Die 10 größten Transferpannen der Bundesliga, die absolut kurios sind

In der Bundesliga sind einige Dinge passiert, die richtig kurios sind. So auch die größten Transferpannen, die ein legendärer Teil ihrer Historie sind.

Chupo Moting liegt am Boden. Ähnlich erging es ihm wohl auch nach der Panne um seinen Transfer nach Köln
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Die Bundesliga hat in ihrer Geschichte bereits den einen oder anderen Fauxpas hervorgebracht. Einige davon waren peinlich, andere schlicht unterhaltsam. Die kuriose Sammlung an Transferpannen der Bundesliga-Historie sind ein bunter Mix aus beidem. Wir stellen euch jetzt die 10 größten Transferpannen der Bundesliga-Geschichte vor.

Die Transferpanne zwischen Valencia und Rafael van der Vaart ist in Deutschland sehr bekannt
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# 1 Das Foto des Anstoßes

Absolut unvergessen ist die Transferposse um Rafael van der Vaart und dem FC Valencia. Der niederländische Mittelfeldspieler wollte 2007 unbedingt den HSV verlassen und zum FC Valencia wechseln. Dafür war er sich nicht zu schade, sich im Trikot seines künftigen Wunschvereins ablichten zu lassen. Doch damit nicht genug. Das Wechseltheater um van der Vaart erreichte schlussendlich seinen Höhepunkt, als der Niederländer sich für das UEFA Cup-Qualifikationsspiels des Hamburger SV gegen Honvéd Budapest aufgrund von Rückenbeschwerden krankschreiben ließ. Der HSV blieb hart und verwehrte van der Vaart den Wechsel, welcher schlussendlich ein Jahr später doch noch seinen Traum von der spanischen Liga verwirklichen konnte - allerdings bei Real Madrid.

Dem Stuttgarter Stürmer Didi fehlte das Kreuzband. Sein Transfer war ein richtiger Fail
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# 2 Das fehlende Kreuzband

Als der VFB Stuttgart 1999 umgerechnet ca. zwei Millionen Euro locker machte, waren die Hoffnungen in den Brasilianer groß. Leider hat man die Rechnung ohne die Verletzungshistorie des Neuzugangs Didi gemacht. Diese war nämlich bedeutend größer, als gedacht. Bei einer sportärztlichen Untersuchung stellte der VFB plötzlich fest, dass ihrer Neuverpflichtung infolge eines Knorpelschadens das vordere rechte Kreuzband fehlte. Er bestritt letztlich nur zwei Spiele für den VFB Stuttgart, ehe er in die Schweiz wechselte.

Mark Rudan kassierte bei seinem Wechsel zu Alemannia Aachen eine Ablöse, die es eigentlich gar nicht gab
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# 3 Die erfundene Ablöse

Eine ganz besondere Note hatte der Wechsel von Mark Rudan zu Alemannia Aachen 2001. Eigentlich war der Australier nämlich ablösefrei. Doch mittels gefälschter Dokumente brachte er die Aachener dazu 290.000 D-Mark Ablöse zu bezahlen, die an einen Unbekannten in einem Koffer überreicht wurden. Das Geld wurde nie gefunden und Mark Rudan, sein Berater, sowie der Schatzmeister von Alemannia Aachen wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Abédi Pélé glaubte zu Verhandlungen beim FC Bayern zu sein, unterschrieb aber trotz des Irrtums beim TSV 1860 München
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# 4 Egal ob 1860 oder Bayern: Hauptsache München!

Die Freude bei Abédi Pélé soll sehr groß gewesen sein, als er davon hörte, dass ihn der FC Bayern München verpflichten wolle. Direkt machte er sich auf, um zu Verhandlungen nach München zu reisen. Sein Berater hatte ihm jedoch verheimlicht, dass ihn nicht der große FC Bayern verpflichten wollte, sondern der kleinere Verein aus München, der TSV 1860. Der dreimalige afrikanische Fußballer des Jahres reagierte sehr gefasst und unterschrieb dennoch bei den Münchner Löwen.

Eigentlich wollte Gladbach einen Stürmer verpflichten, Mikkel Thygesen war allerdings Mittelfeldspieler
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# 5 Der fehlende Stürmer

Als Gladbach 2007 Mikkel Thygesen verpflichten konnte, war man heilfroh darüber. Schließlich brauchte man dringend noch einen Stürmer. Blöd nur, dass Mikkel Thygesen Mittelfeldspieler war und auch immerhin 2 Millionen Euro Ablöse gekostet hatte. Nach sechs Monaten und lediglich fünf Bundesliga-Einsätzen verließ er Gladbach wieder und ging zurück zum FC Midtjylland.

Horst Hrubesch kündigte sein Engagement bei Eintracht Frankfurt per Anruf von einer Autobahnraststätte auf
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# 6 Der Anruf von der Raststätte

Horst Hrubesch muss damals vor Wut gekocht haben, als er von einer Raststätte aus die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt anrief. Mit diesen hatte er sich erst vor wenigen Stunden auf einen Vertrag geeinigt. Allerdings hatten beide Parteien miteinander vereinbart, dies erst nach den Aufstiegsspielen, an denen Horst Hrubesch noch mit seinem aktuellen Klub Rot-Weiss Essen teilnahm, zu verlautbaren. Als er mit seiner Frau dann im Auto auf dem Rückweg von den Verhandlungen war, hörte er von seinem Wechsel zu Frankfurt im Radio. Daraufhin fuhr er direkt bei der nächsten Raststätte raus, rief in Frankfurt an und sagte ihnen ab. Er wechselte daraufhin zum HSV.

Kevin Großkreuz kurioser Wechsel zu Galatasaray Istanbul war von einer schlimmen Panne überschattet
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# 7 Die fehlenden Unterlagen

Besonders bitter lief der Last-Minute-Transfer von Kevin Großkreutz zu Galatasaray Istanbul 2015 ab. Bei diesem hatten nämlich die Verantwortlichen des Klubs aus Istanbul in der Eile vergessen wichtige Dokumente von Großkreutz einzureichen. Dieser erhielt daraufhin keine Spielberechtigung, sondern musste ein halbes Jahr zuschauen. Danach hatte er genug und wechselte zurück in die Bundesliga - zum VFB Stuttgart.

Peinlich war auch der Transfer von França, bei dem nicht mal die Körpergröße stimmte
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# 8 Knapp daneben!

Äußerst skurril ist auch die Transferpanne, die Hannover 96 bei França passierte. Laut dem Scoutingbericht sollte der Brasilianer 1,90 Meter groß sein. Als er dann aber bei der Vorstellung fast zehn Zentimeter kleiner als der 1,89 Meter große Hannover-Trainer Mikro Slomka war, dürfte die Verwunderung groß gewesen sein. Nach vielen Leihen in die brasilianische Heimat, verließ der Brasilianer Hannover 96 wieder, die sich von ihm wohl mehr erwartet hatten.

Bei Eric-Maxim Chupo-Motings Transfer-Fail scheiterte es am Faxgerät
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# 9 Das kaputte Faxgerät

Auch diese Geschichte ist eine beliebte Anekdote der Bundesliga-Geschichte. Am Deadline-Day sollte Eric-Maxim Chupo-Moting vom Hamburger SV zum 1. FC Köln wechseln. Dem Transfer stand auch eigentlich nichts mehr im Weg, schließlich hatten sich beide Vereine bereits geeinigt. Doch als Chupo-Motings Vater den unterzeichneten Vertrag per Fax nach Köln schicken wollte, streikte das Faxgerät. Kurz nach 18 Uhr konnte der Vertrag dann doch noch versendet werden, allerdings hatte die Transferliste zu diesem Zeitpunkt bereits wenige Minuten geschlossen, sodass der Transfer scheiterte.

Andreas Wechsel zu Olympique Marseille war voller Pannen
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# 10 Ich will dich, ich will dich nicht!

Als kurios kann man auch die Umstände des Wechsels von Andreas Köpke bezeichnen, als dieser damals Eintracht Frankfurt verließ. Der frisch gebackene Europameister von 1996 wollte zunächst zum VFB Stuttgart wechseln. Im Prinzip war der Transfer sogar schon fix. Immerhin gab es bereits ein Foto mit Vereinsverantwortlichen und Andreas Köpke, in denen er ein Stuttgart-Trikot mit seinem Namen darauf hochhielt. Doch der deutsche Nationalkeeper überlegte es sich kurzerhand anders und gab den Schwaben bekannt, dass er doch lieber zum FC Barcelona wechseln wolle. Die Katalanen hatten sich jedoch eine Klausel in den Vertrag mit Köpke einbauen lassen und da der FC Barcelona lieber Vitor Baia verpflichten wollte, wechselte Andreas Köpke schlussendlich zu Olympique Marseille.