Was macht eigentlich Kevin Pannewitz heute?

Kevin Pannewitz spielte für den VfL Wolfsburg - doch statt einer Profi-Karriere fand er sich sehr bald in unterklassigen Ligen wieder. Was macht er heute?

Kevin Pannewitz im Trikot des VfL Wolfsburg
Quelle: IMAGO / Christian Schroedter

Zum 1. Juli 2012 wechselte Kevin Pannewitz im Alter von 20 Jahren für eine Ablöse von 300.000 Euro zum VfL Wolfsburg. Damals gilt er in Deutschland als großes Talent und eine Zukunft als Bundesligaspieler scheint ihm bevorzustehen. Doch es sollte alles ganz anders kommen. Denn Kevin Pannewitz absolvierte letztendlich kein einziges Spiel für die Wölfe in der ersten Liga, kam stattdessen hauptsächlich in der 2. Mannschaft des VfL zum Einsatz. Ein Jahr später ist das Kapitel in Wolfsburg beendet und Kevin Pannewitz hat erstmals große Schwierigkeiten, einen Verein zu finden. Denn eine Karriere in der Bundesliga bleibt ihm nicht grundlos verwehrt. Wie es weiterging und was Kevin Pannewitz heute macht, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.

Doch beginnen wir von vorne ...

Kevin Pannewitz galt bei Hansa Rostock als Top-Talent
Quelle: IMAGO / Christoph Reichwein

Das Top-Talent bei Hansa Rostock

Beim Klub aus Rostock startete die Karriere des Kevin Pannewitz. Zuvor durchlief er die Jugendabteilungen diverser Berliner Vereine. Für Hansa Rostock debütierte er am 2. November 2009 als gerade einmal 18-Jähriger bei der 0:2-Niederlage gegen St. Pauli. Ganze 83 Minuten spielte er bei der Partie. Schnell mauserte sich das Talent zum Stammspieler und weiß mit starken Leistungen zu überzeugen. Doch es dauerte auch nicht lange, dann bekam er das erste Mal in seiner Karriere Probleme mit der Disziplin. Ende Juli 2011 wurde er erstmals suspendiert, am 1. November 2011 folgte eine abermalige Suspendierung wegen disziplinarischer Probleme. Genau genommen ging es dabei vor allem um Gewichtsprobleme. Im folgenden Sommer folgte dann der Wechsel zu Wolfsburg.

Kevin Pannewitz scheiterte beim VfL Wolfsburg
Quelle: IMAGO / Rust

Scheitern beim VfL Wolfsburg

Besonders interessant an Pannewitz' Wechsel zum VfL Wolfsburg war der Umstand, dass Felix Magath der Trainer und sportliche Verantwortliche war, der Kevin Pannewitz nach Wolfsburg lotste, schließlich gilt dieser als Disziplin-Fanatiker und hat daher auch den Spitznamen „Quälix" erhalten. Doch Kevin Pannewitz scheiterte beim VfL Wolfsburg komplett. Nicht einmal in der 2. Mannschaft des Vereins in der Regionalliga Nord kam er auf viele Einsätze. Nach einem Jahr standen lediglich drei Einsätze mit insgesamt 89 Minuten Spielzeit zu Buche. Danach tat er sich zunächst schwer, einen neuen Verein zu finden. Nach dem Intermezzo bei Wolfsburg war er bis zum Oktober 2013 vereinslos.

Pannewitz' letzte Chance als Profi-Fußballer
Quelle: IMAGO / Christian Schroedter

Die letzte Chance

Im Oktober wechselte Pannewitz dann zum Golsarer SC und spielte dort weiterhin in der Regionalliga Nord. Nach zwei Jahren war jedoch auch dieses Kapitel beendet und es folgten Stationen bei Altglienicke in der Berlin-Liga und Oranienburg in der Brandenburgliga. Während er bei Altglienicke durchaus zu einigen Einsätzen kam, blieb es bei Oranienburg wettbewerbsübergreifend lediglich bei drei Einsätzen. Danach bemühte er sich um ein Comeback auf Profi-Niveau und wechselte zum Drittligisten Carl Zeiss Jena. Es war seine letzte Chance auf eine Karriere als Profi-Fußballer. Sein Schwager Timmy Thiele, der dort als Stürmer kickte, hatte ihm zunächst ein Probetraining ermöglicht. In der Folge nahm Pannewitz deutlich ab und erhielt einen Vertrag. In seiner ersten Saison kam er auf 14 Einsätze, in der zweiten lediglich auf neun Spiele. Am 9. Januar 2019 wurde Pannewitz' Vertrag dann außerordentlich gekündigt. Aufgrund einer fehlenden Begründung klagte er und man einigte sich in der Folge außergerichtlich.

Kevin Pannewitz ist heute für Delay Sports Berlin aktiv
Quelle: IMAGO / Matthias Koch

Was macht Kevin Pannewitz eigentlich heute?

Danach heuerte er bei den Berliner Kreisligisten Siemensstadt und FC Amed an. Dann ging er zum neu gegründeten Verein Delay Sports Berlin. Dieser ist von Elias Nerlich gegründet worden, der bei YouTube mehr als 1 Millionen Abonnenten hat. Dort spielt er u.a. mit Sidney Friede zusammen, der einige Jahre bei Hertha BSC unter Vertrag stand, seine Profikarriere aber zugunsten seiner Karriere als Streamer beendet hat. Mit Bilal Karamieh spielt dort noch ein weiterer YouTuber, der zuvor bereits in der Jugend für Hertha BSC kickte und auch bei der 2. Mannschaft des FSV Mainz 05. Somit befindet sich Kevin Pannewitz dort durchaus in prominenter Gesellschaft. Als Trainer hatte er zwischenzeitlich auch beim Nordberliner SC gearbeitet, jedoch wurde die Zusammenarbeit nach acht Monaten vom Verein aus beendet.

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Kevin Pannewitz will MMA-Kämpfer werden

Kevin Pannewitz ist immer für eine Überraschung gut. Jetzt soll es für ihn anstatt auf den Rasen in den Käfig gehen. Denn im Herbst 2023 wird er sich einen Kampf als MMA-Fighter liefern. Sein Duellpartner steht auch schon fest: Kein Geringerer als der einstige Torjäger Martin Fenin wird mit ihn zusammen in den Ring steigen. „Ich will mir und allen da draußen beweisen, dass man alles schaffen kann, wenn man es wirklich will! Der Sportler in mir wird jetzt die härteste Sportart der Welt, MMA, bezwingen“, sagte Pannewitz gegenüber der BILD. Doch eine Hürde steht ihm noch bevor: die Gewichtsabnahme. Denn für den Kampf muss er noch ein wenig an Gewicht verlieren. Vor Trainingsbeginn wog er 139 Kilogramm und muss mindestens 56 Kilo abnehmen, da das Limit für den Kampf bei 83 Kilogramm liegt. Pannewitz wird uns, wie er selbst auf seinem Instagram-Kanal berichten, mit Videos auf den neuesten Stand halten!

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Kevin Pannewitz gewann „Kampf der Realitystars – Schiffbruch am Traumstrand"

Kaum jemand kann sich daran erinnern, dass Kevin Pannewitz 2020 einen Ausflug ins Reality-TV machte. Dort nahm er an der ersten Staffel von „Kampf der Realitystars – Schiffbruch am Traumstrand" teil und ging sogar als erster Sieger des neuen TV-Formates hervor. Obwohl er erst ab Folge 6 zu sehen war, konnte er sich bis ins Finale durchkämpfen und in Folge 8 als Gewinner des Finalspiels hervorgehen. Er erhielt nicht nur den Titel „Realitystar 2020" und eine Trophäe, sondern auch eine Siegprämie von 50.000 Euro. 

Ein Jahr später bekundete der Berliner in der „Sportclub Story" vom NDR sein Interesse an weiteren Reality-TV-Formaten wie „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" und „Promi Big Brother". Somit sind wir uns jetzt schon sicher: Es wird nicht der letzte Trash-TV-Ausflug von Kevin Pannewitz gewesen sein!