Fußballprofis mit Köpfchen: Die Schulabschlüsse (Ex-)DFB-Spieler
Heute sind sie Fußballprofis, doch haben sie auch was im Köpfchen? Wir zeigen dir die Schulkarriere dieser (Ex-)DFB-Spieler. Welchen Abschluss haben sie?
Das Klischee besagt ja eigentlich, dass viele Fußballspieler nicht unbedingt zu den intelligentesten Menschen unter der Sonne gehören. Schließlich müssen sie „nur“ Fußball spielen. Doch vermutlich ist dieses Vorurteil schon lange veraltet, so muss man insbesondere heutzutage als Profi intelligente Spielzüge erkennen und demensprechend auch ausspielen, um sich im umkämpften Kader weiterhin einen Platz zu sichern. Doch wie schlau sind unsere deutschen Fußballer – gemessen an ihrem Schulabschluss – wirklich? Könnten sie auch an der Uni bestehen oder sollten sie lieber auf dem „Rasen der Tatsachen“ bleiben? Das sind die Bildungsgrade und Schulabschlüsse der DFB-Mannschaft!
Manuel Neuer
Unsere Nummer 1 wechselte nach dem Schuljahr 1999/2000 von der Realschule in Gelsenkirchen-Buer auf das neu gegründete Fußballinternat Berger Feld. Dort machte er 2006 dann sein Fachabitur. Parallel spielte Neuer aber schon seit seiner Jugend bei Schalke 04 und wechselte dann bereits im Jahr 2004 zu den Herren und der Amateurmannschaft. Ein Jahr vor seinem Abi schaffte er dann endlich den Absprung zu den Profis. Von 1991 bis 2011 war er also dem Verein eine treue Seele, bis er dann schlussendlich zum Rivalen, dem FC Bayern wechselte.
Oliver Baumann
Der Keeper verbrachte fast seine gesamte fußballerische Jugend beim SC Freiburg, wo er ab dem Jahr 2000 alle Nachwuchsmannschaften durchlief. 2009 schaffte er dort den Sprung zu den Profis und blieb dem Verein bis zu seinem Wechsel nach Hoffenheim im Jahr 2014 treu. Parallel zu seiner sportlichen Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum der Freiburger drückte er ganz normal die Schulbank. Er besuchte die Max-Weber-Schule in Freiburg, eine berufliche Schule, die eng mit dem Verein kooperierte. Dort zog er seine Ausbildung diszipliniert durch und machte erfolgreich sein Abitur, sodass er neben der Profikarriere auch direkt den höchsten Schulabschluss in der Tasche hatte.
Alexander Nübel
Der Ex-Schalker Nübel hatte es (zumindest zwischenzeitlich) über Umwege in die deutsche Nationalmannschaft geschafft und wird bei seinem Verein, dem VfB Stuttgart hoch geschätzt. Doch seine Anfänge im Fußball machte er tatsächlich beim SC Paderborn, hier verbrachte er fast seine ganze Jugend. Von 2007 bis 2013 besuchte er das Reismann-Gymnasium Paderborn. Dies ist besonders dafür bekannt, sportliche Talente zu fördern. Ob er hier allerdings sein Abitur geschafft hat, ist nicht bekannt.
Antonio Rüdiger
Der heute 33-Jährige machte sein erste fußballerischen Schritte auf der Straße und kickte mit seinen Freunden schon damals regelmäßig in der Nachbarschaft. von 2000 bis 2006 spielte er beim VfB Sperber Neukölln, danach bei SV Tasmania Berlin und den Neuköllner Sportfreunden 1907. Dann wechselte er 2006 zu Hertha Zehlendorf. Professionell ausgebildet wurde er dann aber unter anderem bei Borussia Dortmund und beim VfB Stuttgart, bei dem er dann 2011 endlich den Vertrag unterschrieb. Zur Schule ging er an die Otto-Hahn-Schule in Berlin, eine sportbetonte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe.
Waldemar Anton
Er spielte 2025/26 eine super Saison und wurde daher auch vom Bundestrainer für die WM nominiert. Doch hat der Verteidiger auch was im Köpfchen? Tatsächlich ja! Der Stuttgarter drückte erfolgreich die Schulbank und bestand das Abitur. In einem Interview mit Bild verriet der heute 29-Jährige, was er gemacht hätte, wenn es mit der Fußball-Karriere nicht geklappt hätte. „Wahrscheinlich würde ich jetzt Sport-Management studieren“, erzählte er hier. Für ihn und seine Fans sicherlich gut, dass er dann doch Profispieler wurde.
Nathaniel Brown
Der Außenverteidiger wurde ab 2016 im Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Nürnberg professionell ausgebildet, wo er sich Schritt für Schritt nach oben kämpfte und schließlich 2023 seinen ersten Profivertrag unterschrieb. Bevor ihm der große Durchbruch in der Bundesliga gelang, lief seine Schulausbildung über eine spezielle Partnerschule des Nürnberger NLZ. Einen klassischen akademischen Abschluss wie das Abitur machte er dort allerdings nicht, da der Fokus voll auf dem Sport lag. Als zweites Standbein absolvierte er parallel zu den Einheiten auf dem Platz eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement in einem Fitnessstudio, um auch abseits des Fußballs etwas Festes in der Hand zu haben.
Joshua Kimmich
Der Bayern-Star wurde in Rottweil, der ältesten Stadt in Baden-Württemberg geboren und ging am Wirtemberg-Gymnasium in Stuttgart auf die Schule. Schon in seiner Jugend wechselte er 2007 in zum VfB Stuttgart. Neben Profifußball machte er sein Abitur und schaffte am Ende sogar einen Notendurchschnitt von 1,7! Damit würden ihm wohl auch ohne Fußballkarriere die Türen in der Berufswelt offen stehen, jedoch ist es wohl ziemlich unwahrscheinlich, dass sich Kimmich irgendwann gegen seine erfolgreiche Fußballkarriere stellen wird. Seine Kompetenz auf dem Platz wird immerhin sehr geschätzt.
Pascal Groß
Der 1991 geborene Mannheimer lernte viel von seinem Papa, der ihn zwischenzeitlich auch bei seinem Jugendverein VfL Neckarau trainierte. Ins Rollen kam seine Karriere aber so richtig, als er zu der TSG 1899 Hoffenheim wechselte und hier irgendwann auch im Profikader stand. Neben der Karriere weiterhin die Schule auf dem Schirm zu haben, war damals gar nicht so leicht, wie er selbst 2019 im Interview mit seinem Verein verriet: Sein Abitur habe er damals am am Sinsheimer Wilhelmi-Gymnasium bestanden, doch der Weg dahin war hart. „Ich musste in Mannheim um 6:06 Uhr den Zug nehmen, um rechtzeitig in der Schule zu sein, dann schnell ins Profi-Training, Hausaufgaben, lernen – das war als junger Spieler gepaart mit dem Druck nicht ohne“, erzählt er.
Felix Nmecha
Der Mittelfeldspieler verbrachte seine fußballerische Jugend größtenteils in England, da er schon im Kindesalter mit seiner Familie auf die Insel zog. Bereits mit etwa zehn Jahren wurde er in die renommierte Nachwuchsakademie von Manchester City aufgenommen, wo er jahrelang ausgebildet wurde und schließlich auch seine ersten Profieinsätze sammelte, bevor es für ihn zurück nach Deutschland ging. Aufgrund des frühen Umzugs und des straffen Zeitplans in der City-Academy durchlief er dort logischerweise auch seine komplette schulische Ausbildung. Welchen genauen Schulabschluss er in England letztendlich gemacht hat, ist allerdings nicht bekannt, da er diesen Teil seiner Vergangenheit bisher nicht öffentlich kommuniziert hat.
Aleksandar Pavlovic
Der erst 22-jährige Aleksandar Pavlovic gilt als Hoffnungsträger für den FC Bayern, aber auch für die deutsche Nationalmannschaft. Als Talent hat er es im Klub nach ganz oben geschafft, denn in München durchlief er alle Jugendabteilungen des Vereins. Hier gilt er inzwischen als „tolles Vorbild für unsere Jungs am Campus“, wie der Rekordmeister selbst sagt. Hier hat Pavlovic schlussendlich auch seinen Abschluss gemacht. Welcher genau das war, ist leider nicht bekannt.
David Raum
Der in Nürnberg geborene Fußballspieler steht derzeit bei RB Leipzig unter Vertrag, doch in seiner Jugend spielte er sehr lange für den SpVgg Greuther Fürth und wurde hier auch in die Herrenmannschaft übernommen. Schon im Alter von nur acht Jahren begann seine Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum der SpVgg Greuther Fürth und er machte dort auch seinen Schulabschluss. Inzwischen wird er diesen aber nicht unbedingt mehr brauchen.
Nico Schlotterbeck
Nico Schlotterbeck, geboren in Waiblingen, entwickelte sein fußballerisches Talent in seiner Heimatstadt, wo er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Keven für die SG Weinstadt auflief. Die Leidenschaft für Fußball wurde in dieser familiären Umgebung weitergegeben, da auch ihr Onkel selbst Profifußballer war und für namhafte Vereine wie die Stuttgarter Kickers, den SC Freiburg und Hannover 96 spielte. Nach dem Ende seiner Spielerkarriere setzte er sich aktiv für die Entwicklung junger Fußballtalente ein und gründete eine Förderschule, auf der auch seine eigenen Kinder, Keven und Nico, ihre fußballerische Ausbildung genossen. Dieser familiäre Hintergrund hat zweifellos zum Erfolg der Schlotterbeck-Brüder im Fußball beigetragen.
Angelo Stiller
Der gebürtige Münchner begann seine fußballerische Laufbahn direkt in der Region und wechselte schon 2010 in die Jugendabteilung des FC Bayern München. Dort durchlief er über elf Jahre hinweg sämtliche Nachwuchsmannschaften bis hin zu den Amateuren, bevor er über die Station Hoffenheim schließlich beim VfB Stuttgart zum absoluten Leistungsträger reifte. Während seiner intensiven Zeit im Bayern-Nachwuchs kam aber auch die Schule nicht zu kurz. Er besuchte das Theodolinden-Gymnasium in München, das als Eliteschule des Sports zertifiziert ist. Trotz des harten Trainingsalltags an der Säbener Straße zog er die Schulzeit voll durch und machte dort im Jahr 2021 erfolgreich sein Abitur.
Jonathan Tah
Experten erkannten das Talent des Leverkusener Jonathan Tah bereits früh. Als echter Hamburger Jung durchlief er zunächst die Junioren-Mannschaften des Vereins und stieg ab 2013 in den Profikader des Hamburger SV ein. Auch hier wurde er gefördert, wenngleich auch seine schulische Laufbahn nicht außer Acht gelassen wurde. Neben Trainings- und Spielalltag drückte auch er die Schulbank. Am Ende freute sich Tah über die Fachhochschulreife an der Oberstufe Foorthkamp.
Malick Thiaw
Der Innenverteidiger verbrachte den wichtigsten Teil seiner fußballerischen Ausbildung in der berühmten „Knappenschmiede“ des FC Schalke 04. Ab 2015 durchlief er dort die Jugendteams, schaffte 2020 den Sprung zu den Profis und blieb dem Verein bis zu seinem Wechsel zur AC Mailand im Jahr 2022 treu. Parallel zum harten Training auf Schalke ging es für ihn in Gelsenkirchen auch in der Schule hoch hinaus. Er besuchte die Gesamtschule Berger Feld, die für ihre extrem enge Kooperation mit dem Verein bekannt ist und schon viele spätere Nationalspieler hervorbrachte. Dort zog er die Schulbank bis zum Ende durch und machte erfolgreich sein Abitur.
Chris Führich
Der Stuttgarter hat sich in der Saison 2023/24 zu einem echten Schlüsselspieler für die Schwaben entwickelt. Auf dem Feld ist er offensiv einsetzbar und bringt stets konstante Leistungen. Seine Karriere begann aber natürlich bereits ein bisschen früher: Als 19-Jähriger lief er in der Saison 2017/2018 für seinen damaligen Verein 1. FC Köln auf und kam in der Bundesliga damals zwei Mal zum Einsatz. Welchen Schulabschluss er hat, ist leider nicht bekannt.
Nadiem Amiri
Der Mittelfeldspieler verbrachte seine entscheidenden Jahre in der Jugend bei der TSG 1899 Hoffenheim, wo er ab 2012 im Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wurde und später auch seinen Durchbruch in der Bundesliga feierte. Dass der Spagat zwischen Profifußball und Schule gelingen kann, bewies er genau in dieser Zeit. Parallel zur intensiven Ausbildung im Verein drückte er die Schulbank und legte schließlich erfolgreich seine Prüfungen ab. Gemeinsam mit seinem damaligen Hoffenheimer Mitspieler Jeremy Toljan zog er das Ganze durch und erlangte so das Abitur, womit er die allgemeine Hochschulreife in der Tasche hatte, noch bevor die Profikarriere so richtig an Fahrt aufnahm.
Maximilian Beier
Der Stürmer traf schon früh eine weitreichende Entscheidung für seinen großen Traum: Bereits im Alter von 13 Jahren verließ der gebürtige Brandenburger seine Heimat, um auf die Eliteschule des Sports in Cottbus zu wechseln. Nur zwei Jahre später, mit 15, zog er weiter in das Nachwuchsleistungszentrum und das Spielerwohnheim der TSG Hoffenheim, wo er fußballerisch den Feinschliff bekam und schließlich auch den Sprung zu den Profis schaffte. Parallel zu den intensiven Einheiten im Hoffenheimer Nachwuchs baute er auch seine schulische Basis aus. Er beendete die Schule schließlich mit der Mittleren Reife und entschied sich mit dem Realschulabschluss in der Tasche bewusst gegen das Abitur, um sich ab diesem Zeitpunkt komplett auf seine Karriere im Profifußball zu fokussieren.
Leon Goretzka
Der gebürtige Bochumer kickte schon im Alter von vier Jahren beim Werner SV 06 Bochum. Im Jahr 2001 wechselte er dann zum VfL Bochum und durchlief dort alle Jugendabteilungen. 11 Jahre später, in der Saison 2012/13 feierte er dann sein Bundesligadebüt. Damals war er erst 17 Jahre alt und drückte währenddessen auch fleißig die Schulbank. 2013 wechselte er zu Schalke 04 und schaffte trotz der Doppelbelastung zwischen Schule und Fußball 2014 das Abitur am Alice-Salomon-Berufskolleg. Inzwischen ist er einer der erfolgreichsten Fußballer Deutschlands.
Kai Havertz
Der 1999 in Aachen geborene Mittelfeldspieler gehört heute zum etablierten Ensemble der deutschen Nationalmannschaft. Nach seinen Jugendstationen über Alemannia Aachen bis zu Bayer 04 Leverkusen wechselte er auch danach in die Herrenmannschaft. Im Alter von 18 Jahren bestand er sein Abitur. Seine Leistungskurse: Deutsch und Sport. Ex-Trainer Roger Schmidt bestärkte den jungen Profi damals seine Schule trotz Karriere durchzuziehen. Während der Prüfungsvorbereitung organisierte der Verein ihm sogar einen Nachhilfelehrer in Mathe. Im Nachhinein ist er sicherlich ziemlich froh, dass er die Schule beendet hat.
Lennart Karl
Das Top-Talent durchlief die Ausbildung am FC Bayern Campus, wo er zu den vielversprechendsten Offensivhoffnungen des Vereins gehört und bereits im Jugendbereich mit überragenden Quoten glänzt. Da der Spagat zwischen dem extrem intensiven Training beim Rekordmeister und dem Klassenzimmer geschafft werden muss, absolviert er seine schulische Laufbahn direkt parallel zur fußballerischen Ausbildung am Campus. Den Mittelschulabschluss hat er bereits erfolgreich in der Tasche, und auch der nächste Meilenstein steht fest auf dem Plan: Für das Jahr 2026 hatte er seine Prüfungen für den Realschulabschluss angesetzt.
Jamie Leweling
Der Offensivspieler sammelte seine ersten Erfahrungen im höherklassigen Jugendfußball unter anderem beim 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth, wo er in den Nachwuchsleistungszentren den Sprung zum Profi vorbereitete. Bevor der Fokus aber zu einhundert Prozent auf dem täglichen Training und der Karriere auf dem Platz lag, sorgte er in der Schule für eine solide Basis. Er zog seine Schullaufbahn ordentlich durch und beendete sie erfolgreich mit dem mittleren Schulabschluss.
Jamal Musiala
Eines der Küken im Kader oder auch „Bambi“ wie Musiala liebevoll von seinen Mannschaftskollegen genannt wird, begann seine Fußballlaufbahn in Fulda beim TSV Lehnerz. Schon dort galt er als Ausnahmetalent. Als er acht Jahre alt war, zog die Familie dann nach England. Wenig später wurde der FC Chelsea auf ihn aufmerksam. Neben dem Fußball spielte aber auch die Schule eine Rolle in seinem Leben. An der Whitgift School, einer Privatschule machte er dann seinen „Business A-Level-Abschluss“, der mit einem Fachabitur zu vergleichen ist.
Leroy Sane
Leroy Sane wuchs im Bochumer Stadtteil Wattenscheid auf. Wie Manuel Neuer ging auch Leroy Sane auf die Gesamtschule Berger Feld, die mit Schalke 04 zusammenarbeitet. Dort machte er 2015 allerdings „nur“ seinen Realschulabschluss und kein Abitur. „Weil ich die 10. Klasse wiederholen musste, war ich dann fast 18 und bekam einen Vorvertrag mit Schalke“, berichtete er damals in einem Interview. Das war der Grund, warum er sich dann nur noch auf den Fußball konzentrierte. Seine beiden Brüder sind ebenfalls Fußballspieler. Der 23-jährige Sidi Sane spielt aktuell für Bayern München, Kim Sane steht bei SG Wattenscheid 09 unter Vertrag.
Deniz Undav
Der deutsch-türkische Kicker ist eine echte Konstante in der DFB-Elf. Als Stürmer bringt er top Leistung auf dem Platz und wird dafür auch mit der WM-Nominierung belohnt. Tatsächlich ist Undav nicht der typische Profi aus dem Bilderbuche, denn sein Weg zum BL-Kicker war ziemlich steinig. Im Alter von 19 Jahren schloss er eine Ausbildung zum Maschinenführer ab. Weil er seinen Eltern damals nicht zur Last fallen wollte, ernährte er sich zum Monatesende nur von Toast und Krautsalat. „Wenn ich mal draußen mit Mannschaftskollegen gegessen habe, tat das schon weh im Geldbeutel. Aber ich wollte nicht immer absagen“, erklärte er einst.
Florian Wirtz
Der Shootingstar der deutschen Nationalmannschaft ist inzwischen unverzichtbar für das Team und kann ein wichtiger Teil für die zukünftige Nationalmannschaft sein. Der 23-Jährige gilt als absolutes Top-Talent und durchlief alle Jugendabteilungen des DFB. Doch welchen Schulabschluss hat der Kicker eigentlich? Tatsächlich hat er seit 2021 das Abitur in der Tasche! Das war sicherlich gar nicht mal so leicht, immerhin hatte er damals eine echte Doppelbelastung. Während er für Bayer 04 Leverkusen auf dem Platz stand, drückte er gleichzeitig die Schulbank. Damals war er gerade einmal 17 Jahre alt und schon ein echter Star.
Nick Woltemade
Der großgewachsene Offensivspieler ist ein echtes Bremer Eigengewächs und wechselte schon 2014 in die Jugendabteilung des SV Werder Bremen. Dort schaffte er alle Jugendteams und feierte bereits im Jahr 2020 als Teenager sein Debüt in der Bundesliga, bevor er nach einer erfolgreichen Leihe nach Elversberg schließlich beim VfB Stuttgart landete. Seine ersten Schritte als Bundesliga-Profi fielen dabei mitten in eine extrem stressige Phase im Klassenzimmer. Woltemade besuchte das Gymnasium Links der Weser in Bremen, das als offizielle „Eliteschule des Fußballs“ eng mit Werder kooperiert. Dank dieser Unterstützung konnte er Profisport und Unterricht perfekt koordinieren und legte dort im Jahr 2021 erfolgreich sein Abitur ab.
Die aussortierten Ex-Spieler
Kevin Trapp
Keeper Trapp wuchs im schönen Saarland auf und steckte schon im Alter von sieben Jahren beim FC Brotdorf in den Fußballschuhen. Im Jahr 2005 wechselte er nach Stationen von SSV Bachem bis SV Mettlach schließlich in die Jugendabteilung des 1. FC Kaiserslautern. Damals war er grade einmal 15 Jahre alt und zog ohne seine Familie um. Sein Ziel: Das Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern, das mit dem Verein kooperiert. Hier bestand er auch schlussendlich dann sein Fachabitur und konnte sich danach vollends auf seine Fußballkarriere konzentrieren.
Robin Koch
Der Nationalspieler hatte einen recht ungewöhnlichen Weg zum Profispieler. Geboren in Kaiserslautern, wurde der Innenverteidiger zwar schon früh gefördert – auch durch seinen Vater Harry Koch, der selbst mal bei Lautern spielte – doch zunächst blieb er vor allem für den DFB unter dem Radar. Zwar wurde er zu Sichtungslehrgängen eingeladen, doch es sollte fast 10 Jahre dauern, bis er es in den Kader der deutschen U21 schaffte. Um sich ein zweites Standbein aufzubauen, absolvierte Koch 2014/15 erfolgreich eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Diese ist momentan wohl eher nebensächlich.
Armel Bella Kotchap
Von dem 24-jährigen Innenverteidiger dürften bisher nur die Wenigsten gehört haben. Tatsächlich lernte er im Alter von vier Jahren bei Rot Weiss Ahlen das Fußballspielen. Sein Weg führte ihn durch mehrere Jugendstationen von Borussia Mönchengladbach über den MSV Duisburg bis hin zum VfL Bochum. Dort wurde er Teil der Nachwuchsabteilung, des sogenannten Talentwerks und wurde hier ebenso schulisch ausgebildet. Auch in der Nationalmannschaft der U18 bis U21 kam er zum Einsatz. In der Saison 2022/23 wechselte er dann von Bochum in die Premiere League nach Southampton, wo seine Leistung jetzt wohl ausschlaggebend für die Nominierung der WM 2022 war. Seitdem war er nicht mehr in der Nationalmannschaft.
Weiter geht‘s.
Robert Andrich
Auch Robert Andrich setzte sich neben seiner Leidenschaft, dem Fußball, mit seiner Zukunft auseinander. Lange durchlief er alle Stationen in der Jugend von Hertha BSC und wechselte erst 2015 zu Dynamo Dresden. Inzwischen hat er es nach ganz oben geschafft, doch er wird sich sicher noch an die alten Zeiten erinnern. Am Ende des Schuljahrs 2012/13 bestand er erfolgreich seine Ausbildung zum Sportassistenten am Oberstufenzentrum II in Potsdam.
Maximilian Mittelstädt
Schon in seiner Jugend stand Maximilian Mittelstädt am Trainignsplatz von Hertha BSC und schaut zu seinen Idolen hinauf. Inzwischen ist der Ex-Herthaner selbst Fußballprofi und steht bei VfB Stuttgart unter Vertrag. Seine Wurzeln liegen aber nach wie vor in Berlin und beim Hauptstadtklub. Und er hat zudem noch was im Kopf! 2015 absolvierte der heute 29-Jährige erfolgreich sein Abitur an der Poelchau-Oberschule.
Benjamin Henrichs
Der Leipziger musste wie seine Mitspieler ebenso einst die Schulbank drücken. Im Jahr 2015 spielte er noch in der Jugend der Nationalmannschaft und hatte auch hier einen strikten Zeitplan. Kurz zuvor war er mit seiner Familia nach Leverkusen gezogen und besuchte hier das Landrat-Lucas Gymnasium. Dieses ist nämlich seit 2008 vom DFB als Eliteschule des Fußballs anerkannt und bietet den angehenden Profispielern „bestmögliche Bedingungen“, um Karriere und den Sport miteinander zu vereinen. Das Konzept nennt sich „Duale Karriere“ und ermöglichte Henrichs schließlich das Abitur erfolgreich zu bestehen.
Niclas Füllkrug
Der 1993 geborene Hannoveraner spielte ganze neun Jahre lang, bis er 14 Jahre alt war im heimischen Stadtteil Ricklingen in Hannover. 2006 wechselte er dann zu Werder Bremen und pendelte zunächst halbwöchentlich zum neuen Verein. Schließlich zog er aber ganz in das Internat der Hanseaten. Dort bestand er schließlich auch das Abitur. Mit Zwischenstationen von Greuther Führt, Nürnberg, Hannover 96 und wieder Werder Bremen, Borussia Dortmund und schließlich in England aktiv! Für die WM 2026 wurde er nicht berücksichtigt.
Jonas Hofmann
Beim FC Rot, ein Verein in einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg begann Jonas Hofmann seine Karriere. Im Jahr 2004 wechselte er zur Jugend der TSG 1899 Hoffenheim. Dort besuchte er die Max-Weber Schule in Sinsheim mit dem Schwerpunkt Sport und Sportmanagement und entschied sich dafür sein Fach-Abitur zu machen, da es sich damals laut eigener Aussage am besten mit Fußball und Schule vereinbaren ließ. Sein Weg führte ihn dann zu Borussia Dortmund und schließlich zu Borussia Mönchengladbach. Im Jahr 2023 ist er zum Bayer 04 Leverkusen gewechselt.
Karim Adeyemi
Inzwischen spielt Adeyemi beim BVB und wurde sogar schon in die Nationalmannschaft berufen. In Sache Schule lief es damals aber so gar nicht rund. In einem Interview verriet er schon 2020, dass er vor seinem Wechsel zu Red Bull Salzburg seinen Realschulabschluss machen wollte, es jedoch aufgrund es Wechsels nicht geschafft habe. Damals habe er in der Schule immer so gedacht: „Der Lehrer ist schuld. Ich bin kein Typ, der stundenlang in der Schule hocken und aufpassen kann. Ich glaube, dass ich mittlerweile aber verstanden habe, dass ich selbst dafür verantwortlich war.“ Ob er seinen Abschluss inzwischen nachgeholt hat, ist fraglich, da er seit der Saison 2022/23 bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht und jedes Wochenende eher auf dem Rasen als auf der Schulbank Platz nimmt.
İlkay Gündoğan
Gemeinsam mit seinem älteren Bruder wuchs der Ex-Nationalspieler in seiner Geburtsstadt Gelsenkirchen auf. Seinen Schulabschluss machte er jedoch nicht dort, sondern an der Bertold-Brecht-Schule in Nürnberg, eine Partnerschule seines damaligen Fußballvereins dem 1. FC Nürnberg. 2011 verließ er die Schule mit dem Abitur. Die Abinote verriet er und die Schule jedoch nie: „Der Verein, die Schule und ich haben sich verständigt, das nicht zu tun“, sagte er damals. Dennoch berichtete er, dass er „unter den Umständen“ recht gut abschnitt.
Marc-Andre Ter Stegen
Marc-Andre Ter Stegens Werdegang vom talentierten Nachwuchsspieler zum gefeierten Weltklasse-Torhüter ist wirklich bemerkenswert. Im Gegensatz zu vielen anderen Profifußballern durchlief er keine renommierten Sportschulen oder Internate, sondern spielte einfach bei den Junioren von Borussia Mönchengladbach und besuchte gleichzeitig eine gewöhnliche Gesamtschule in der Stadt. Während viele Nachwuchsspieler in Internaten untergebracht sind und ihre Ausbildung auf den Fußball ausrichten, schloss Ter Stegen sein Fachabitur ab. Diese bodenständige Herangehensweise ist vielleicht ein Teil des Geheimnisses seines Erfolgs.
Matthias Ginter
Zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag schoss Ginter damals direkt bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz das entscheidende Siegtor für den SC Freiburg. Damals steckte der junge Spieler noch im Abiturstress bei der SC-Fußballschule und absolvierte zwei Tage nach einem Bundesligaspiel Montag morgens die Abiturprüfung. Auch im Trainingslager war sein Lernstoff immer mit dabei. Während seine Mannschaftskollegen in ihrer Freizeit den Kopf frei kriegen konnten, musste Ginter sich mit Matheaufgaben herumschlagen. Schlussendlich bestand er das Abitur aber natürlich. Wenig später absolvierte er sogar ein Fernstudium zum Sportmanager!
Niklas Süle
Der Ex-Kicker wurde in Frankfurt a.M. geboren und begann das Kicken bei Rot-Weiß Walldorf. 2006 wurde er dann von Eintracht Frankfurt geholt und spielte dort in der Jugendabteilung. Parallel zu seiner Fußballkarriere schloss er die Mittlere Reife an der Kraichgau-Realschule in Sinsheim ab. Zu der Zeit spielte er für die TSG Hoffenheim und wurde wenig später vom FC Bayern verpflichtet. Nach der Schule fokussierte er sich somit vollends auf das Fußballspielen und diese Strategie hat ihm wohl nicht geschadet.
Thomas Müller
Der mehrmals ausgezeichnete Fußballer Thomas Müller besuchte damals das Gymnasium Weilheim in Oberbayern und verließ dieses 2008 wieder mit dem Abitur in der Tasche. Während seiner Schulzeit war er sogar noch Ministrant in seiner Heimat Pähl im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Schon im Jahr 2000 wechselte er dann aber zur Jugendabteilung des FC Bayern. Sein Bundesligadebüt gab er dann kurz nach seinem Abi am 15. August 2008. Bis heute ist er dem Verein treu geblieben und wohl definitiv dort nicht mehr wegzudenken.
Thilo Kehrer
Der Spieler besuchte als Kind die Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen und wechselte 2009 dann ins Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart. 2012 wurde er dann von niemand Geringerem als Schalke 04 in die Knappenschmiede geholt und besuchte dort dann die Gesamtschule Berger Feld, die er schlussendlich mit dem Abitur verließ. Danach spielte er noch einige Jahre bei der ersten Mannschaft der Schalker und wagte dann 2018 sogar den Schritt ins Ausland. Mit PSG gewann er sogar drei Meistertitel und erreichte 2020 das Finale der Champions League.
