Nach der EM ist Schluss: Joachim Löw hört als Bundestrainer auf

Die überraschende Neuigkeit teilte nun der DFB mit: Nach der EM ist Schluss, Joachim Löw wird seine Karriere als Bundestrainer beenden.

Joachim Löw beendet Karriere als Bundestrainer.
Quelle: IMAGO / Eibner

Diese Nachricht dürfte für viele überraschend kommen: Bundestrainer Joachim Löw beendet seine Karriere als Bundestrainer nach der EM. Laut des DFB soll er darum gebeten haben, seinen ursprünglich bis zur WM 2022 laufenden Vertrag nach dem Turnier vorzeitig zu beenden. 

Joachim Löw beendet seine Karriere als Bundestrainer

Zu dem jetzigen Zeitpunkt dürfte wohl keiner damit gerechnet haben. Am Dienstag wurde der amtierende Bundestrainer auf der Seite des "Deutscher Fußball-Bund" folgendermaßen zitiert: "Ich gehe diesen Schritt ganz bewusst, voller Stolz und mit riesiger Dankbarkeit, gleichzeitig aber weiterhin mit einer ungebrochen großen Motivation, was das bevorstehende EM-Turnier angeht." Weiter wird Löw zitiert: "Stolz, weil es für mich etwas ganz Besonderes und eine Ehre ist, mich für mein Land zu engagieren. Und weil ich insgesamt fast 17 Jahre mit den besten Fußballern des Landes arbeiten und sie in ihrer Entwicklung begleiten durfte." 

Der Nationaltrainer war seit dem seit 1. August 2006 Chefcoach, bevor er zwei Jahre lang unter Jürgen Klinsmann als Assistent fungierte.

Doch wie reagieren wohl lange Weggefährten wie Oliver Bierhoff auf die überraschende News?

Auch Oliver Bierhoff reagierte auf die Worte des Bundestrainers.
Quelle: IMAGO / Sven Simon

"Uns verbindet im Sommer weiterhin ein großes gemeinsames Ziel."

Viele Jahre haben Löw und Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und DFB-Akademie, zusammengearbeitet, die beiden verbinde laut Bierhoff ein besonderes Verhältnis: "Joachim Löw und ich haben fast 17 Jahre lang eng zusammengearbeitet. Wir durften gemeinsam so viel erleben und auch zusammen durchstehen. Es ist schon ein besonderes Verhältnis, das vor allem von absolutem Vertrauen geprägt ist." wird er auf der Seite des DFB zitiert. "Ich bedauere, dass sich nach der EURO unsere Wege beruflich voneinander trennen. Persönlich werden wir verbunden bleiben." versichert der ehemalige Profikicker weiter. Außerdem haben die beiden noch ein gemeinsames Ziel vor Augen: Die EM.

Doch wer kommt nach Jogi Löw?

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Wer wird nun der neue Bundestrainer?

Spekulationen gibt es wohl zum jetzigen Zeitpunkt bereits viele, allerdings gibt es Seitens des DFB, der die überraschende Nachricht auch auf seinem Instagram-Account verkündete, noch keine Antwort auf diese Frage. DFB-Präsident Fritz Keller lobt unterdessen im Namen des DFB, "was er an Jogi hat, er ist einer der größten Trainer im Weltfußball." Löw habe früh genug den DFB über seine Entscheidung informiert: "Dass er uns frühzeitig über seine Entscheidung informiert hat, ist hoch anständig. Er lässt uns als DFB somit die nötige Zeit, mit Ruhe und Augenmaß seinen Nachfolger zu benennen."

Als Nationaltrainer kann Jogi Löw 189 Spiele und 120 Siege auf seine Fahne schreiben. Eine beachtliche Leistung.

Jogi Löw tritt vor der Pressekonferenz vor die Kameras
Quelle: IMAGO / Jan Huebner

Das wurde auf der Pressekonferenz mitgeteilt

Für den 11. März wurde vom DFB eine Pressekonferenz einberufen, an der der scheidende Bundestrainer Jogi Löw, der DFB-Direktor Oliver Bierhoff und DFB-Präsident Fritz Keller teilnahmen. Dabei ging Löw auf die Gründe ein, die ihn zu seinem Rücktritt bewogen haben, während sich an Oliver Bierhoff vornehmlich Fragen zur Nachfolge Löws richteten. Dabei machte Oliver Bierhoff allerdings deutlich, dass er keine Personalien kommentieren würde. Allerdings wurden immer wieder vier Namen genannt, die in der Öffentlichkeit kursierten. Zum einen Liverpool-Coach Jürgen Klopp, der allerdings schnell absagte, der aktuelle Coach der U21-Nationalmannschaft Stefan Kuntz, sowie Ralf Rangnick und Hansi Flick, der allerdings noch bis 2023 beim FC Bayern unter Vertrag steht.

Jogi Löw äußerte sich allerdings auch zu seinen Beweggründen...

Jogi Löw vor der Pressekonferenz
Quelle: IMAGO / Jan Huebner

Mit Sicht auf die EM 2024 im eigenen Land, sagte Löw, dass "der Umbruch, den wir 2019 eingeleitet haben, richtig war." Weiter meinte er: "Wir werden unser Leistungshoch 2024 im eigenen Lande haben. Es muss zu einer Explosion führen."

Zu seinem Rücktritt teilte er mit, er habe sich "unabhängig vom Spanien-Spiel" Gedanken gemacht. Und ihm Zuge dessen sei er zu dem Entschluss gekommen, dass es nun soweit sei, "den Stab weiterzugeben."