die Familie 2019 den Entschluss fasste, dass Jamal für seine Karriere zum FC Bayern wechselt, bedeutete das einen großen Einschnitt: Während sein Vater aus beruflichen Gründen in London blieb, zog Jamal mit seiner Mutter Carolin und den Geschwistern nach München.
An der Säbener Straße sorgte Mama Carolin daraufhin für das absolute Kontrastprogramm zu den Luxuskarossen der anderen Stars. Da das Supertalent anfangs noch keinen Führerschein besaß, wurde er von seiner Mutter täglich in einem einfachen, hellgrauen VW Polo zum Training kutschiert. Dieser bodenständige Mix aus der sportlichen Prägung seines Vaters in London und der direkten Fürsorge seiner Mutter in München erdet den Mittelfeldstar bis heute
#13 Die Familie von Joshua Kimmich
Joshua Kimmich wuchs in Bosingen im Schwarzwald in einem sportlich geprägten Umfeld auf. Seine Eltern, Anja und Berthold Kimmich, förderten sein Talent von Kindesbeinen an und begleiteten ihn durch sämtliche Jugendstationen. Sein Vater war selbst über viele Jahre als Amateurfußballer aktiv und unterstützt seinen Sohn heute regelmäßig im Stadion. Seinen ausgeprägten sportlichen Ehrgeiz führt Kimmich unter anderem auf seinen Großvater zurück, von dem er auch seinen zweiten Vornamen Walter erhielt.
Unterstützung erhält der Bayern-Profi zudem von seiner älteren Schwester Deborah. Die gelernte Grafikdesignerin und staatlich geprüfte Modemanagerin pflegt ein enges Verhältnis zu ihrem Bruder und drückt ihm bei seinen Vereins- und Länderspielen regelmäßig vor Ort die Daumen.
Solch einen Support erhält auch der nächste Nationalspieler:
#14 Die Mutter von Nathaniel Brown
Für Nathaniel „Nene“ Brown verlief das Jahr 2026 wie im Märchen: Der Linksverteidiger von Eintracht Frankfurt schaffte den Sprung in den deutschen WM-Kader. Dass er die Reise antreten durfte, erfuhr die Öffentlichkeit ausgerechnet durch seine Mutter. Sie war es, die in dem offiziellen, emotionalen DFB-Nominierungsvideo für ihren Sohn sprach. Dabei gab sie ihm das feste Familienmotto mit auf den Weg: „Es kommt, wie es kommt – und es kommt gut.“
Brown, der den Spitznamen „Nene“ schon seit dem Kleinkindalter von seiner Mutter verpasst bekam, weil sein voller Name damals zu schwer auszusprechen war, gilt als absoluter Familienmensch. Er wuchs bei seiner deutschen Mutter in der Oberpfalz auf und pflegt zu ihr sowie zu seinem jüngeren Bruder täglichen Kontakt.
Aufgrund seines US-amerikanischen Vaters besäße der Abwehrspieler eigentlich auch die Spielberechtigung für die USA, die im Vorfeld der WM intensiv um ihn geworben hatten. Da zu seinem leiblichen Vater jedoch kein Kontakt besteht und er ganz der Mama-Sohn ist, erteilte er den US-Amerikanern eine klare Absage: „Ich habe direkt gesagt, dass ich nur für Deutschland spielen will. Ich bin deutsch aufgewachsen, deshalb war es immer das Ziel, für den DFB zu spielen.“
#15 Der Onkel von Robert Andrich
Robert Andrich wurde das Talent ebenfalls in die Wiege gelegt.
Sein Onkel Frieder Andrich war einst ein bekannter Offensivspieler in der DDR-Oberliga, der unter anderem für die BSG Stahl Riesa sowie Vorwärts Frankfurt auflief und fünf Nachwuchs-Länderspiele absolvierte. Über viele Jahre galt er als das sportliche Aushängeschild der Familie, bevor sein Neffe Robert durch seine Erfolge mit Bayer 04 Leverkusen und den Sprung in die Nationalmannschaft diesen Platz einnahm.
Frieder Andrich verfolgte den Werdegang seines Neffen stets aufmerksam und lobte 2020 in einem Interview mit der Berliner Zeitung dessen Entwicklung: „Bei ihm ging es immer ein Treppchen aufwärts. Er hat jetzt noch einmal einen Riesenschritt gemacht, gerade im athletischen Bereich. Zudem ist er sicher am Ball, passsicher und zweikampfstark.“ Nachdem Robert Andrich bei der Heim-EM 2024 noch zum festen DFB-Aufgebot gehört hatte, wurde er für die Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht berücksichtigt. Er bleibt dem Turnier dennoch treu und begleitet die WM-Spiele in diesem Sommer als TV-Experte und Co-Kommentator.
Auch Robert Andrichs Vater ist sicher stolz auf seinen erfolgreichen Sohn:
Robert Andrichs Vater: Er ist der Bruder von DDR-Kicker Frieder Andrich!
Dass die Leidenschaft zum Fußball in der Familie liegt, bewies neben Onkel Frieder vor allem Robert Andrichs Vater Lutz. Schon in Kindheitstagen begleitete er seinen Sohn zu jedem Training und unterstützte dessen sportliche Ambitionen von Beginn an. „Ich gehe fest davon aus, dass er stolz auf mich ist, dass sein Sohn Bundesliga spielt. Er hat mich immer zum Training gefahren, zu Turnieren – er hat sehr viel investiert“, erzählte der Profi 2019 in einem Interview mit der B.Z..
Bis heute verfolgt Lutz Andrich den fußballerischen Weg seines Sohnes sehr intensiv. Er analysiert die Spiele des defensiven Mittelfeldspielers regelmäßig im Nachgang anhand von Aufzeichnungen, um die gezeigten Leistungen anschließend gemeinsam mit ihm auszuwerten.
Auch der nächste DFB-Star kommt aus einer bekannten Familie:
#16 Der Vater von Robin Koch
Der Abwehrspieler Robin Koch hat bereits einige Male das Trikot der A-Nationalmannschaft getragen und ist seit 2023 für den Bundesligisten Eintracht Frankfurt aktiv, wo er das Team mittlerweile als Kapitän aufs Feld führt. Interessanterweise war auch sein Vater ein Bundesliga-Star. Harry Koch genoss aufgrund seiner kämpferischen Spielweise große Popularität unter Fußballfans. Seine Laufbahn begann 1995 beim 1. FC Kaiserslautern, wo er trotz des Abstiegs des Teams in die 2. Bundesliga in seiner ersten Saison den DFB-Pokal gewann. Nach dem direkten Wiederaufstieg wurde er mit dem FCK 1998 sogar Deutscher Meister. Bis 2003 bestritt er insgesamt 220 Ligaspiele für die roten Teufel. Nach seiner aktiven Karriere wurde Harry Koch Fußballtrainer, gab diese Berufung aber 2011 auf.
Der nächste Nationalspieler teilt sich die Leidenschaft für den Fußball mit seiner Schwester:
#17 Die Schwester von Niclas Füllkrug
Auch Niclas Füllkrug ist nicht der einzige erfolgreiche Torjäger in seiner Familie. Seine jüngere Schwester Anna-Lena Füllkrug ist ebenfalls im Leistungsfußball aktiv. Seit dem Sommer 2017 läuft die Mittelstürmerin für die Frauenmannschaft von Hannover 96 in der Regionalliga Nord auf. Genau wie ihr Bruder zeichnet sie sich durch eine enorme Abschlussstärke und Torgefährlichkeit im gegnerischen Strafraum aus.
Die Begeisterung für den Fußball hat bei den Füllkrugs eine lange Tradition: Ihr Vater arbeitet seit vielen Jahren als Fußballtrainer im Amateurbereich, und bereits ihr Großvater Gerd Füllkrug ging einst als Profi für den SV Arminia Hannover in der 2. Bundesliga Nord auf Torejagd.
Auch die nächste Familie ist fußballbegeistert:
#18 Die Familie von Maximilian Mittelstädt
Auch die Eltern von Maximilian Mittelstädt unterstützen ihren Sohn, wo sie nur können. Und das schon seit seiner Geburt: Laut der Berliner Zeitung, die aus dem Tagebuch seiner Mutter Viola Mittelstädt zitiert, war sein Lieblingswort im Oktober 1998 bereits „Tor“. „Ich habe gewusst, dass er es schaffen wird. Er hat so einen Wahnsinnsehrgeiz“, erzählt sie im Interview. Im Jahr 2002 brachten sie ihn schließlich zum ersten Fußballtraining beim SC Staaken mit, wo er fortan stets in grauer Jogginghose erschien. Sein Idol war damals der Hertha-Torwart Gabor Kiraly. Weder Viola noch Papa Olaf haben je selbst Sport im Verein betrieben, aber arrangierten sich schnell mit der Welt des Fußballs. Schlussendlich landete Mittelstädt bei Hertha Zehlendorf und wechselte vom Torhüter zum Mittelfeldspieler. Am Ende wurde er als Linksverteidiger bei Hertha BSC ausgebildet.
2019 verriet Mama Viola dann ein schlüpfriges Detail:
Maximilian Mittelstädts Mama verrät pikantes Detail!
Im April 2019 war Mittelstädt Gast in der Sendung „100 Prozent Bundesliga“ auf NITRO. In der ersten Reihe saßen seine Eltern Viola und Olaf, während die Zuschauer*innen unter anderem Fotos von ihm als Kind und seinen alten Spielerpass zu sehen bekamen. Und hier verrät Mama Viola dann ein schlüpfriges Geheimnis! Vor laufenden Kameras berichtet sie, dass ihr Sohn während der Europameisterschaft 1996 gezeugt wurde: „Genau, da ist der Maxi entstanden“, beteuert sie. Und wenn man mal zurück rechnet, dann könnte das tatsächlich stimmen: Der heutige 29-jährige Fußballspieler des VfB Stuttgart kommt am 18. März 1997 in Berlin zur Welt. Rund neun Monate zuvor, genauer gesagt am 9. Juni, tritt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft gegen Tschechien an.
Auch Mittelstädts Bruder ist kein Unbekannter:
Der Bruder von Maximilian Mittelstädt spielte für Influencer-Klub Delay Sports Berlin
Der treueste Fan von Maxi Mittelstädt war stets sein jüngerer Bruder Frederik. Trotz eines Altersunterschieds von vier Jahren teilte er die gleiche Begeisterung für Fußball wie sein älterer Bruder. Gemeinsam verbrachten sie damals viel Zeit im Garten der Familie und auch Frederik träumte davon, Torhüter zu werden. Im Gegensatz zu seinem Bruder hat er diesen Traum tatsächlich bis heute verwirklicht – wenn auch auf unkonventionelle Weise. Der 25-Jährige war bis Ende 2025 als Keeper für den Influencer-Klub Delay Sports Berlin tätig. Dieser wurde 2021 unter anderem von Streamer Elias Nerlich gegründet, der auch gemeinsam mit Toni Kroos die Icon League ins Leben gerufen hat.
Apropos Toni Kroos:
#19 Die Eltern von Toni Kroos
Das sportliche Talent kommt bei Toni Kroos ebenfalls nicht von ungefähr. Denn auch seine Mama Birgit Kroos, geborene Kämmer, war Sportlerin! In der damaligen DDR spielte sie erfolgreich Badminton und gewann im Laufe ihrer Karriere zwei DDR-Einzeltitel sowie acht Mannschaftstitel für ihren Verein Einheit Greifswald. Sie war sogar Teil der Nationalmannschaft! Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann, dem Fußballtrainer Roland Kroos in Rostock und unterrichtet hier an einer Schule die Fächer Biologie und Sport. Im Kinofilm „Kroos“ wird vor allem die Beziehung zwischen Toni und seinem Vater in den Fokus genommen, denn beide äußern sich rückblickend kritisch über ihr Verhältnis. „Ein richtiges Vater-Sohn-Verhältnis gab es bei uns nicht“, erzählt der Kicker hier. Roland Kroos legte stets den Fokus auf die fußballerische Ausbildung seiner Söhne. Als Jugendtrainer der Kroos-Brüder widmete er sich täglich ihrer Förderung auf dem Trainingsplatz. „Vielleicht war das zu viel“, gesteht er sich im Film ein.
Tonis Bruder spielte ebenfalls Fußball:
Bruder Felix Kroos war selbst Fußballer
Auch Felix Kroos schaffte den Sprung in den Profifußball, wenngleich seine Karriere etwas anders verlief als die seines berühmten Bruders. Er durchlief zunächst die Jugendabteilungen von Hansa Rostock und schaffte dort den Sprung zu den Senioren, ehe er zum SV Werder Bremen in die Bundesliga wechselte. Nach weiteren Stationen beim 1. FC Union Berlin und Eintracht Braunschweig beendete er im Sommer 2021 seine aktive Karriere.
Große Bekanntheit erlangt er seither vor allem durch den wöchentlichen Podcast „Einfach mal Luppen“, den er sehr erfolgreich gemeinsam mit seinem Bruder Toni betreibt. In dem Format diskutieren die beiden gewohnt humorvoll über alles, was sie bewegt. Mittlerweile hat sich Felix Kroos zudem als fester TV-Experte und Co-Kommentator im deutschen Fernsehen etabliert.
Echten Support erhält auch der nächste Nationalspieler:
#20 Die Familie von Benjamin Henrichs
Der Defensivallrounder wurde 1997 als Sohn eines Deutschen und einer Ghanaerin in Bocholt geboren und besitzt aufgrund seiner familiären Wurzeln sowohl die deutsche als auch die ghanaische Staatsbürgerschaft. Gemeinsam mit seiner Schwester Tabea wuchs er zunächst in Köln-Porz auf, ehe die Familie wegen seiner fußballerischen Ausbildung in der Jugend von Bayer 04 Leverkusen dorthin umzog.
Eine ganz besonders enge Verbindung pflegt der Profi von RB Leipzig zu seiner Mutter Phyllis. Auf seinen Social-Media-Kanälen nennt er sie liebevoll „Mama Afrika“; sie begleitet ihren Sohn seit Beginn seiner Karriere regelmäßig auf Reisen und weicht ihm bei wichtigen Spielen nicht von der Seite. Diese familiäre Rückendeckung gab Henrichs auch die nötige Kraft, um sich nach einem schweren Achillessehnenriss und einer monatelangen Zwangspause im Frühjahr 2026 wieder erfolgreich zurück auf den Bundesliga-Rasen zu kämpfen.
Doch auch seine Schwester ist immer wieder auf Instagram zu sehen und unterstützt ihren Bruder, wo sie nur kann:
Die Schwester von Benjamin Henrichs
Auch Benjamin Henrichs ältere Schwester Tabea ist eine feste Säule in der Social-Media-Welt und im Umfeld des Nationalspielers. Sie ist nicht nur regelmäßig im Stadion anzutreffen, um ihren Bruder leidenschaftlich von der Tribüne aus anzufeuern, sondern hat sich auch eine eigene Online-Präsenz aufgebaut. Auf Plattformen wie Instagram und TikTok versorgt sie ihre Community regelmäßig mit abwechslungsreichem Content aus den Bereichen „Stadionvlogs & Lifestyle“, bei dem natürlich auch ihr Bruder immer wieder eine humorvolle Rolle spielt.
Die Unterstützung für ihren Bruder geht jedoch über den reinen Stadionbesuch hinaus: In der Hallenfußball-Liga „The Icon League“ engagiert sich Tabea Henrichs im Hintergrund für das von Benjamin Henrichs mitbegründete Team B2B United und sorgt dort als gute Seele und „Team-Mama“ für den nötigen familiären Rückhalt.
