Diese Spieler nahmen wie ihre Väter an einer WM teil
Du möchtest wissen, bei wem das Kicken in den Genen liegt? Wir stellen dir zehn Spieler vor, die wie ihre Väter an einer WM teilgenommen haben.
Wer Profifußballer*in werden möchte, muss vor allem viel trainieren und seine Fähigkeiten ausbauen. Immer wieder gibt es allerdings auch Fälle, die beweisen, dass Talent auch innerhalb einer Familie weitergegeben werden kann. Einige Väter dürfen Jahre später sehen, wie ihre Söhne auf dem Feld ebenfalls erfolgreich werden und ein Tor nach dem anderen schießen. Manchmal teilen sie sogar die Erfahrung, einen Weltmeistertitel gewonnen zu haben. Heute stellen wir dir zehn Väter und Söhne vor, die zumindest einmal bei einer WM als Spieler für ihr Land gespielt haben.
#1 Peter Schmeichel & Kasper Schmeichel
1992 durfte Peter Schmeichel schon einen Europameister-Titel im Trikot der dänischen Nationalmannschaft holen. In der WM 1998 stand der Torhüter, der als einer der besten seiner Generation galt, zwischen den Pfosten. Sein Sohn Kasper tat es ihm gleich und schaffte es ebenfalls, sich als Profi zu beweisen. Bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zählte er zu den Stammspielern. In einem Interview erwähnte er, dass sein Vater ihn und seine Karriere stark geprägt habe. Auch auf Vereinsebene waren beziehungsweise sind Vater und Sohn ein wichtiger Beitrag zum Erfolg der Mannschaften.
#2 Miguel Ángel Alonso & Xabi Alonso
Mit besonderer Spielintelligenz machten sich Miguel Ángel und Xabi Alonso für ihre Mannschaften zu wichtigen Spielern. Während der Vater 1982 in der Heim-WM für Spanien spielte, stand Xabi ganze drei Mal auf dem Feld: 2006, 2010 und 2014. Beim zweiten Mal holten sich die Spanier sogar den Titel. Als einer der prägendsten Strategen seiner Generation, der für Mannschaften wie den FC Bayern und Real Madrid spielte, durfte der Sohn seine Karriere als Trainer fortsetzen. Sein Vater war für ihn immer ein großes Vorbild.
#3 Lilian Thuram & Marcus Thuram
Schon bei seiner ersten Weltmeisterschaft, an der er 1998 für die französische Nationalmannschaft teilnahm, holte sich Lilian Thuram mit seinem Team den Titel. Obwohl er in der Verteidigung spielte, erzielte er im Halbfinale sogar zwei Tore. Danach durfte er auch 2002 und 2006 an dem großen Turnier teilnehmen. Marcus hingegen beförderte den Ball als Stürmer regelmäßig zwischen die Pfosten. Interessant ist, dass Marcus sogar nach einem ehemaligen Mannschaftskollegen Lilians benannt wurde. Der Vater förderte seinen Sohn intensiv und hatte einen wichtigen Einfluss auf dessen Karriere.
#4 Cesare Maldini & Paolo Maldini
Paolo Maldini erlebte eine Konstellation, die es so nur selten gibt. Sein Trainer war nämlich ausgerechnet sein Vater Cesare, der schon vor ihm für die italienische Nationalmannschaft auf dem Feld stand. Im Gegensatz zu seinem Sohn, der von 1990 bis 2002 an insgesamt vier Weltmeisterschaften teilnahm, stand Cesare nur einmal bei diesem großen Turnier auf dem Feld. Ob es seine Gene waren oder die Trainingseinheiten mit seinem Sohn, die dafür gesorgt haben, dass dieser einer der besten Verteidigungsspieler wurde, ist unklar.
#5 Danny Blind & Daley Blind
Als vielseitiger Spieler in der Defensive spielte Danny Blind bei den Weltmeisterschaften 1990 und 1994 für die Niederländer. Sein Sohn Daley übernahm diese ehrenhafte Aufgabe circa zwanzig Jahre später in den Jahren 2014 und 2022 und schaffte es bei seiner ersten WM sogar, mit seinem Team auf dem dritten Platz zu landen. Beide Profis bewiesen auf dem Feld immer wieder ihre Spielintelligenz und ihre Flexibilität. Als Trainer durfte Danny zwischenzeitlich auch seinen Sohn trainieren und so einen Beitrag zu seinem Erfolg leisten.
#6 Claudio Reyna & Giovanni Reyna
Auch die USA können mit Vater-Sohn-Duos im Profifußball dienen. Das betrifft beispielsweise Claudio Reyna und seinen Sohn Giovanni. Claudio spielte im Mittelfeld und gestaltete die Spiele der Weltmeisterschaften in den Jahren 1994, 1998, 2002 und 2006 entscheidend mit. Bei der letzten WM 2022 konnte sein Sohn sich das erste Mal in diesem großen Turnier beweisen und überzeugte hier vor allem mit seinem kreativen Offensivspiel. Bei den Auswahlspielen für die diesjährige Meisterschaft schoss er ein entscheidendes Tor. Es ist also wahrscheinlich, dass wir ihn auch dieses Jahr wieder auf dem Feld sehen werden.
#7 Pablo Forlán & Diego Forlán
Im Jahr 2010 wurde Diego Forlán mit dem „Goldenen Ball“ als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet, doch auch 2002 und 2014 konnte er bei den Weltmeisterschaften beweisen, was für ein starker Stürmer er ist. Immer wieder betonte er, wie stark der Einfluss seines Vaters auf seine Profikarriere war. Pablo Forlán war nämlich selbst Nationalspieler und spielte bei den Weltmeisterschaften 1966 und 1974 mit. Diese beiden sind in ihrer Familie allerdings keine Ausnahme, denn es gab und gibt noch weitere Verwandte, die sich dem Fußball widmen.
#8 Jean Djorkaeff & Youri Djorkaeff
In der Defensive war Jean Djorkaeff bei der Weltmeisterschaft 1966 ein wichtiger Spieler für die Nationalmannschaft Frankreichs. Dies war allerdings sein einziges großes Turnier, was zeigt, dass er in den Folgejahren nicht mehr so stark überzeugen konnte. Bei seinem Sohn Youri sah es anders aus. Als Offensivspieler machte er sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil und trug 1998 zum WM-Sieg Frankreichs bei. 2002 durfte er noch einmal auf dem großen Feld stehen. Mit seinem Können spielte er sich zu Recht in die goldene Generation Frankreichs.
#9 Miguel Reina & Pepe Reina
Der Torwart gehört zu den wahrscheinlich wichtigsten Spielern einer Mannschaft. In dieser Position bewies sich Miguel Reina bei der Weltmeisterschaft 1966. Sein Sohn Pepe spielte ebenfalls für die spanische Mannschaft und war ein starker Ersatzmann für Iker Casillas. Insgesamt war er deutlich länger als ein Jahrzehnt Teil der Nationalmannschaft und reiste zu vier Meisterschaften. 2010 wurde sein Team sogar Weltmeister, ein Titel, um den sein Vater ihn höchstwahrscheinlich beneidete. Pepe Reina ist bekannt für seine Führungspersönlichkeit und seine kurze Reaktionszeit.
#10 Roy Andersson & Patrik Andersson
Patrik Andersson war Mannschaftskapitän der Schweden und spielte bei den Weltmeisterschaften 1994 und 2002 eine wichtige Rolle in der Verteidigung. Tatsächlich schaffte er es, berühmter zu werden als sein Vater, dessen Talent er geerbt hat. Dennoch kann auch Roy Andersson zufrieden auf seine Karriere zurückblicken. Immerhin war er auch bei zwei Weltmeisterschaften Teil des Kaders, nämlich 1974 und 1978. Dort bewies auch er sich in der Defensive. Interessant ist, dass Patrik nicht der Einzige ist, dem der Fußball im Blut lag, denn auch sein Bruder Daniel ist ein starker Nationalspieler.
Lesetipp: Kinder der Bundesliga: Sie trafen ebenso wie ihre Väter in der 1. Liga!
