Top 10 – Die besten Jugendakademien Deutschlands

Sie verhelfen zahlreichen Spielern zum Sprung in die Bundesliga. Das sind die besten Jugendakademien Deutschlands, die viel Wert auf die Jugendarbeit legen

Viele Jugendabteilungen leisten in Deutschland großartige Arbeit und ermöglichen jungen Spieler den Absprung in die Bundesliga
Quelle: IMAGO / Sportfoto Rudel

Ohne die Jugendabteilungen und die immer neuen jungen Talente im Fußball wäre der Sport heute wohl nicht der, der er ist. In Deutschland gibt es eine besonders große Förderung von jungen Fußballern, von denen es aber meist nur wenige zum Profi schaffen. Um im Wettbewerb mithalten zu können, investieren die Bundesligavereine jährlich große Summen, die sich schlussendlich auch auszahlen. Viele Bundesligaspieler werden dementsprechend nicht aus dem Ausland transferiert, sondern stammen aus den Jugendakademien der Vereine. Doch welche dieser Klubs stellen eigentlich die besten Jugendabteilungen und bringen die meisten Profis hervor?

Auf den nächsten Seiten siehst du, welche Vereine besonders prädestiniert für ihre Jugendakademien sind!

Youssoufa Moukoko ist der neue Star des Kaders des BVBs. Sie setzen stark auf ihre Jugendabteilung
Quelle: IMAGO / Laci Perenyi

Borussia Dortmund

Bis heute begeistert die Borussia mit Jugendspielern, die man selbst großgezogen hat: So sind Stars wie Jacob Bruun Larsen oder Christian Pulisic schon in frühen Jahren beim BVB ausgebildet worden. Die größten Aushängeschilder der eigenen Arbeit dürften dennoch deutsche Nationalspieler wie Götze, Reus oder Rüdiger sein. Neuer Star der Mannschaft ist Youssoufa Moukoko, der nur einen Tag nach seinem 16. Geburtstag in der Bundesliga debütierte und damit sogar den Rekord von Nuri Sahin ablöst. Er war bis dato der jüngste Spieler der Ligageschichte. 

Bei Hertha BSC werden viele Spieler ausgebildet. Unter anderem kickten hier auch Jerome und Kevin-Prince Boateng
Quelle: IMAGO / Fishing 4

Hertha BSC

Auch die Hauptstädter sind für ihre starke Jugendarbeiter bekannt. Viele Spieler der Bundesliga förderte man zutage: Unter anderem Traoré, Maximilian Philipp, Maximilian Mittelstädt, Anis Ben-Hatira, Sehad Salihovic sind bei der Hertha großgeworden. Auch die Boateng-Brüder lernten hier das kicken. Auch heute will man weiterhin die Jugend der Hauptstadt fördern und investiert viel in die Kids. Angesichts der anhaltenden Krise der Herthaner ist das sicherlich auch empfehlenswert ...

Der Hamburger SV investiert viel Zeit und Geld in ihre Jugendabteilung. Und das trägt auch Früchte
Quelle: IMAGO / Norbert Schmidt

Hamburger SV

Die Hamburger versuchen zwar schon seit Jahren wieder in die erste Bundesliga aufzusteigen, doch bisher wollte es noch nicht klappen. Eventuell können ihnen zukünftig ja ihre Nachwuchsspieler dabei verhelfen. Denn auch im Norden gibt es eine Jugendakademie, in die viel Zeit und Geld investiert wird. Und die Investition hat schon in der Vergangenheit Früchte getragen: Eric-Maxim Choupo-Moting, Heung-Min Son, Sidney Sam oder auch Alex Meier stammen aus der Jugendabteilung. Momentan sind sieben Spieler im Kader der ersten Mannschaft, die beim Klub ausgebildet wurden. (Stand 2022)

1860 München bringt immer wieder Talente hervor, die sie selbst für ihren Verein nutzen
Quelle: IMAGO / MIS

1860 München 

Durch den Zwangsabstieg des einstigen Erstligisten war einem gar nicht bewusst, wie viele große Stars der Klub schon hervorgebracht hat: Neben Julian Weigl und den Bender-Zwillingen stammen unter anderem auch Marcel Schäfer, Johann Baumgartlinger, Daniel Baier und Benni Lauth aus der eigenen Jugend. Auch in aktuellen Kadern weisen sie stets zahlreiche junge Spieler auf, die im Verein ausgebildet wurden. Tatsächlich hat der Verein auch nicht viel Geld für Transfers übrig, sodass der Fokus vermehrt auf die Jugendarbeit gesetzt wird. Im aktuellen Kader befinden sich satte 14 Spieler aus der eigenen Schmiede! (Stand 2022)

Ex-Nationalspieler Marko Marin spielte einst bei den Fohlen in den Jugendabteilungen und wurde zum Profi
Quelle: IMAGO / Thomas Zimmermann

 Borussia Mönchengladbach

Der „Fohlenstall“, wie der Verein ihr Internat selbst nennt, beherbergt  24 Nachwuchsspieler, die den Sprung zum Profi schaffen wollen. Aber auch abseits des Internats werden jährlich zahlreiche Spieler für den möglichen Aufstieg zum Bundesligaprofi vorbereitet. Hier wurden Größen wie FC Barcelona-Spieler Marc-Andre ter Stegen oder auch fast vergessener Ex-Nationalspieler Marko Marin ausgebildet. Sogar echte Legenden wie Jupp Heynckes hat der Verein hervorgebracht. Inzwischen ist das Vereinsbild auch von Spielern wie Mo Dahoud, Amin Younes oder alteingesessene Spieler wie Tony Jantschke und Patrick Herrmann geprägt. 

Top-Spieler wie Thomas Müller, Philipp Lahm oder Basti Schweinsteiger spielten fast ihr ganzes Leben beim FC Bayern und wurden dort auch ausgebildet
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FC Bayern München

Auch wenn viele behaupten, Bayern München würde sich seine Stamm-Elf nur zusammenkaufen, hat der Rekordmeister auch einiges in die Jugendarbeit gesteckt. Am FC Bayern Campus trainieren und spielen die Mannschaften U9 bis U19 sowie die Frauen- und Mädchen-Mannschaften. Ihr Erfolgsrezept: Top-Spieler wie Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Thomas Müller, Dietmar Hamann & Co. spielten fast ausschließlich ihr Leben lang beim Rekordmeister. Talente wie Jamal Muisala sind neue Hoffnungsträger für den Verein.  

Beim SC Freiburg setzt man auf eine starke Durchlässigkeit vom Jugendspieler zum Profi
Quelle: IMAGO / Eibner

SC Freiburg 

Auch beim SC Freiburg setzt man auf Jugendarbeit. Sie können Profis wie Oliver Baumann, Daniel Caligiuri, Ömer Toprak, Nico Schlotterbeck, Dennis Aogo, Christian Günter, Jonathan Schmid oder Weltmeister Matthias Ginter vorweisen. Die Letzteren stehen sogar immer noch bei den Breisgauern unter Vertrag. Der Vorteil des Klubs: Sie haben eine starke Durchlässigkeit vom Jugendbereich in das Profiteam. So schaffen immer mehr Spieler den Sprung in die erste Mannschaft und können sich dort unter Beweis stellen. 

Auch Sami Khedira spielte in der Jugendabteilung des VfB Stuttgart und entwickelte dort sein volles Potenzial
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VfB Stuttgart

Hätte der VfB seine Stars gehalten, wäre die gesamte Bundesliga nicht vor ihnen sicher: Ob Timo Werner, Sebastian Rudy, Sami Khedira, Kevin Kuranyi Serge Gnabry oder Joshua Kimmich – sie alle haben im Schwabenland angefangen, professionell Fußball zu spielen. Heute ziehen sie bereits eine neue Generation von Profi-Kickern groß. Aktuell stehen gleich fünf Profis aus der eigenen Jugend im Kader des VfB. Alle zwischen 2001 und 2005 geboren. 

Bei S04 werden die besten Spieler des Landes ausgebildet. Viele von ihnen verlassen den Verein aber irgendwann
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Schalke 04

Die Schalker finanzieren einen Großteil ihrer Transfer über den Verkauf der eigenen Jugendspieler, nachdem diese auf der ganzen Welt heiß begehrt sind. Mit Draxler fand sich bei Paris Saint-Germain ein deutscher Weltmeister, Leroy Sané stellte bis dato den Rekord für den teuersten Deutschen aller Zeiten auf bei seinem City-Wechsel. Timo Werner und Kai Havertz überholten ihn letztlich. Manuel Neuer wurde nach seinem Wechsel zu den Bayern sogar zum Welttorhüter. Die Knappenschmiede auf Schalke bringt also durchaus sehr erfolgreiche Spieler hervor. Das einzige Problem der Knappen ist wohl wirklich, dass sie ihnen nach erfolgreicher Ausbildung reihenweise davonlaufen. Im Moment spielen vier Spieler aus der Jugendabteilung im ersten Kader von S04: Ralf Fährmann, Danny Latza, Mehmet Aydin und Kerim Calhanoglu (Stand 2022).

Der 1. FC Köln landet im Ranking auf dem ersten Platz unter den besten Jugendabteilungen in Deutschland
Quelle: IMAGO / Eduard Bopp

1. FC Köln

Der Verein aus Nordrhein-Westfalen hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er beim Thema Jugendabteilung die Nase ziemlich weit vorn hat. Eine Studie belegte im Jahr 2020 sogar, dass es die „Geißböcke“ international in den Top 20 geschafft haben! Und in Deutschland ist die Jugendarbeit sogar die erfolgreichste! Spieler wie Florian Wirtz, Mark Uth, Timo Horn, Mitchel Weiser, Ron Robert Zieler,, Yannick Gerhardt oder auch Lukas Podolski wurden hier gefördert und nach ganz oben befördert. Viele Profis spielen zwar inzwischen nicht mehr bei Köln, doch es kommen ständig neue Talente nach, wie etwa der 20-Jährige Jan Thielmann oder der 21-Jährige Mathias Olesen.