Die 10 verrücktesten Beinahe-Transfers der Bundesliga-Geschichte

Um ein Haar wären in der Vergangenheit ein paar absolute Top-Spieler in der Bundesliga gelandet. Das sind die 10 verrücktesten Beinahe-Transfers.

Ronaldinho ist einer von vielen Top-Stars, der fast in die Bundesliga gewechselt wäre
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In der Geschichte der Bundesliga haben bereits etliche Weltklassespieler die Schuhe geschnürt. Allerdings hätten es noch einige mehr sein können. Denn es gibt zahlreiche spektakuläre Beinahe-Transfers, bei denen um ein Haar absolute Top-Spieler in die Bundesliga gewechselt wären. Wir stellen euch die 10 verrücktesten Beinahe-Transfers der Bundesliga-Geschichte vor.

Pavel Nedved wäre beinahe zum MSV Duisburg gewechselt
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# 1 Pavel Nedved zum MSV Duisburg

Beinahe wäre der ehemalige Weltklassespieler in die Bundesliga gewechselt. 1996 bemühte sich der damalige Erstligist um die Dienste des Tschechen. Die Chancen auf eine Verpflichtung waren auch nicht schlecht, schließlich verliefen die Gespräche positiv. Allerdings machte den Zebras dann die Nominierung des damals 24-jährigen tschechischen Nationalspielers für die Europameisterschaft 1996 in England einen Strich durch die Rechnung. Nedved wollte erst einmal das Turnier abwarten, überraschte dort mit den Tschechen durch ihren Finaleinzug die Fußballwelt und wechselte danach zum italienischen Spitzenklub Lazio Rom.

Ein anderer spektakulärer Beinahe-Transfer ist der von Gareth Bale zum Hamburger SV
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# 2 Gareth Bale zum HSV

Der Hamburger SV durchlebte damals deutlich erfolgreichere Zeiten, als er im Sommer 2008 die Gelegenheit hatte, Gareth Bale von den Tottenham Hotspurs zu verpflichten. Gerade einmal sechs bis sieben Millionen Euro Ablöse stellten sich die Spurs vor, um Bale in die Hansestadt ziehen zu lassen. Martin Jol, der in diesem Sommer beim Hamburger SV anheuerte, hätte ihn auch gerne geholt, allerdings konnte sich der HSV die Ablösesumme nicht leisten. Dafür verpflichteten die Rothosen lieber Thiago Neves, Marcel Jansen, Mladen Petric und Alex Silva. Rückblickend betrachtet sicherlich nicht die beste Entscheidung.

Auch Andriy Shevchenko wäre fast in die Bundesliga gewechselt, nämlich zu Werder Bremen
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# 3 Andriy Shevchenko zu Werder Bremen

Als der SV Werder Bremen im Sommer 1997 Juri Maximov für 1,5 Millionen D-Mark verpflichtete, hätte das ein ganz wichtiger Deal in der Bremer Vereinsgeschichte werden können. Zumindest wenn der damalige Werder-Manager Willi Lemke auf das Angebot von den Vereinsverantwortlichen Dynamo Kiews eingegangen wäre und auch noch für eine geringe Ablöse den Nachwuchsspieler Andriy Shevchenko verpflichtet hätte. Doch der Bremer Manager winkte dankend ab. Im Laufe der Spielzeit 1997/98 hatte Andriy Shevchenko dann seinen ersten großen Auftritt auf dem europäischen Parkett und erzielte in der Champions League fünf Tore für die Kiewer. Zwei Jahre später wechselte er zum AC Mailand und wurde einer der besten Stürmer seiner Generation.

Zlatan Ibrahimovic wäre fast zum FC Bayern München gewechselt, eher er zu Ajax Amsterdam ging
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#4 Zlatan Ibrahimovic zum FC Bayern

Ja, Zlatan Ibrahimovic wäre fast in die Bundesliga gewechselt! Es ist das Jahr 2001 und in der schwedischen Liga - der Allsvenskan - macht ein junger Stürmer auf sich aufmerksam und dieser hört auf den Namen Zlatan Ibrahimovic. Die Bayern waren auch überzeugt von dem Nachwuchstalent, doch Ajax Amsterdam grätschte dazwischen und legte acht Millionen Euro für Ibrahimovic auf den Tisch. Eine so hohe Ablöse waren die Münchner allerdings nicht bereit zu zahlen und Ibrahimovic wechselte in die Niederlanden.

Kakas Wechsel zu Bayer 04 Leverkusen ist 2002 nur knapp gescheitert
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# 5 Kaka zu Bayer 04 Leverkusen

In dieser Zeit verpflichten die Leverkusener einige Brasilianer von Weltformat: Zé Roberto, Lucio, Emerson oder Juan sind nur einige der Namen. Doch beinahe wäre ein ganz Großer seiner Generation dazugekommen. Denn die Werkself war vor seinem Wechsel zum AC Mailand ganz stark an Ricardo Izecson dos Santos Leite, kurz und knapp Kaka, interessiert. Er sollte Michael Ballack ersetzen, der zum FC Bayern gewechselt war. Doch nachdem die Brasilianer und somit auch der junge Nationalspieler Kaka Weltmeister geworden war, erhöhte der FC Sao Paulo die Ablöseforderung für den Nachwuchskicker auf 8 Millionen Euro. Das war Bayer Leverkusen zu viel und die Geschichte nahm ihren Lauf und der offensive Mittelfeldspieler startete seine Weltkarriere beim AC Mailand.

Ronaldo hätte es 1994 fast zum VFB Stuttgart in die Bundesliga verschlagen
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# 6 Ronaldo zum VFB Stuttgart

Wir schreiben das Jahr 1994. Damals schnürt der junge Brasilianer noch für den FC Cruzeiro in Brasilien die Schuhe, als Ralf Rangnick, der damalige U19-Coach des VFB Stuttgart, auf Ronaldo aufmerksam wird. Die Schwaben sind auch interessiert die Sturmhoffnung aus Brasilien unter Vertrag zu nehmen, doch umgerechnet 4 Millionen Euro ruft der brasilianische Klub für Ronaldo auf. Den Stuttgartern ist dieser Betrag zu hoch, weshalb man lieber Giovane Elber vom AC Mailand verpflichtet.

Marcelos Wechsel zum Hamburger SV scheiterte am Geld, sonst wäre der Brasilianer 2006 in die Bundesliga gewechselt
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# 7 Marcelo zum HSV

Auch diesen späteren Real-Star ließ sich der HSV durch die Lappen gehen. 2006 war man stark an dem jungen Brasilianer interessiert und Manager Dietmar Beiersdorfer verhandelte intensiv mit seinem damaligen Klub Fluminense Rio de Janeiro. Doch die Ablöseforderungen waren den Hamburgern etwas zu hoch, da sie nicht so viel Geld für einen Nachwuchsspieler ausgeben wollten. Ein halbes Jahr später schlug Real Madrid für 6,5 Millionen Euro zu, wo sich Marcelo zu einem der besten Linksverteidiger seiner Generation entwickelte.

Real Madrid wollte Esteban Cambiasso 2003 an den 1. FC Kaiserslautern verleihen
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# 8 Esteban Cambiasso zu Kaiserslautern

Fast wäre der argentinische Nationalspieler 2003 bei den Roten Teufeln gelandet. Allerdings entschied er sich dafür, sich lieber bei Real Madrid durchbeißen zu wollen, anstatt beim 1. FC Kaiserslautern Spielpraxis zu sammeln. Dahin wollten ihn die Galaktischen nämlich am liebsten verleihen. Nach einer weiteren Saison in der Cambiasso nicht viel Spielminuten bei den Königlichen sammeln konnte, entschied er sich dafür zu Inter Mailand zu wechseln. Die Nerazurri erkannten Cambiassos Spielintelligenz und er wurde über zehn Jahre die Schaltzentrale im Mittelfeld der Mailänder.

Ein weiterer Beinahe-Transfer der Bundesliga-Geschichte ist der von Ronaldinho zum BVB, der 2001 am Brasilianer scheiterte
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# 9 Ronaldinho

Der vierte Brasilianer in dieser Liste und gleich der dritte ehemalige Weltfußballer der fast in die Bundesliga gewechselt wäre. 2001 wollte der BVB unbedingt einen offensiven Mittelfeldspieler verpflichten. Man hatte es hierbei auf einen jungen Brasilianer namens Ronaldo de Assis Moreira, kurz Ronaldinho genannt, abgesehen. Man war von ihm begeistert und sein Klub Gremio Porto Alegre forderte auch nur eine Ablöse von fünf Millionen Euro, die die Schwarz-Gelben ohne mit der Wimper zu zucken locker machen wollten. Allerdings war Ronaldinho skeptisch, ob er in Dortmund genug Spielpraxis sammeln könnte und wechselte deshalb lieber zu Paris Saint-Germain, die ohne die katarischen Scheichs als Investor im Rücken, noch nicht der Spitzenklub waren, der sie heute sind.

Petr Cech absolvierte 2001 ein Probetraining bei Werder Bremen. Wäre Cech nicht so teuer gewesen, hätten ihn die Bremer gerne verpflichtet
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# 10 Petr Cech zu Werder Bremen

Eigentlich hat Werder Bremen ja ein wenig Erfahrung mit tschechischen Torhütern, schließlich steht aktuell mit Jiri Pavlenka ein Tscheche im Tor der Bremer und bis vor wenigen Jahren stand auch Jaroslav Drobny noch bei Werder unter Vertrag. Doch bei Petr Cech ist das Kapitel bei den Grün-Weißen nie über ein Probetraining hinaus gekommen. Dort überzeugte der junge Torhüter zwar, als man ihn 2001 einlud, aber die Ablöse von 1 Millionen D-Mark war den Bremern schlichtweg zu teuer. Cech wechselte stattdessen zu Sparta Prag, von wo aus er über die Station bei Stade Rennes, schließlich beim FC Chelsea landete und einer der besten Keeper der Welt wurde.