Das sind die 20 unbeliebtesten (Ex-)Bundesligaspieler der Geschichte

Im deutschen Oberhaus haben sie sich nur wenige Freunde gemacht. Das sind die 20 unbeliebtesten (Ex-)Bundesligaspieler der Geschichte

Einige Spieler sind bei Fans besonders unbeliebt
Quelle: IMAGO / Sven Simon

Für Fans ist Fußball ein Thema, das mit vielerlei Emotionen verbunden ist. Kein Wunder also, dass Dinge wie aggressive Fouls, unsportliche Aktionen und Ausraster, aber auch Fehlverhalten außerhalb des Spielfelds häufig extreme Reaktionen bei ihnen auslösen. Die Spieler auf den folgenden Seiten stehen auf der deutschen Beliebtheitsskala aber ganz besonders weit unten. Dennoch können sie bei Fans des Vereins trotzdem Ikonen sein. Das sind die 20 unbeliebtesten (Ex-)Bundesligaspieler der Geschichte...

Vedad Ibisevic gilt als harter Knochen
Quelle: Julian Finney/Getty Images

Vedad Ibisevic

Der Stürmer ist als harter Knochen bekannt, schlägt öfters einmal über die Stränge. Zehn rote Karten gab es in der gesamten Karriere für die Offensiv-Kraft. Wirklich beliebt hat er sich damit nicht überall gemacht, wenngleich er beispielsweise bei den Fans seiner letzten Karrierestation, Hertha BSC, sehr positiv wahrgenommen wird. Ibisevic äußerte mehrfach seinen Unmut über die langen Sperren, die er erhielt und befürchtete, wie er damals im Kicker äußerte, in "einer Schublade" zu stecken, in die er "nicht gehöre". 

Franck Ribery fiel vielen Fans durch unsportliche Aktionen aus
Quelle: Julian Finney/Getty Images

Franck Ribéry 

Als Spieler des FC Bayern München war und ist er lange Jahre eine Instanz gewesen. Unter Bayern-Fans ist der Franzose natürlich eine absolute Legende und Vereinsikone, der eine er erfolgreichsten Phasen des FC Bayern mitprägte. Doch im restlichen Fußball-Deutschland ist Ribérys Ruf weniger schmeichelhaft. Zu viele unsportliche Aktionen, bei denen er Gegenspielern mit der Hand ins Gesicht langte und dergleichen waren seiner Beliebtheit nicht gerade zuträglich. Dass er dafür verhältnismäßig selten den fälligen Platzverweis erhielt, hat die Gemüter gegnerischer Fans nicht unbedingt beruhigt.

Tim Wiese war zeit seiner aktiven Karriere einer der unbeliebtesten Spieler der Bundesliga
Quelle: IMAGO / Alfred Harder

Tim Wiese

Er war in seiner gesamten Zeit in der Bundesliga immer ein umstrittener Spieler. Auf der einen Seite war er ein sehr guter Keeper, der mit seiner Ausstrahlung Gegner das Fürchten lehren konnte. Allerdings kam dieser Respekt nicht ausschließlich von seiner Aura, denn Tim Wiese hatte auch immer wieder Aktionen dabei, die zu weit gingen. Vor allem die Kung-Fu-Tritte gegen Thomas Müller und Ivica Olic blieben im Gedächtnis. Ebenso das rosa Torwarttrikot, das Wiese oftmals auch bei Auswärtsspielen trug und für das ihm der Hohn und Spott der Heimfans entgegenschlug.

Nach seiner Karriere als Fußballprofi absolvierte er einige Auftritte bei Wrestling-Events. Damit ist er nicht der einzige Profi, der nach seiner Karriere etwas ganz anderes machte...

Calhanoglus Abgang beim HSV sorgte für viel Unmut
Quelle: IMAGO / Sportimage

Hakan Calhanoglu

Einst galt er als kleiner Held in Hamburg - immerhin hat der Verein dem ehemaligen Karlsruher einiges zu verdanken. Mittlerweile hegen die meisten Nordlichter allerdings einen großen Gräuel gegen Calhanoglu: Immerhin hatte sein Abgang aus Hamburg einen sehr faden Beigeschmack, bei dem er sich von einem Psychologen krankschreiben ließ. Danach war zwar der Weg zu seinem Wechsel zu Leverkusen frei, allerdings hinterließ sein Abgang in Hamburg viel verbrannte Erde.

Paolo Guerrero leistete sich nicht nur einen Skandal in seiner Zeit in der Bundesliga
Quelle: IMAGO / HochZwei

Paolo Guerrero 

Der ehemalige Stürmer des FC Bayern und des Hamburger SV war zwar ein guter Stürmer in der Bundesliga, allerdings auch immer wieder für ein paar Aktionen verantwortlich, bei denen er deutlich über die Stränge schlug. So grätschte er dem damaligen VFB-Keeper Sven Ulreich brutal von hinten in die Beine, als dieser den Ball an der Eckfahne abschirmen wollte. Bei einer anderen Gelegenheit feuerte einem Zuschauer, der sich beschwerte, eine Trinkflasche gegen den Kopf. Danach musste er eine saftige Geldstrafe bezahlen.

Nabil Bentaleb war auf Schalke zum Ende hin extrem unbeliebt
Quelle: IMAGO / RHR-Foto

Nabil Bentaleb

Irgendwann zwischen der vierten und fünften Suspendierung war Nabil Bentaleb dann wohl bei so ziemlich jedem auf Schalke unten durch. Der Unmut wurde dadurch natürlich nicht geringer, dass Schalke 19 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler investiert hatte. Oder dadurch, dass es Bentaleb fertig gebracht hatte, bei zig verschiedenen Trainern den Kredit zu verspielen. Im Sommer 2021 war das Missverständnis dann beendet, was nicht wenige auf Schalke erfreut haben dürfte.

Arturo Vidal hat sich in seiner Zeit bei Bayern bei einigen Fans unbeliebt gemacht
Quelle: IMAGO / photoarena/Eisenhuth

Arturo Vidal

Er ist ein echter, chilenischer Kämpfer: Nicht zuletzt wegen ihm, der Bayern München immer wieder anpeitschte, verloren die Münchner selten ihren Siegeswillen. Andere Vereine finden ihn natürlich weniger sympathisch, er ist auf dem Platz für seine rohe und wilde Art bekannt.

Timo Werner war in der Bundesliga so unbeliebt, dass er seinen eigenen Fangesang bekam.
Quelle: Michael Steele/Getty Images

Timo Werner

Als Spieler von RB Leipzig ist man in Beliebtheitsskalen sowieso nur selten weit oben, doch seit seiner Schwalbe gegen Schalke 04 ist der Angreifer bei vielen Menschen unten durch, sodass sich ein eigener kompromittierender Fangesang herausbildete, den er immer wieder in den Stadien erdulden musste. Inzwischen kommt Timo Werner da allerdings weitgehend darum herum, schließlich ist er 2020 zum FC Chelsea gewechselt.

Arjen Robben haben seine Schwalben zu einem der unbeliebtesten Spieler gemacht
Quelle: Alex Livesey/Getty Images

Arjen Robben

Seine Affinität für Schwalben im Strafraum verschaffte ihm den Spitznamen "fliegender Holländer", und auch sonst erfreut sich der wehleidige und ehrgeizige Niederländer keiner großen Beliebtheit. Vor allem die Dortmunder haben nach seinem Siegtreffer im Finale der Champions League einen Narren an ihm gefressen und begrüßen ihm im Stadion oftmals mit Buh-Rufen. Und so gehört auch Robben, wie sein Pendant und Vereinskollege Franck Ribéry zu den streitbaren Spielern der Bundesliga-Historie. Schließlich waren beide überragende Fußballer und Arjen Robbens Aktion nach seinem Karriereende noch einmal zurückzukehren, um seinem Jugendverein FC Groningen auszuhelfen, war klasse. Doch die Schwalben Robbens und die Tätlichkeiten Ribérys konnten viele Fans der Gegner ihnen nicht verzeihen.

Maik Franz ist einer der unbeliebtesten Spieler der Bundesliga-Geschichte
Quelle: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Maik Franz

Zwar musste der ehemalige Hertha-Spieler seine Karriere 2015 wegen seiner ständigen Kniebeschwerden an den Nagel hängen, doch er ist seiner kontroversen Spielweise wegen vielen Fußballfans noch gut im Gedächtnis. So bezeichnete beispielsweise Gomez Franz wegen seines aggressiven Foul-Spiels und ständiger Beleidigungen bereits als „Arschloch“, während Wolfsburgs Grafite behauptete: „Der ist verrückt“.

Auch die Tatsache, dass Franz in der Saison 2009/10 versuchte, seine Vergehen dadurch wiedergutzumachen, dass er für jede seiner elf Gelben Karten 500 Euro für einen guten Zweck spendete, konnte an seinem bestehenden Image wenig ändern.

Mark van Bommel hatte einige unsportliche Aktionen in seiner Zeit als Spieler dabei
Quelle: IMAGO / ActionPictures

Mark van Bommel

Auch der ehemalige Bayern-Spieler Mark van Bommel hatte sich 2009 mit seiner legendären "Stinkefaust" gegen den HSV lange Zeit ins Aus katapultiert. Der Fußballer selbst behauptete, die obszöne Geste sei nur gegen sich selbst gerichtet gewesen. Viele kritisierten jedoch, dass dies nur eine von vielen unsportlichen Aktionen des Niederländers gewesen sei. 

Vragel da Silva ist als echtes Raubein in die Bundesliga-Geschichte eingegangen
Quelle: Ross Kinnaird /Allsport (Getty Images)

Vragel da Silva

Auch der ehemalige Cottbusser da Silva fiel während seiner Karriere als aktiver Fußballer immer wieder durch sein sportwidriges Spiel auf. Besonders skandalös war 2007/08 ein Urteil, das gegen ihn verhängt worden war, weil er im Spiel gegen Hannover 96 Gaëtan Krebs mit dem Ellenbogen ins Gesicht gestoßen hatte. Als Strafe musste da Silva ganze sieben Spiele aussetzen. Eine ungewöhnlich hohe Strafe, doch da Vragel da Silva dem Sportgericht nicht das erste Mal auffiel, wurde ein deutlich höheres Strafmaß gewählt.

Rafinha war in der Bundesliga unbeliebt
Quelle: IMAGO / DeFodi

Rafinha

Der Rechtsverteidiger war in seiner Zeit in der Bundesliga durchaus als Hitzkopf bekannt und hat dafür auch den einen oder anderen Platzverweis gesehen. Das hat bei den Fans gegnerischer Mannschaften nicht nur Verständnis hervorgebracht, sodass Rafinha in seiner Zeit in der Bundesliga eher zu den unbeliebteren Spielern gehört hat. Zugleich war er mit seiner giftigen Art auch immer sehr wichtig für seine Teams.

David Jarolim war nicht nur beliebt in der Bundesliga
Quelle: Bryn Lennon / Getty Images

David Jarolim

Dem gebürtigen Tschechen, der sowohl für den 1. FC Nürnberg als auch den Hamburger SV gespielt hat, wurde schon so einiges vorgeworfen: Er schinde Freistöße, foule überdurchschnittlich viel und lasse sich alle Nase lang fallen. Tatsächlich war Jarolim der erste Spieler, der nach Einführung der Bundesliga-Datenbank die 1000er-Foul-Grenze überschritt. Dennoch wurde er sowohl beim HSV als auch beim 1.FC Nürnberg sehr geschätzt. Und zwar einerseits als unermüdlicher Arbeiter und andererseits als kreativer Kopf und als ein Spieler, der ungemütlich sein wollte. Daher fiel Jarolim schnell in die Kategorie jener Spieler, die man goutiert, wenn sie fürs eigene Team spielen, aber die einem schnell sauer aufstoßen, wenn man Fan des gegnerischen Teams ist.

Emir Spahic hat sich einige Male sehr unbeliebt gemacht in der Bundesliga
Quelle: David Ramos/Getty Images

Emir Spahić

Der ehemalige Fußball-Profi aus Bosnien-Herzegowina stand von 2013-2015 bei Bayer 04 Leverkusen und anschließend für ein Jahr beim Hamburger SV unter Vertrag. Dort erfreute er sich nicht unbedingt großer Beliebtheit, was vor allem auf sein hitziges Temperament zurückzuführen ist: 2010 ohrfeigte der Bosnien in einem Länderspiel ungeahndet Marko Marin; 2015 griff er außerdem nach einem DFB-Pokal-Spiel mehrere Ordner an – und das sind nur zwei seiner Vergehen!

Sandro Wagner war einer der unbeliebtesten Bundesligaspieler
Quelle: Charles McQuillan/Getty Images

Sandro Wagner

Bei den Fans seines Ex-Vereins Hertha BSC hat Wagner keinen guten Stand: Viele nahmen ihm seine provokativen Äußerungen übel, bezeichneten den Kicker als arrogant und anmaßend. In seinen Interviews nannte er beispielsweise auch Neid als einen der Gründe, für die Debatten über die hochdotierten Fußballerverträge. Das stieß bei vielen Fans und Beobachtern des Sports auf herzlich wenig Verständnis. Auch seine körperliche Spielweise trägt nicht immer dazu bei, sich auf dem Feld beliebt zu machen. Inzwischen ist er Experte für DAZN und kann seitdem seinen Beliebtheitsgrad eher nach oben schrauben, wenngleich seine Kritiker immer noch vorhanden sind.

Albert Streit war bei Schalke schnell eine Persona non grata
Quelle: IMAGO / Dünhölter SportPresseFoto

Albert Streit

Nach einer starken Saison bei Eintracht Frankfurt, nahm Schalke 04 Albert Streit unter Vertrag. Das erschien damals wie ein sehr cleverer Deal. Doch im Nachhinein sollte sich das als große Fehlentscheidung entpuppen. Streit, der bei Schalke ein üppiges Salär kassierte, floppte komplett und als man ihn wieder abgeben wollte, hatte Streit anderes im Sinn. Er wollte lieber seinen Vertrag aussitzen. Bei allen Schalke-Fans war er danach unten durch. Bereits zuvor war Streit bei einigen Fans in Ungnade gefallen, nachdem er sich nach einer Rangelei mit MSV Duisburg-Trainer Norbert Meier geliefert hatte und er sich theatralisch hatte fallen lassen. Sein Glück: Norbert Meier hatte sich zuerst fallen lassen und stand als Trainer noch mehr im Blickpunkt des unwürdigen Geschehens.

Andreas Möller war durch seine Jahrhundertschwalbe sehr unbeliebt
Quelle: IMAGO / Camera 4

Andreas Mölller

Der ehemalige Weltmeister von 1990 und Europameister von 1996 spielte in seiner Bundesligakarriere für Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund, aber auch Schalke 04. Besonders sein Wechsel von Schalke zu Dortmund galt als Sakrileg und es gab wohl kaum einen Anhänger des BVB, der Andreas Möller diesen Wechsel verzieh. Außerdem galt Möller als Heulsuse und vor allem  nach seiner "Jahrhundertschwalbe" gegen den KSC, wo er sich - Meter vom Gegenspieler entfernt - im KSC-Strafraum fallen ließ und für den Betrug einen Elfmeter zugesprochen bekam, war er bei vielen unten durch.

Kevin Kuranyi war in seiner Bundeslig-Karriere nie besonders beliebt
Quelle: Daniel Kopatsch/Getty Images

Kevin Kuranyi

Zu seiner Zeit bei Schalke konnte Kuranyi nicht konstant abliefern, was die Fans der Knappen nutzten, um ihn zum Sündenbock zu machen. So wurde er zeitweisen sogar von den Anhängern der Mannschaft ausgepfiffen – inzwischen ist er als Berater tätig. In Erinnerung bleiben wird auf jeden Fall sein Interview, in dem er sich über die Frage des Reporters aufregt. Aber trotz seiner ausbaufähigen Beliebtheitswerte, war Kevin Kuranyi auch ein Kultspieler in seiner Bundesliga-Karriere mit seinem ikonischen Bart als unverwechselbares Wiedererkennungsmerkmal.