Kinder der Bundesliga: Sie trafen ebenso wie ihre Väter in der 1. Liga

Wie der Vater, so der Sohn. Kinder der Bundesliga, die in die Fußstapfen ihres Vaters traten und in der Bundesliga treffen konnten. Wer kennt sie noch?

Der Youngster des BVB Giovanni Reyna  dribbelt sich seit Januar 2020 durch die Stadien der Bundesliga
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Derzeit spielen acht Spieler in der Bundesliga, deren Väter bereits in der 1. Deutschen Fußball-Liga treffen konnten. Sie werden gerne als Kinder der Bundesliga bezeichnet. Wir werfen einen Blick auf Vater, wie Sohn als erfolgreiche Erstliga-Torschützen.

Mit 21 Jahren wechselte der senegalesische Nationalspieler (29 Tore in 55 Spielen) nach Deutschland zum FV Donaueschingen
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Souleyman Sané

Der Vater vom Bayern-Neuzugang Leroy Sané erzielte in 171 Bundesliga-Spielen 51 Tore für SG Wattenscheid 09 und den 1.FC Nürnberg. Er ist außerdem mit 39 Bundesliga-Toren der Rekordtorschütze von Wattenscheid in der höchsten deutschen Spielklasse.

Sohn Leroy Sané kann seit der Saison 2020/21 - diesmal im Trikot des FC Bayern München - wieder in der Bundesliga knipsen
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Leroy Sané

Gerade einmal 18 Jahre, 11 Monate und zwei Tage war er alt, als er sein erstes Bundesliga-Tor für Schalke erzielte. Insgesamt konnte er für die Königsblauen elfmal in der Bundesliga einnetzen, bevor er zu Manchester City in die Premier League wechselte, was ihn damals zum teuersten deutschen Fußballer machte.

Patrick Weiser am Ball in einem seiner 159 Bundesliga-Spiele für den VFL Wolfsburg
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Patrick Weiser

Insgesamt bestritt der Linksverteidiger stattliche 270 Partien in der Bundesliga. Dabei gelangen ihm sechs Treffer. Nachdem Patrick Weiser fünf Saisons für den 1.FC Köln spielte, zog es ihn ins Ausland – zu Stade Rennes. Nach zwei Jahren kehrte er in die Bundesliga zurück und wechselte zum VFL Wolfsburg, ehe er seine Karriere bei seinem Jugendverein aus Köln ausklingen ließ.

Ex-Juniorennationalspieler Mitchell Weiser erzielte sein erstes Bundesliga-Tor für den FC Bayern
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Mitchell Weiser

Sohn Mitchell Weiser begann seine Karriere ebenfalls bei den Kölnern. Allerdings bestritt er für sie nur eine Partie in der Bundesliga. Dann folgte der Wechsel zum FC Bayern. Durchsetzen konnte er sich dort allerdings nicht, woraufhin er zu Hertha BSC wechselte. Nach seinem Wechsel zu Leverkusen und einer Saison als Stammspieler, ist er dort aktuell Verkaufskandidat. Acht Tore in 135 Bundesliga-Spielen ist seine bisherige Bilanz.

Der Vater von Leonardo Bittencourt verbrachte drei Saisons in der 1. Bundesliga mit dem FC Energie Cottbus
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Franklin Bittencourt

Sechs Treffer gelangen Franklin Bittencourt für den VFB Leipzig und Energie Cottbus in 61 Einsätzen. Nach seiner Karriere als Spieler wurde er bei den Cottbusern Jugend- und Co-Trainer, also bei dem Verein, in dem auch sein Sohn Leonardo der Sprung in den Profi-Fußball glücken sollte.

Sein Sohn Leonardo geht derweil in seine 10. Saison als Bundesliga-Profi
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Leonardo Bittencourt

Bereits für fünf verschiedene Vereine konnte der Offensiv-Allrounder sich in die Torschützenliste in der 1. Bundesliga eintragen. Bei seinen Stationen in Dortmund, Hannover, Köln, Hoffenheim und Bremen traf er in 181 Spielen 22 mal ins Netz und bereitete weitere 28 Tore vor.

Der ehemalige Jugendtrainer des TSV 1860 München und der Spvgg Greuther Fürth ist hier im Trikot des VFL Osnabrück zu sehen
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Fred Klaus

Der Vater vom Wolfsburger Felix Klaus machte in seinen 29 Bundesliga-Spielen drei Tore. Diese erzielte er für den Hamburger SV und den 1. FC Nürnberg, da er für Hertha BSC in acht Bundesliga-Spielen ohne Torerfolg blieb.

Sein Sohn Felix Klaus begann seine Karriere bei der Spvgg Greuther Fürth und tritt zurzeit für den VFL Wolfsburg in der Bundesliga gegen den Ball
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Felix Klaus

Sein Sohn war in 161 Partien 15-mal erfolgreich. Für die SpVgg Greuther Fürth konnte er in ihrer bislang einzigen Erstliga-Saison zwei Treffer erzielen, für den SC Freiburg folgten sieben weitere und fünf für Hannover 96. Bei seinem aktuellen Verein, dem VFL Wolfsburg, erzielte er bislang erst ein Tor in 39 Bundesliga-Partien.

Im Trikot der amerikanischen Nationalmannschaft brachte der Vater von Giovanni Reyna seine stärksten Leistungen und schaffte es für sie u.a. bei der WM 2002 ins All-Star-Team des Turniers
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Claudio Reyna

Der langjährige Kapitän der amerikanischen Nationalmannschaft wechselte 1995 in die Bundesliga. Bei Bayer Leverkusen konnte er sich jedoch langfristig nicht durchsetzen. Erst bei seiner Leihe zum VFL Wolfsburg konnte er sich in Deutschland dauerhaft einen Stammplatz ergattern. Dort brachte er es auf 48 Bundesliga-Partien, in denen er sechs Tore erzielen konnte.

Giovanni Reyna ist hingegen noch ohne Einsatz für die amerikanische A-Nationalmannschaft
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Giovanni Reyna

Der Youngster des BVB traf am 1. Spieltag der Saison 2020/21 gegen Borussia Mönchengladbach erstmals in der Bundesliga. Erst im Januar 2020 aus der Jugendakademie des MLS-Klubs New York City FC zu den Dortmundern gewechselt, hat er sich zu Beginn der Spielzeit 20/21 bereits einen Stammplatz bei den Schwarz-Gelben ergattert.

Bruno Hübner ist bereits seit 2011 Sportdirektor von Eintracht Frankfurt
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Bruno Hübner

Der Sportdirektor von Eintracht Frankfurt ging früher für den 1.FC Kaiserslautern auf Torejagd. Und das auch recht erfolgreich. Immerhin erzielte er in 76 Spielen für die roten Teufel 19 Treffer. Nach Verletzungsproblemen kehrte er dem Profifußball bereits mit 25 Jahren den Rücken zu und ging zurück zu seinem Heimatverein SV Wehen Wiesbaden. Dort sammelte er auch seine ersten Erfahrungen als Manager.

Sein Sohn Benjamin führte in der Rückrunde der Saison 2019/20 die TSG Hoffenheim als Kapitän aufs Feld
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Benjamin Hübner

Mit dem 1. FC Ingolstadt schaffte sein Sohn Benjamin Hübner 2015 den Aufstieg in die Bundesliga. Für die Schanzer traf er das erste Mal in der höchsten deutschen Spielklasse, ehe er zur TSG aus Hoffenheim wechselte. Dort konnte er seine Torausbeute auf insgesamt sieben BL-Treffer in 117 Partien erhöhen. Sein Bruder Florian Hübner ist bisher noch ohne Torerfolg in der 1. Liga.

Obwohl der VFB Stuttgart damals recht üppige 1,6 Millionen D-Mark für den Lautern-Stürmer zahlt, blieb er für sie aufgrund einer Verletzung ohne Einsatz
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Harald Kohr

Der Nachfolger von Bruno Hübner im Sturm des 1.FC Kaiserslautern kann sogar auf eine noch bessere Torbilanz in der Bundesliga zurückblicken. Für 45 Tore benötigte der gebürtige Trierer gerade einmal 97 Einsätze. Nach drei Jahren verließ er die Bundesliga und wechselte zu den Grasshoppers Zürich.

Dominik Kohr wechselte zur Saison 2019/20 für 8,5 Millionen € zur Eintracht aus Frankfurt
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Dominik Kohr

Ebenfalls in Trier geboren, begann die Profi-Karriere für Dominik Kohr bei der Werkself aus Leverkusen. Sein erstes Bundesliga-Tor erzielte der defensive Mittelfeldspieler allerdings für den FC Augsburg. In 172 Bundesliga-Partien bringt er es derzeit auf vier Tore, die er für die Fuggerstädter und - nach seiner Rückkehr – für Leverkusen erzielen konnte. Für die Frankfurter Eintracht, bei der er zurzeit unter Vertrag steht, blieb er bisher torlos.

Der Vater von Stuttgart-Stürmer Mateo Klimowicz erhielt in seiner Bundesliga-Karriere insgesamt vier Platzverweise
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Diego Fernando Klimowicz

Der ehemalige Rekordtorschütze des VFL Wolfsburg konnte in 213 Bundesliga-Spielen 70 Treffer erzielen. Seine besten Jahre hat er dabei zweifellos bei den Wolfsburgern verbracht, für die er 57-mal in der höchsten deutschen Spielklasse treffen konnte. Nur Grafite (59 Tore) und Edin Dzeko (66 Tore) waren besser. Danach spielte Diego Klimowicz noch jeweils zwei Saisons für die Reviervereine aus Dortmund und Bochum.

Für 1,5 Millionen € verpflichteten die Stuttgarter Mateo Klimowicz im Sommer 2019 aus Argentinien
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Mateo Klimowicz

Beim argentinischen Klub Instituo AC begann und beendete Vater Diego seine Karriere. Und dort begann auch die seines Sohnes Mateo Klimowicz. 2019 wechselte er für 1,5 Millionen € zum VFB Stuttgart und schaffte mit ihnen in der abgelaufenen Saison den Aufstieg in die Bundesliga. Bereits in seinem zweiten Bundesliga-Einsatz konnte er in der Partie gegen Mainz 05 für den VFB einnetzen.